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Fußball-Bundesliga
3:2 nach 0:2: Später Werder-Wahnsinn gegen Augsburg
SV Werder Bremen - FC Augsburg
Niclas Füllkrug jubelt über sein Tor gegen Augsburg. // David Inderlied/dpa
SV Werder Bremen - FC Augsburg
Schon wieder getroffen: Werders Stürmer Niclas Füllkrug im Spiel gegen den FC Augsburg. // David Inderlied/dpa
SV Werder Bremen - FC Augsburg
Robin Fellhauer vom FC Augsburg jubelt nach seinem Tor in Bremen. // David Inderlied/dpa
SV Werder Bremen - FC Augsburg
Im Zweikampf: Han-Noah Massengo vom FC Augsburg (l) und der Bremer Marco Grüll. // David Inderlied/dpa
SV Werder Bremen - FC Augsburg
Augsburger Nationalspieler: Torwart Finn Dahmen. // David Inderlied/dpa
von dpa
Bremen – Was für eine Aufholjagd: 0:2 lag Werder Bremen gegen den FC Augsburg bereits zurück. In den Schlussminuten drehen die Bremer aber ein verrücktes Spiel.
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Die Füllkrug-Festspiele bei Werder Bremen gehen einfach weiter. Gegen den FC Augsburg drehten die Bremer in der Fußball-Bundesliga auf spektakuläre Weise einen 0:2-Rückstand. Ein wuchtiger Schuss von Füllkrug (86. Minute) und der Siegtreffer des lange verletzten Mitchell Weiser (90.+3) sorgten noch für einen späten, aber hochverdienten 3:2 (0:1)-Endstand. Der frühere Nationalspieler Füllkrug traf dabei bereits im dritten Spiel nacheinander seit seiner Rückkehr von West Ham United.

Vor 39.745 Zuschauern im Weserstadion trafen Robin Fellhauer (18.) und Calvin Brackelmann (58.) zunächst für den FCA. Am Ende wurden die Augsburger für ihre Passivität mit der ersten Niederlage in dieser Bundesliga-Saison bestraft. Marco Grüll brachte die zeitweise drückend überlegenen Bremer in der 64. Minute wieder heran. Füllkrug und der eingewechselte Weiser drehten das Spiel komplett. Für Weiser war es gleichzeitig die emotionale Krönung seines ersten Heimspiels nach rund 15-monatiger Verletzungspause. 

Augsburg begann dieses verrückte Spiel sehr dominant - bis zur 6. Minute: Da zirkelte Werders neuer Spanier Chuki einen Freistoß aus 20 Metern flach um die Mauer herum. Der Ball flog aber nur an den Pfosten von Finn Dahmens Tor.

Augsburger Tor nach Bremer Einwurf

Von diesem Moment an zogen sich die Augsburger weit in die eigene Spielhälfte zurück, lauerten dort auf Konter und überließen Werder das Spiel. Beim 0:1 durch Fellhauer ging diese Strategie perfekt auf, weil die Bremer den Ball nach einem eigenen Einwurf am gegnerischen Strafraum verloren und der Schweizer Nationalspieler Fabian Rieder den Torschützen mit einem schönen Steilpass auf eine weite Reise durch die komplette Bremer Spielhälfte schickte.

Mit zunehmender Spieldauer wurde diese Spielweise aber selbst dem Augsburger Trainer Manuel Baum zu passiv. Mehrfach trieb er sein Team von der Seitenlinie aus zu mehr Vorwärtsdrang an. Der blieb aber aus - und war zumindest bis zur Pause auch gar nicht nötig. Denn Werder hatte zeitweise zwar 65 Prozent Ballbesitz - aber auch null Kreativität rund um den gegnerischen Strafraum.

Bei der besten Bremer Chance in der 24. Minute blockte Augsburgs Han-Noah Massengo einen Schuss von Eren Dinkci im Strafraum ab. Ansonsten versuchte es Werder auch immer wieder mit hohen Bällen auf den diesmal lange glücklosen Füllkrug. Aber auch das war angesichts der Körpergröße der Augsburger Verteidiger Chrislain Matsima (1,93 Meter), Calvin Brackelmann (1,96) und Noah Banks (1,93) keine erfolgversprechende Idee.

Viele Werder-Chancen in Halbzeit zwei

Erst in der zweiten Halbzeit wurde aus der Bremer Überlegenheit auch Bremer Gefahr. In der 46. Minute scheiterte Chuki aus kurzer Distanz an Torwart Dahmen. Vier Minuten später versuchte es Füllkrug im Strafraum mit einem Volleyschuss nach präziser Flanke von Olivier Deman (50.).

Baum hatte nun genug von der Augsburger Antriebslosigkeit. Nur sieben Minuten nach der Halbzeitpause wechselte er drei neue Spieler ein. Zwei von ihnen - der Franzose Alexis Claude-Maurice und der Portugiese Rodrigo Ribeiro - sollten die Offensive wiederbeleben.

Auch dieser Plan ging zunächst auf. Denn nur fünf Minuten später traf Brackelmann nach einem Eckball von Claude-Maurice zum 2:0. Und der junge Ribeiro (21) hatte die große Chance, dieses Spiel zu entscheiden (64.).

Zwei späte Werder-Tore in den Winkel

Praktisch im Gegenzug machte Grüll die Partie stattdessen aber wieder spannend. Sein sehenswertes Tor zum 1:2 leitete Werders stärkste Phase ein. Innerhalb von einer Minute hatte zunächst Füllkrug den Ausgleich auf dem Fuß (67.). Danach parierte Dahmen herausragend eine Doppelchance von Weiser und Chuki (68.).

Der 28-jährige Torwart war zeitweise so etwas wie der Bremer Endgegner. Auch bei einem Schuss von Ludovit Reis aus spitzem Winkel war Dahmen zur Stelle (78.). Nur in der Schlussphase war er machtlos. Füllkrugs wuchtiger Schuss und Weisers sehenswerter Schlenzer flogen jeweils über ihn hinweg in den oberen rechten Winkel des Tores.

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