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Länderranking
Bayern in Bildungsstudie auf zweitem Platz
Mathe-Unterricht in Bayern
Bayerns Bildungssystem schneidet aus bildungsökonomischer Sicht gut ab. (Symbolbild) // Frank Leonhardt/dpa
Bildungsvergleich
Ganz vorne im Bildungsvergleich der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft liegt jedoch Sachsen. (Symbolbild) // Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
von dpa
München/Berlin – Man kann ein Bildungssystem auf verschiedene Weise betrachten: Etwa nach Abschlussquoten, Lehrkräftemangel oder Inklusion. Nun haben Forscher aus ökonomischer Perspektive eine Rangliste erstellt.
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Aus bildungsökonomischer Perspektive liegt Bayerns Bildungssystem im deutschlandweiten Vergleich erneut auf dem zweiten Platz. Im diesjährigen «Bildungsmonitor» der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft setzte sich wie im vergangenen Jahr nur Spitzenreiter Sachsen vor den Freistaat. Trotz vieler Lobesworte für Bayern hält die Studie auch Kritik parat.

Bewertung aus bildungsökonomischer Sicht

Die vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) durchgeführte Vergleichsstudie untersucht anhand 98 sogenannter Indikatoren die Bildungssysteme der Bundesländer. So werden etwa die Bildungsausgaben pro Schüler ins Verhältnis zu den Gesamtausgaben öffentlicher Haushalte pro Einwohner gesetzt. Verglichen werden zudem die Investitionen in Schulen und Hochschulen, der Betreuungsschlüssel in Bildungseinrichtungen, Klassengrößen, die Schulabbrecherquote oder eben die Beteiligung an Ganztagsangeboten. 

Im Fokus stehe, welchen Beitrag das Bildungssystem leiste, um den Wohlstand zu sichern und Wachstum zu fördern, Aufstiegsmöglichkeiten für den Einzelnen zu schaffen und Teilhabe zu gewährleisten, heißt es.

Bayern punktet bei der beruflichen Bildung

Bundesweit am besten steht Bayern der Studie zufolge bei der beruflichen Bildung da. Der Übergang von der Schule in den Beruf gelinge in Bayern sehr gut, auch sei das Angebot an Ausbildungsstellen generell sehr hoch, heißt es. Entsprechend gering war zuletzt der Anteil der unversorgten Bewerberinnen und Bewerber. Ebenfalls erfreulich: Im Jahr 2024 war der Anteil der Schulabsolventinnen und -absolventen ohne Abschluss mit knapp sechs Prozent der niedrigste in ganz Deutschland. 

Zudem liegt Bayern - gemessen an den Kompetenzen der Neuntklässler in Mathematik und Naturwissenschaften im Jahr 2024 - laut Studie bundesweit auf dem zweiten Platz. Bei den Gymnasien war es sogar der erste Rang. Auch mit ihren Sprachkenntnissen in Englisch überzeugten Bayerns Jugendliche.

Bayern investiert kräftig in die Schulen

Gelobt wird auch der überdurchschnittlich hohe Anteil der Ausländerinnen und Ausländer an den Studierenden. Digitalisierung und Forschungsorientierung schneiden ebenfalls gut ab. Positiv hervor heben die Fachleute zudem die Höhe der Ausgaben für Bildung. «Mit 14.360 Euro pro Schülerin und Schüler an weiterführenden Schulen weist Bayern den höchsten Wert auf (Bundesdurchschnitt: 11.638 Euro). Auch gemessen an den Gesamtausgaben der öffentlichen Hand pro Einwohnerin und Einwohner ist dies der Spitzenwert», betonen die Fachleute.

Bemängelt wurde jedoch, dass der Anteil der ganztags betreuten Kindergartenkinder in Bayern im vergangenen Jahr deutlich unter dem Bundesdurchschnitt gelegen habe (Bayern: 33 Prozent, Bund: 48 Prozent). Darüber hinaus habe der Freistaat im Jahr 2024 eine weit unterdurchschnittliche Quote bei Ganztagsplätzen in der Grundschule gehabt (Bayern: 16 Prozent,bay Bund: 51 Prozent). Allerdings gibt es in Bayern zusätzlich noch Hortplätze - und mit dem Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz für Erstklässler ab diesem Schuljahr dürften die Zahlen inzwischen überholt sein.

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