Ein Biber hat einen Schwimmer im Waldsee in der oberbayerischen Gemeinde Schechen gebissen. Der Verletzte wurde im Klinikum Rosenheim behandelt. Nach Angaben des Landratsamts ist es der erste bekannte Biberangriff auf einen Schwimmer im Landkreis Rosenheim.
Ein Biberberater habe bei einer Inspektion des Sees vermutet, dass das Tier seine Burg oder seinen Nachwuchs verteidigen wollte. Er empfahl demnach, Hinweisschilder aufzustellen. Darauf werden Badegäste inzwischen gebeten, ausreichend Abstand zur Biberburg und zu den Tieren zu halten. Zudem wird gewarnt: «Biber können sich bei Bedrohung verteidigen und zubeißen.»
Gemeinde will Entnahme des Bibers
Der Gemeinde Schechen reichen diese Maßnahmen allerdings nicht aus. Sie beantragte beim Landratsamt Rosenheim die Entnahme des Bibers. Die untere Naturschutzbehörde prüft den Antrag derzeit. Weil der Waldsee in einem besonders geschützten Gebiet liegt, wird auch die höhere Naturschutzbehörde bei der Regierung von Oberbayern beteiligt.
Der Natursee liegt im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet «Innauen und Leitenwälder», das zum europäischen Schutzgebietsnetz «Natura 2000» gehört. Das Gebiet gilt als wichtiger Wanderkorridor für Tier- und Pflanzenarten zwischen Alpen und Donau. Der Waldsee wird nach Angaben des Landratsamts besonders auch von Früh- und Spätschwimmern genutzt.





