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Landtagswahl
Charlotte Knobloch: «Das macht mir Angst»
Ministerpräsident Söder unterzeichnet Änderungsvertrag
«Das macht mir Angst», sagt Charlotte Knobloch (Archiv). // Peter Kneffel/dpa
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt - Magdeburg
Rund 1,7 Millionen Menschen sind in Sachsen-Anhalt wahlberechtigt. // Michael Kappeler/dpa
von dpa
München – Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt schickt Charlotte Knoblauch einen Appell an Demokraten. Denn was nun passiert ist, hätte sie sich in ihren «schlimmsten Albträumen nicht vorstellen können».
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Die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, zeigt sich vom Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt entsetzt. «An Tagen wie diesem fällt es mir schwer, meine Heimat noch wiederzuerkennen. Dass Rechtsextreme in Deutschland in dieser Art wieder Wahlen gewinnen, das hätte ich mir in meinen schlimmsten Albträumen nicht vorstellen können», sagte die 93 Jahre alte Holocaust-Überlebende. 

«Ich sage ganz offen: Das macht mir Angst»

«Das Wahlergebnis aus Sachsen-Anhalt ist ein Zeichen, dass die Statik der Demokratie in unserem Land nicht mehr funktioniert - und ich sage ganz offen: Das macht mir Angst.»

Die frühere Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland appellierte an demokratische Kräfte im Land, für Freiheit und Rechtsstaatlichkeit zu kämpfen. 

«Wir dürfen - und ich will - dieses Land nicht verloren geben», betonte sie. «Dafür müssen die vielen echten Patrioten, die für Freiheit in Respekt und Toleranz brennen statt für völkischen Wahn, nach diesem Wahlsonntag aktiver werden. Besonders die Parteien der demokratischen Mitte, die in Sachsen-Anhalt kaum durchdringen konnten, dürfen dem Verfall nicht länger zusehen. Sie müssen Treiber sein - nicht länger Getriebene.»

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