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Kriminalität
Cyberangriff auf Kühlungen - weiterer Fall
Polizei
Die Polizei ermittelt nach einer mutmaßlichen Cyberattacke auf die Kühlung eines Gastro-Betriebs. (Symbolbild) // Peter Kneffel/dpa
von dpa
Nürnberg – Hitze statt Kälte in Kühlhäusern und viele verdorbene Lebensmittel - diese Fälle von Cyberkriminalität sorgten zuletzt für Aufsehen. Jetzt gibt es einen weiteren betroffenen Betrieb.
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In Bayern ist ein weiterer Betrieb von möglichen Manipulationen an Kühlhäusern betroffen. Ein Gastro-Unternehmen aus dem Landkreis Roth wurde mutmaßlich Opfer eines Cyberangriffs auf die Kühlung. Zuerst hatten die «Nürnberger Nachrichten» berichtet. 

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken bestätigte den Fall. Es laufe ein Ermittlungsverfahren bei der Schwabacher Kripo. Der Betreiber des Betriebs schätzt den entstandenen Schaden auf etwa 5.000 Euro, wie er auf Anfrage sagte. 

Die Zieltemperatur der Kühlung war demnach über eine Software auf 150 Grad eingestellt worden. Dieses Muster wies auch der Fall einer Metzgerei in der Oberpfalz auf, dort hatten Cyberkriminelle mehrere Kühlhäuser manipuliert. Die Täter hatten demnach die Temperatureinstellung in der Nacht zum Montag so verändert, dass sich die Kühlhäuser auf bis zu 150 Grad erhitzten, wie das Polizeipräsidium in Regensburg mitgeteilt hatte.

Der Metzgerei im Landkreis Neustadt an der Waldnaab entstand nach aktuellem Ermittlungsstand ein Schaden im fünfstelligen Bereich. Der Vorfall stehe möglicherweise im Zusammenhang mit weiteren Cyberangriffen in der Nacht zum 2. November auf Kühlsysteme von Supermärkten in Europa.

Auch ein Supermarkt im niederbayerischen Reisbach war jüngst Opfer davon geworden und hatte einen Großteil der Ware in den Kühlregalen und -truhen entsorgen müssen. Die Polizei rät betroffenen Unternehmen, die Cyberangriffe umgehend zu melden.

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