Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) blickt nach der Wahl des neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz mit großer Zuversicht auf die ökumenische Zusammenarbeit. «Heiner Wilmer habe ich als einen in jeder Hinsicht vielsprachigen und aufgeschlossenen, klugen und weltgewandten Gesprächspartner kennengelernt, dem daran liegt, Strukturreformen und geistliche Erneuerung miteinander zu verbinden», sagte Bischöfin Kirsten Fehrs.
Für die weiteren Schritte auf dem Weg der Synodalität, auf den sich die katholische Kirche in Deutschland gemacht habe, «können seine weltkirchlichen und seine vatikanischen Erfahrungen von Nutzen sein», sagte die EKD-Ratsvorsitzende in Hannover. Wilmer war nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz etwa in Bonn und Rom tätig.
Fehrs wünschte Wilmers Geschick, Geduld und Weisheit sowie «Glaubenszuversicht und Gottvertrauen und eine glückliche Hand bei allen Entscheidungen».
Wahl in Würzburg
Wilmer war am Vormittag in Würzburg zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt worden. Der Bischof von Hildesheim in Niedersachsen folgt auf Georg Bätzing, der nach sechsjähriger Amtszeit nicht zur Wiederwahl angetreten war.
Wilmer gilt als fortschrittlich, in seinem Bistum gibt es alternative Leitungsmodelle auch mit Frauen in Führungspositionen. Immer wieder hat er sich auch für eine Erneuerung der katholischen Sexualmoral eingesetzt. Die Möglichkeit zur Segnung homosexueller Paare begrüßte er ausdrücklich.









