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Tiere
Endstation Altstadt: Biber auf schwieriger Reviersuche
Biber
In Augsburg verirrte sich ein Biber in die Altstadt und verlor die Orientierung. (Symbolbild) // Felix Heyder/dpa
von dpa
Augsburg – Wenn der Platz im elterlichen Bau zu eng wird, begeben sich junge Biber auf eine oft abenteuerliche Reise. In Augsburg landete ein solches Tier nun nach tagelanger Irrfahrt in der Obhut der Polizei.
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Ein ungewöhnlicher Gast hat in den vergangenen Tagen die Augsburger Altstadt unsicher gemacht. Ein Biber war über mehrere Tage hinweg orientierungslos durch die Gassen gelaufen, bis die Feuerwehr das Tier schließlich einfing. Beamte der Polizei in Augsburg betreuten den Nager im Anschluss, bis er von einer Biberschutzbeauftragten mitgenommen wurde.

Hinter dem Ausflug in die Stadt steckt ein natürlicher Rhythmus, der jedes Jahr zur selben Zeit für Wanderbewegungen sorgt. Wie es seitens des Bund Naturschutzes (BN) heißt, müssen die Jungtiere vor der Geburt des neuen Nachwuchses im Mai ihre Familien verlassen und sich ein eigenes Revier suchen. Diese Suche nach einer neuen Bleibe gestalte sich jedoch zunehmend schwierig. Laut der bayerischen Biberberater gelten derzeit fast alle geeigneten Reviere im Freistaat als besetzt.

Das landesweite Netzwerk der Biberberater bittet die Bevölkerung daher darum, orientierungslose Tiere umgehend zu melden. Für die «gestrandeten» Nager gibt es meist ein Happy End fern der bayerischen Heimat. Nach Angaben der Experten bedeutet dies, dass diese Tiere in der Regel ein neues Leben in Frankreich beginnen dürfen. Dort gebe es, anders als im Freistaat, noch ausreichend Platz und unbesiedelte Gebiete für die Tiere.

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