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Fußball-Bundesliga
FC Bayern kritisiert: «Internationalisierung kein Solo-Lauf»
Asien-Tour des FC Bayern München
Die Bayern-Verantwortlichen ziehen ein positives Fazit. // Christian Kunz/dpa
FC Bayern auf Asien-Reise
Trainer Vincent Kompany (r) bereitete das Team auf die Saison vor - und nahm sich Zeit für Marketing-Aktionen. // Christian Kunz/dpa
FC Bayern auf Asien-Reise
Die Bayern-Stars, wie hier Luis Díaz, ließen sich auf der Reise feiern. // Christian Kunz/dpa
Asien-Tour des FC Bayern München
Die Bayern-Vorstände Rouven Kasper (l) und Max Eberl sind zufrieden. // Christian Kunz/dpa
von dpa
Hongkong – Zum Ende der Asienreise erneuert der FC Bayern seine Forderung an die Bundesliga: Es wird zu wenig getan, um international zu punkten. Der Marketing-Vorstand sieht eine «Pflicht» als geboten an.
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Der FC Bayern München hat gegen Ende seiner Tour nach Südkorea und Hongkong den Appell an die Fußball-Bundesliga zu mehr Auslandsreisen erneuert. «Internationalisierung ist kein Solo-Lauf eines einzelnen Vereins, sondern das müssen wir alle zusammen in der Bundesliga machen - und dann muss die Bundesliga auch deutlich mitziehen», forderte Präsident Herbert Hainer im luxuriösen Teamhotel in Hongkong. 

Hainer: Bayern zieht den Wagen allein

«Es kann nicht sein, dass der FC Bayern nur allein den Wagen zieht, sondern wir brauchen hier eine deutlich aktivere Unterstützung der gesamten Bundesliga, nicht nur von ein oder zwei Vereinen, sondern von der ganzen Bundesliga», führte Hainer aus. Nach der vergangenen Saison reiste Leipzig nach Südafrika, in diesem Sommer Dortmund nach Japan. Im September düst der SC Paderborn in die USA. 

Manche würden über die Internationalisierung denken, «dass es die Kür wäre», sagte Rouven Kasper, der seit dem 1. Januar 2026 Vorstand Marketing und Vertrieb beim deutschen Fußball-Rekordmeister ist. «Aus unserer Sicht ist es die Pflicht für jeden, rauszugehen.»

«Das ist definitiv zu wenig»

Wenn der FC Bayern auf weite Reisen gehe und «Relevanz» produziere, würden alle davon profitieren, sagte Kasper. «Solidarität ist zu 100 Prozent richtig. Aber es ist schon so, dass die Kolleginnen und Kollegen einfach mal realisieren müssen, dass nicht nur wir das ganze Internationalisierungsschiff mit ein, zwei anderen zusammenziehen», sagte Kasper, «sondern, dass sie auch direkt Fußballschuhe mal packen müssen und es Pflicht ist, ins Ausland zu reisen. Und das ist definitiv zu wenig.»

Wenn zur Jahresversammlung der Kommission Internationalisierung von 36 Clubs nur 19 kämen, «dann zeigt das schon, dass viele einfach gar kein Interesse daran haben», führte der 44-Jährige aus. «Wir müssen, glaube ich, auch in die Situation kommen, dass wir mehr als Speerspitze noch aktiver in die Bundesliga reindiskutieren und Themen anstoßen, nicht nur politisch, sondern gegebenenfalls einfach auch mit guten Ideen kommen. Wie wir gemeinsam mit den anderen Clubs ins Ausland kommen können.»

Umsatzrekord beim Merchandising

Die Münchner werteten die Reise nach Fernost als großen Erfolg. Die Begeisterung der Fans sei groß gewesen, dazu habe man «auch im Merchandising einen absoluten Umsatzrekord erzielt bei dieser Tour», sagte Kasper. Dass das erste Testspiel auf der Insel Jeju nicht ausverkauft war und das zweite Spiel in Hongkong Stunden vor dem Anpfiff ebenfalls nicht, änderte nichts an der zufriedenen Einschätzung. Auch andere Spiele seien nicht ausverkauft gewesen in diesem Sommer, sagte Kasper. Aber man werde schauen, was man da besser machen könne. 

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