Mit zwei Treffern hat sich Michael Gregoritsch als neuer Toptorjäger in die Augsburger Bundesliga-Historie geschossen. «Das ist für mich ein Tag für die Ewigkeit», sagte der Stürmer nach seinem Doppelpack beim 2:2 (0:1) gegen Bayer Leverkusen. Und er verriet auch, wie er die Bestmarke feiern wird: Mit einer Party für Spieler und Funktionäre des Überraschungsteams samt kulinarischen Köstlichkeiten aus seiner Heimat.
«Einer meiner engsten Freunde ist ja der österreichische Teamkoch und ihr wisst ja, wie sehr ich österreichisches Essen liebe», erzählte der 32-Jährige. «Deswegen glaube ich, wird es mal Zeit, gute Käsekrainer nach Augsburg zu bringen.» Die mit Käse durchzogenen Brühwürste - eine in der Alpenrepublik auch als «Eitrige» bekannte Spezialität - sollen schon in den nächsten Tagen geliefert werden. Gregoritsch hat alles bereits geplant. «Das ist jetzt ein Anruf und dann hoffe ich, dass es diese Woche funktioniert», sagte er.
Der «Tag für die Ewigkeit» beginnt mit einem «Gurkerl»
Die Wurst ist aber nur noch die Kirsche auf der Torte für Rekordmann Gregoritsch. Mit seinen Bundesligatoren Nummer 37 und 38 im Augsburger Dress überflügelte er den bisherigen FCA-Rekordhalter Alfred Finnbogason. «Extrem viel» bedeute ihm die Bestmarke, schwärmte der Angreifer. «Ich war schon beim Einstellen des Rekords sehr glücklich, dann beim Übertreffen noch einen Tick mehr. Das ist etwas für die Ewigkeit für mich.»
Zunächst spitzelte er nach einem feinen Steilpass den Ball durch die Beine von Bayer-Keeper Mark Flekken (50. Minute). «Ein Gurkerl war's», sagte Gregoritsch dazu grinsend. Dann traf er völlig freistehend per Kopf nach einem Eckball (55.).
Trainer lobt Gregoritsch für Rolle auf und neben dem Platz
Dass die Augsburger nach zwei Siegen zum Saisonstart erstmals Punkte abgaben und dadurch die Tabellenführung wieder verloren, das konnten sie verschmerzen. Bei Gregoritsch überstrahlte die persönliche Bestmarke. «Ich bin sehr, sehr emotional gewesen, auch bei den Toren, weil es mir einfach extrem viel bedeutet hat. Ich glaube, das ist was ganz Besonderes.» Am Sky-Mikrofon ergänzte er: «Es ist etwas, was ich mir nie erträumt habe. Ich hätte nie gedacht, dass ich bei einem Bundesligisten so weit vorn stehen darf.»
Für Trainer Manuel Baum ist Gregoritsch ein wichtiger Anker im Team. Durch dessen Erfahrung in vielen Jahren Profifußball und in der Nationalmannschaft - zuletzt etwa bei der WM in Nordamerika - «hilft er auch in der Kabine und nicht nur auf dem Platz», lobte der Coach. «Wir schreiben ihm zwei wichtige Rollen zu: Einmal auf dem Platz und einmal außerhalb.»










