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CSU
Landtagspräsident(in) gesucht - Wer auf Aigner folgen könnte
Ilse Aigner
Wer könnte Ilse Aigner als Landtagspräsidentin nachfolgen? (Archivbild) // Sven Hoppe/dpa
von dpa
München – Es ist ein bekanntes Phänomen in der Politik: Wird ein Posten frei, wird sofort über mögliche Nachfolger spekuliert. So ist es auch bei Ilse Aigner. Wer folgt ihr nach, wenn sie nach Berlin umzieht?
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Die Kür zur Kandidatin und die absehbare Wahl von Ilse Aigner zur nächsten Bundespräsidentin bedeutet für die CSU in Bayern Grund zu feiern. Sollte Aigner Ende Januar gewählt werden, wäre es das erste Mal seit Bestehen der Bundesrepublik, dass die CSU das Staatsoberhaupt stellt.

Noch ist es nicht so weit - doch die Folgefragen drängen sich jetzt schon auf: Wer könnte Aigner nächstes Jahr an der Spitze des Parlaments nachfolgen? Und wer im Vorsitz des mächtigen CSU-Bezirksverbands Oberbayern?

Wer könnte Landtagspräsidentin oder -präsident werden?

Wenn man sich in der CSU umhört, so hört man vor allem fünf Namen, vielleicht sogar - aber nicht immer - in dieser Reihenfolge: Sozialministerin Ulrike Scharf, Agrarministerin Michaela Kaniber, Innenminister Joachim Herrmann, Fraktionschef Klaus Holetschek und Landtagsvizepräsident Tobias Reiß.

Für Scharf oder Kaniber spricht, dass sie wie Aigner aus Oberbayern stammen und durchaus einflussreiche CSU-Frauen sind. Scharf liegt bei den Personalspekulationen noch etwas in Front, weil sie auch noch Chefin der Frauen-Union ist. Kaniber wird dagegen ein engerer Draht zu Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder nachgesagt als ihrer Kabinettskollegin.

Für eine der beiden spricht, dass Söder schon jetzt die nächste Landtagswahl 2028 im Blick haben muss. Denn so groß die Freude über Aigners Karrieresprung ist: Für die CSU ist es auch eine Herausforderung, dass die in der Bevölkerung beliebte Aigner künftig als Stimmen-Zugpferd auf der Oberbayern-Liste wegfällt. Söder und die CSU müssen deshalb klären, wer hier nun die Liste anführen soll. Je prominenter und beliebter, desto besser.

Söders Chance für eine weitere Kabinettsumbildung?

Charmant dürfte für Söder bei einer solchen Lösung, wenn ein Ministerium frei wird, auch sein, dass er Raum für eine weitere Kabinettsumbildung bekommt.

Das wäre allerdings auch der Fall, wenn Innenminister Herrmann Aigner als Landtagspräsident ablösen würde. Noch ist unklar, ob der heute 70-Jährige 2028 noch einmal antreten will. Wenn nicht, könnte er als Landtagspräsident zum Schluss noch einmal ganz neue Akzente setzen. Wenn doch, würde sich allerdings die Frage stellen, ob er dann nicht lieber Innenminister bliebe. Als denkbarer Nachfolger als Innenminister gilt CSU-intern für den Fall der Fälle im Übrigen unter anderem sein Namensvetter, Staatskanzleichef Florian Herrmann.

Und dann gibt es noch Personallösungen direkt aus der Fraktion: Fraktionschef Holetschek gilt auch als denkbarer Landtagspräsident - viele glauben aber, dass der ehemalige Gesundheitsminister lieber das bleibt, was er jetzt ist.

Und Tobias Reiß? Der Oberpfälzer steht wegen seines Amtes als Aigners Stellvertreter und Landtagsvizepräsident auch auf der Liste der potenziellen Nachfolger - ihm werden aber im Vergleich mit den anderen Genannten, zumal amtierenden Ministerinnen, eher etwas geringere Chancen zugeschrieben.

Bei Markus Söder gibt es aber immer auch noch eine weitere Variante: die Überraschungsvariante. Jemanden, den oder die niemand auf dem Zettel hat.

Wer könnte den CSU-Bezirksverband Oberbayern führen?

Und was ist mit dem Bezirksverband Oberbayern? Auch da braucht es einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin, wenn Aigner den Bezirksvorsitz abgeben muss. Und in der Logik der CSU sollten Bezirksvorsitzende in der Regel Kabinettsmitglieder oder prominente Abgeordnete sein. Wer käme da infrage?

Kaniber, Scharf, Florian Herrmann, alle drei kommen aus dem größten CSU-Bezirk. Aber auch ein noch prominenterer: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt. Wer in Aigners oberbayerische Fußstapfen tritt, ist aber völlig offen.

Und grundsätzlich gilt: Erst einmal muss Aigner gekürt und gewählt werden. Wer die CSU kennt, weiß aber, dass einflussreiche Posten heiß begehrt sind.

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