0
Fußball-Regionalliga
Last-Minute-Schock für 1860 München: «Es tut unfassbar weh»
Florian Niederlechner
Ein Tor von Florian Niederlechner war für die «Löwen» zu wenig. (Archivbild) // Florian Diettrich/dpa
Alper Kayabunar
Alper Kayabunar erlebte einen Ausgleich in letzter Minute. (Archivbild) // Sven Hoppe/dpa
von dpa
Vilzing – Die Münchner «Löwen» jubeln über ein Traumtor in der oberpfälzischen Provinz. Am Ende verspielen sie zweimal eine Führung.
Artikel anhören

Mit etwas weniger Wahnsinn hätte sich der TSV 1860 München in der Fußball-Regionalliga gerne begnügt. Wenn denn die «Löwen» drei Punkte geholt hätten. Stattdessen verspielte die Mannschaft von Trainer Alper Kayabunar trotz eines eigenen Traumtors und zweimaliger Führung beim 2:2 (1:0) in der letzten Minute den schon greifbaren Sieg bei der DJK Vilzing.

Ausgerechnet Markus Ziereis, der insgesamt neun Jahre für die Münchner gespielt hatte, köpfte in der Nachspielzeit (90.+3 Minute) den Ausgleich für den Verein aus dem 500-Seelen-Dorf in der Oberpfalz.

«Der absolute Wahnsinn»

«Dass wir den Ausgleich mit dem Schlusspfiff schaffen, ist für den ganzen Verein eine tolle Sache. Dass ausgerechnet ich auch noch das Tor schieße, ist der absolute Wahnsinn», sagte Ziereis nach dem packenden Remis am Freitagabend im Bayerischen Rundfunk (BR). «Es war eine Willensleistung und nur das zählt.»

Drei Tage nach dem Aus im Landespokal sah es für den TSV 1860 München lange Zeit gut aus. Der frühere Bundesligaprofi Florian Niederlechner brachte die «Löwen» in der neunten Minute in Führung. Nik Leipold (55.) konnte nach dem Seitenwechsel das erste Mal für Vilzing ausgleichen.

Dann fasste sich mal wieder Kunstschütze Tunay Deniz ein Herz. Der Spielmacher traf mit einem Wahnsinnsschuss aus mehr als 60 Metern über den zu weit vor seinem Tor stehenden Schlussmann Fabian Eutinger (63.). Zwar bleiben die Gäste auch in ihrem sechsten Regionalligaspiel in dieser Saison ungeschlagen, aber zum wiederholten Mal reichte eine Führung nicht zum Sieg.

Kopfschütteln bei den «Löwen»

«Es tut unfassbar weh, wenn du mit der allerletzten Aktion das Gegentor kassierst», räumte Kayabunar ein. «Wir haben so viele Möglichkeiten das Spiel zu entscheiden, trotzdem zitterst du bis zum Schluss.»

Nach dem 1:3 am Dienstag im Achtelfinale des Landespokals gegen Regionalliga-Spitzenteam TSV Buchbach verpassten es also die «Löwen», die Woche mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen. Mit noch einem Spiel weniger als Spitzenreiter Buchbach liegen sie sieben Zähler hinter Position eins. Weiter geht's für den TSV dann am Freitag zuhause gegen Schwaben Augsburg.

Inhalt teilen
  • kopiert!