Der TSV Havelse würde nach dem Zwangsabstieg des TSV 1860 München im Falle einer Lizenzerteilung den freien Platz in der 3. Fußball-Liga einnehmen. Nach der bevorstehenden Lizenzverweigerung für die Münchner steht Havelse als Bestplatziertem der vier Drittliga-Absteiger der Platz der Löwen zu. Dafür wurden die Lizenzunterlagen eingereicht, wie der TSV in einem Statement in den sozialen Medien mitteilte. Sollte der Bescheid positiv ausfallen, würde der sportlich eigentlich abgestiegene TSV auch in der kommenden Saison im Profifußball bleiben.
«Der TSV Havelse hat für die 3. Liga, die Regionalliga Nord sowie die U19-Nachwuchsliga alle erforderlichen Unterlagen fristgerecht und vollständig beim DFB bzw. NFV eingereicht und an den jeweiligen Lizenzierungs- und Zulassungsverfahren teilgenommen», hieß es in der vom scheidenden Geschäftsführer und Vorstand Florian Riedel unterzeichneten Erklärung. Jetzt müssen der Deutsche Fußball-Bund und der Niedersächsische Fußballverband die Unterlagen prüfen.
Zuletzt gab es Gerüchte, dass Havelse nicht in der 3. Liga bleiben wolle. So hatte der ebenfalls sportlich aus der 3. Liga abgestiegene FC Erzgebirge Aue noch Hoffnungen, die sich nun aber wohl zerschlagen haben.
1860 München fehlen Millionen für Lizenz
Der TSV 1860 München hatte am Mittwoch nach einem Finanzzoff mit seinem umstrittenen Investor Hasan Ismaik nach eigener Darstellung keine Lizenz für die 3. Liga bekommen. Der Traditionsverein stürzt demnach zum zweiten Mal nach 2017 in die Regionalliga ab. Die Münchner konnten mit Ablauf der Frist um 17.00 Uhr nicht den nötigen Liquiditätsnachweis beim DFB erbringen. Dem Vernehmen nach sollen 2,7 Millionen Euro für die Lizenz fehlen. Der DFB muss den Fall noch abschließend prüfen.
Heimspiele von Havelse erneut in Hannover
Bei einer Lizenzerteilung steht für Havelse erneut die Stadionfrage im Mittelpunkt. Denn das Wilhelm-Langrehr-Stadion in Garbsen ist nach wie vor nicht drittligatauglich. Deshalb will der TSV seine Heimspiele erneut im Eilenriedestadion in Hannover austragen. «Für die vertrauensvolle und unterstützende Zusammenarbeit bedanken wir uns ausdrücklich bei den Verantwortlichen unseres Nachbarn Hannover 96», erklärte der Verein.








