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Gewalttat an Gymnasium
Nach Messerattacke in Schongau: Mädchen aus Klinik entlassen
Festnahme und Verletzte an Gymnasium in Schongau
Bei dem Angriff an einem Gymnasium waren zwei 13 Jahre alte Mädchen schwer verletzt worden. (Archivbild) // Karl-Josef Hildenbrand/dpa
von dpa
Schongau – Nach dem Messerangriff an einer Schule in Schongau gibt es zumindest eine gute Nachricht: Ein Opfer konnte das Krankenhaus verlassen. Die Ermittlungen richten sich weiter gegen einen 16-Jährigen.
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Nach der Messerattacke an einem Gymnasium in Schongau vor knapp zwei Wochen ist eines der schwer verletzten 13-jährigen Mädchen aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das bestätigte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf Anfrage. Der «Münchner Merkur» hatte zuerst darüber berichtet.

Gegen den 16 Jahre alten mutmaßlichen Täter wird unter anderem wegen versuchten Mordes ermittelt, er sitzt in Untersuchungshaft. Die Ermittler sehen Hinweise auf ein extremistisches Motiv. Die Ermittlungen übernahm deshalb in der vergangenen Woche die bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET). 

Bei der Tat am 8. Juli waren zwei 13-jährige Mädchen mit einem Messer schwer verletzt worden. Mitschüler leisteten Erste Hilfe - und retteten so wahrscheinlich einem der Mädchen das Leben. Der mutmaßliche Täter wurde von Lehrkräften und Polizeibeamten überwältigt.

Mitschüler bedroht und Amokläufe verherrlicht

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten mitgeteilt, dass gegen den 16-jährigen Kroaten bereits wegen zweier Vorfälle aus dem Jahr 2025 ermittelt wurde, weil er unter anderem Mitschüler bedroht und in sozialen Netzwerken Amokläufe verherrlicht haben soll.

Nach der Tat wurden das Messer, eine Pistole und Munition sichergestellt. Die Schusswaffe wurde nach dpa-Informationen bei einem Rucksack gefunden, den der 16-Jährige nach seiner Tat auf dem Schulhof im Umfeld des Tatorts deponiert habe. Er soll einen Schuss mit der Pistole abgegeben haben, die dann versagte. Den Informationen zufolge gab der 16-Jährige an, sich die Waffe im Darknet besorgt zu haben. 

Ermittler prüfen zudem ein Schreiben, das von dem mutmaßlichen Täter stammen könnte. Das Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, ist von Beschimpfungen mehrerer Religionsgemeinschaften und Bevölkerungsgruppen durchsetzt, beleidigt werden aber auch Menschen aus dem Umfeld des Verfassers, darunter Mitschüler und Lehrkräfte.

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