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Fußball-Bundesliga
Nach Remis in Unterzahl: Bayern sauer auf Referee
Bayer 04 Leverkusen - FC Bayern München
Die Spieler von Bayern München bejubelten das Remis in Leverkusen wie einen Sieg. // Federico Gambarini/dpa
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Nicht nur Luis Diaz haderte mit seiner Gelb-Roten Karte. // Federico Gambarini/dpa
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Musste nach einer Roten Karte vorzeitig vom Platz: Nicolas Jackson. // Federico Gambarini/dpa
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Gab ein starkes Comeback: Bayern-Torwart Sven Ulreich. // Federico Gambarini/dpa
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Hatte viel zu tun: Schiedsrichter Christian Dingert. // Federico Gambarini/dpa
von dpa
Leverkusen – Die Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen und Bayern München liefern sich ein rasantes Duell, in dem Schiedsrichter Christian Dingert und der Video-Assistent eine zentrale Rolle spielen.
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Zwei aberkannte Tore, zwei Platzverweise und am Ende einen Punkt erkämpft: Nach dem 1:1 (0:1) bei Bayer Leverkusen schwankte die Gefühlslage von Spielern und Verantwortlichen des FC Bayern zwischen Stolz und Wut. Vor allem die Gelb-Rote Karte für Ausgleichsschütze Luis Diaz sorgte für Unverständnis beim Rekordmeister aus München.

«Das kann ich nicht verstehen. Ich habe immer Respekt für die Unparteiischen, aber das war eine Fehlentscheidung, die für viel Frust gesorgt hat», kritisierte Bayern-Trainer Vincent Kompany die umstrittene Szene in der 84. Minute und fügte hinzu: «Warum er die Rote bekommt, weiß keiner im Stadion.»

Referee zu Gelb-Rot: «Sehr hart»  

Diaz war im Strafraum von Leverkusens Torwart Janis Blaswich leicht am Bein getroffen worden. Der Kolumbianer ging zu Boden, stand aber sofort wieder auf und forderte auch keinen Elfmeter. Schiedsrichter Christian Dingert zückte dennoch die zweite Gelbe Karte für den Stürmer. «Das ist im Leben keine Schwalbe», schimpfte Joshua Kimmich. 

Selbst Dingert räumte nach dem Abpfiff ein, dass «Gelb-Rot sehr hart» gewesen sei. «Wenn ich jetzt die Bilder sehe, würde ich das so nicht mehr geben», sagte der vielbeschäftigte Schiedsrichter, der den Münchnern in dem rasanten Topspiel gleich zwei Treffer von Jonathan Tah und Harry Kane wegen eines jeweils vorangegangenen Handspiels aberkannte. 

«Es hat sich so angefühlt, dass alles, was fifty-fifty war, gegen uns entschieden wurde», sagte Sportvorstand Max Eberl. Vor allem beim aberkannten Kane-Treffer fühlten sich die Bayern benachteiligt. «Für mich ist es kein Handspiel. Er dreht sich weg. Ich finde nicht, dass der Arm extrem weit weg vom Körper ist», sagte Tah. 

Kompany lobt Charakter und Mentalität

Trotz doppelter Unterzahl - Nicolas Jackson hatte bereits in der 42. Minute wegen eines groben Foulspiels glatt Rot gesehen - und der nicht gegebenen Tore erkämpfte sich der Tabellenführer am Ende einen verdienten Punkt. «Wir haben 1:1 gewonnen», befand Eberl. Und Kompany resümierte: «Ich bin unglaublich stolz auf den Charakter und die mentale Leistung der Mannschaft.» 

Vier Tage nach der 6:1-Gala im Königsklassen-Achtelfinale bei Atalanta Bergamo überzeugte der Bundesliga-Primus vor allem kämpferisch. Auf dem Weg zum 35. Meistertitel verfügen die Bayern nach dem Remis bei neun Punkten Vorsprung vor Verfolger Borussia Dortmund weiter über ein komfortables Polster. 

Dass es für die Münchner nicht die zweite Saison-Niederlage gab, lag auch am Chancen-Wucher der Leverkusener und vor allem am starken Bayern-Torwart Sven Ulreich, der aufgrund der Verletzungen von Stammtorhüter Manuel Neuer und dessen Vertreter Jonas Urbig zu seinem Comeback nach eineinhalb Jahren kam. Der 37-Jährige verhinderte nach dem frühen Rückstand durch Aleix Garcia (6.) mit mehreren Glanzparaden weitere Gegentreffer. 

«Es war für mich ein besonderes Spiel. Dass wir am Ende einen Punkt mitnehmen, ist eine schöne Geschichte», sagte Ullreich. «Er hat seine Sache sehr gut gemacht», lobte Eberl.

Jackson schwächt die Bayern

Ganz anders Jackson, der kurz vor der Pause nach einem rüden Foul an Martin Terrier die Rote Karte sah. Auch in dieser Szene hatte sich der VAR aus dem Kölner Keller gemeldet. «Darüber muss man nicht diskutieren. Er kommt zu spät und trifft den Knöchel», sagte Eberl. 

In Überzahl vergab Bayer etliche Chancen. So brachten Malik Tillmann und Patrik Schick den Ball allein vor Ulreich nicht im Tor unter. Als Jonas Hofmann in der Nachspielzeit dann doch noch traf, meldete sich erneut der VAR: Abseits. Nicht nur Aleix Garcia haderte daher mit dem Ausgang der Partie: «Wir hätten drei Punkte verdient gehabt.»

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