Erneut hat die Polizei im Zusammenhang mit dem Augsburger City Club Durchsuchungen durchgeführt und dabei nach eigenen Angaben zahlreiche Drogen gefunden. Beamtinnen und Beamte durchsuchten laut Polizei und Staatsanwaltschaft 19 Objekte – darunter 17 Wohnungen in der Stadt und im Landkreis Augsburg sowie je ein Objekt in den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Landshut. Grundlage waren demnach Ermittlungen gegen 19 Menschen, die bei der Durchsuchung des City Clubs Ende Januar/Anfang Februar im Club angetroffen worden waren.
In zwölf der durchsuchten Objekte wurden den Angaben zufolge Betäubungsmittel gefunden, darunter mehr als 550 Gramm Marihuana sowie unter anderem Amphetamin, Kokain, MDMA, Haschisch, LSD, Ecstasy und Methamphetamin in laut Mitteilung «nicht unerheblicher Menge». Die genaue Menge und der Wirkstoffgehalt werden derzeit noch kriminaltechnisch untersucht, wie es hieß.
Ein 39-Jähriger wurde vorläufig festgenommen; ihm werden demnach die Herstellung von und bewaffneter Handel mit Betäubungsmitteln vorgeworfen, eine Vorführung vor dem Haftrichter werde geprüft. Ein 20-Jähriger wurde aufgrund eines bestehenden Haftbefehls aus einem anderen Verfahren ins Gefängnis gebracht. An dem Einsatz waren rund 200 Kräfte beteiligt. Die Ermittler prüfen den Tatbestand des Handels mit Betäubungsmitteln sowie des Besitzes von Betäubungsmitteln, weitere Auskünfte machten sie wegen der laufenden Ermittlungen nicht.
Umstrittene Razzia im City Club Anfang des Jahres
Die Club-Razzia Ende Januar hatte über die bayerischen Landesgrenzen hinaus für Aufmerksamkeit gesorgt. Rund 200 Einsatzkräfte hatten den City Club und weitere Objekte durchsucht. Laut Polizei wurden rund 200 Menschen kontrolliert, die meisten zur Identitätsfeststellung. Insgesamt fand die Polizei Drogen im unteren dreistelligen Grammbereich, unter anderem Kokain und Amphetamin.
Der Grünen-Stadtverband Augsburg stellte die Verhältnismäßigkeit infrage, der Club selbst sprach von «unverhältnismäßiger Schikane und Repression» und beklagte Leibesvisitationen sowie einen vermeidbaren Schaden durch gewaltsam geöffnete Türen. 17 Menschen wurden damals vorläufig festgenommen, 16 kamen wieder frei.








