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Prozess
Polizistin soll 14-Jährige vergewaltigt haben
Vergewaltigungsprozess gegen Polizistin
Die Angeklagte sitzt im Münchner Männergefängnis in U-Haft. // Britta Schultejans/dpa
Landgericht Traunstein
Die Angeklagte ist inzwischen vom Dienst suspendiert. // Uwe Lein/dpa
Vergewaltigungsprozess gegen Polizistin
Die Angeklagte im Gespräch mit ihrem Anwalt. // Britta Schultejans/dpa
Vergewaltigungsprozess gegen Polizistin
Das Gericht hat vier Verhandlungstage angesetzt. // Britta Schultejans/dpa
von dpa
Traunstein – Es sind schwerwiegende Vorwürfe gegen eine Polizistin: Die Beamtin soll eine 14-Jährige vergewaltigt haben. Nun hat der Prozess begonnen.
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Vor dem Landgericht Traunstein hat ein Prozess gegen eine inzwischen vom Dienst suspendierte Polizistin begonnen, die eine 14-Jährige vergewaltigt und hunderte kinderpornografische Dateien besessen haben soll.

Zu Verhandlungsbeginn einigten sich Staatsanwaltschaft und Verteidigung auf einen sogenannten Deal. Dadurch kann die Angeklagte bei einer Verurteilung mit einer Haftstrafe von drei bis dreieinhalb Jahren rechnen. Voraussetzung dafür ist ein umfassendes Geständnis.

Für die Vernehmung der Angeklagten schloss das Gericht die Öffentlichkeit allerdings aus. «Die Lebenssituation der Angeklagten enthält Details über intime Beziehungen und damit schutzwürdige Interessen», begründete der Vorsitzende Richter die Entscheidung.

Jüngste Opfer erst drei Jahre alt

Auf den Dateien, die bei der 55-Jährigen gefunden wurden, sind laut Ermittlern brutale Gewaltszenen an Kindern zu sehen. Die jüngsten Opfer sollen etwa drei Jahre alt gewesen sein. Neben Vorwürfen der Vergewaltigung, des Missbrauchs von Jugendlichen, der Körperverletzung, der Verbreitung pornografischer Inhalte und des Besitzes kinderpornografischer Inhalte wirft die Staatsanwaltschaft der Angeklagten auch die Herstellung tierpornografischer Inhalte vor.

Die Transfrau, die derzeit in der Männerabteilung der JVA München untergebracht ist, soll Videos erstellt haben, auf denen sie selbst mit mehreren Sexualpartnern und einem Hund zu sehen ist.

Vorwurf: Vergewaltigung in Fast-Food-Restaurant

Der schwerste Vorwurf aber ist der, die Tochter einer Freundin im August 2025 bei einem gemeinsamen Ausflug auf der Toilette eines Fast-Food-Restaurants vergewaltigt zu haben. Vorher soll die Frau dem rund 40 Jahre jüngeren Mädchen auch eine pornografische Whatsapp-Nachricht geschrieben haben - von der Polizeidienststelle aus.

«Die Geschädigte war nicht in der Lage hierauf zu reagieren, sondern starrte die Angeschuldigte im Schock an», heißt es in der Anklage über die Tat. «Die Angeschuldigte verließ die Kabine und die Geschädigte sperrte sich am ganzen Körper zitternd und mit Herzklopfen in der Toilette ein.»

Das Landgericht Traunstein hatte ursprünglich vier Verhandlungstage für den Prozess angesetzt, das Urteil könnte damit am 8. Oktober gesprochen werden. Allerdings kann es durch den Deal auch schneller gehen - vor allem, wenn dem Opfer damit eine Aussage vor Gericht erspart bleibt.

Grundlage dafür, dass der Deal zustande kommt und das Gericht bei einer Verurteilung den zugesagten Strafrahmen einhält, ist neben einem Geständnis der Ex-Polizistin auch ein Täter-Opfer-Ausgleich. Im Zuge dessen soll das jugendliche Opfer ein Motorrad bekommen und 5.000 Euro. Außerdem muss die Angeklagte eine Geldstrafe aus einem früheren - offenbar einschlägigen - Urteil des Amtsgerichts Rosenheim vollständig bezahlen. Dass die 55-Jährige so schnell nach diesem Urteil aus dem Juli 2025 wieder «rückfällig» geworden sei, wertete die Staatsanwaltschaft zu ihren Lasten.

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