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Was wird aus Torjäger Zoma?
Schwitzen in Südtirol: Klose sieht Nürnberg weiter als 2025
Miroslav Klose
Miroslav Klose hat seine komplette Viererkette verloren. (Archivbild) // Daniel Karmann/dpa
Mohamed Ali Zoma
Mohamed Ali Zoma (M) traf in der vergangenen Zweitligasaison 14 Mal für Nürnberg. (Archivbild) // Daniel Karmann/dpa
Alexios Kalogeropoulos
Alexios Kalogeropoulos (l) soll die Nürnberger Abwehr festigen. (Archivbild) // Jan Woitas/dpa
von dpa
Gais – Einen Komplettumbau muss Miroslav Klose in diesem Sommer nicht vornehmen. Dennoch treffen Abgänge seinen 1. FC Nürnberg empfindlich. Von der ersten Liga wird trotzdem gesprochen.
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Der berühmte Trainer des 1. FC Nürnberg lässt sich auch in Gais nahe Bruneck nicht aus der Ruhe bringen. Vor der malerischen Bergkulisse in Südtirol wirkt Miroslav Klose tiefenentspannt, obwohl es durchaus ein paar Gründe gäbe, die ihn unruhig schlafen lassen könnten. Etwa, dass ihm in der Sommerpause die komplette Viererkette abhandenkam.

Neben den Außenverteidigern Henri Koudossou und Berkay Yilmaz, die beide nur ausgeliehen waren, müssen die Franken auch den Verlust von Kapitän Fabio Gruber (1. FSV Mainz) und Luka Lotschoschwili (1. FC Köln) auffangen, was wie erwartet nicht ganz so einfach werden dürfte. Zählten doch vor allem die beiden Innenverteidiger zu den besten der 2. Fußball-Bundesliga.

Ein früherer Barça-Verteidiger kommt 

Auch im dritten Test am Samstag gegen Drittligist Waldhof Mannheim (3:2) konnte sich weder Neuzugang Alexios Kalogeropoulos, immerhin Kapitän der griechischen U21-Nationalmannschaft, noch der bereits in der Winterpause verpflichtete Stjopa Mkrtschjan nachhaltig empfehlen, weshalb der Club zeitnah personell nachlegen möchte.

Der 22-jährige Mikayil Faye wird zunächst für eine Saison von Stade Rennes ausgeliehen, allerdings hat sich der Club eine Kaufoption sichern können. Der einmalige senegalesische Nationalspieler war den Bretonen, die sich immerhin beim FC Barcelona bedienten, vor zwei Jahren mehr als zehn Millionen Euro Ablöse wert.

Danach geriet seine Karriere aber gewaltig ins Stocken, bei Klose und dem 1. FC Nürnberg soll es jetzt aber zügig wieder aufwärtsgehen. Wegen eines ausgefallenen Fluges verzögerte sich seine für Dienstag geplante Verpflichtung zunächst noch, soll aber spätestens heute perfekt sein.

Fragezeichen hinter Zoma

Auch für links hinten wird noch dringend Verstärkung gesucht, ansonsten scheint das Aufgebot im Gegensatz zu den vergangenen zwei Jahren aber frühzeitig so gut wie komplett zu sein. Wobei nach wie vor die Abgänge von Rafael Lubach und Torhüter Jan Reichert drohen, deren Verträge im nächsten Sommer auslaufen und deshalb nur noch heuer gewinnbringend verkauft werden könnten.

Hinter Mohamed Zomas Verbleib steht ebenfalls ein dickes Fragezeichen, obwohl der Stürmer noch bis zum Sommer 2029 an den Club gebunden ist. Nicht nur seine 14 Tore in der zurückliegenden Spielzeit haben an anderen Standorten Begehrlichkeiten geweckt, Stand heute sei aber «alles okay», wie Klose versichert, «ich habe nichts gehört».

Allerdings vermeidet es der Spieler, sich zum 1. FC Nürnberg zu bekennen: «Wir werden sehen, ich kann nicht in die Zukunft schauen», sagte Zoma im Trainingslager den «Nürnberger Nachrichten», wenngleich der Sportvorstand Joti Chatzialexiou mindestens 15 Millionen Euro und damit eine Rekordablöse für den pfeilschnellen und trickreichen Italiener fordert.

«Jeder Spieler möchte aufsteigen»

Trotz der Unwägbarkeiten wähnen sie sich beim Club aber auf dem richtigen Weg, der weiter nach oben führen soll. Ein offizielles Saisonziel gibt es nicht, der eine oder andere spricht aber offen von der Ersten Liga: «Jeder Spieler möchte aufsteigen, dafür spielen wir Fußball», sagt etwa Adam Markhiev, «wir haben eine gute Mannschaft und einen guten Trainer».

Der wiederum glaubt zumindest, dass sein 1. FC Nürnberg weiter ist als zum vergleichbaren Zeitpunkt 2025, «das würde ich schon sagen», so Klose, «ich bin davon überzeugt, dass die Abläufe schon viel früher drin sind, weil die Spieler schon zusammengespielt haben». Nur eben nicht mit denen ganz hinten, aber noch ist ja etwas Zeit bis zum Zweitligastart am 9. August gegen Dynamo Dresden. Mit etwas mehr Frische und guten Beinen, ist der Trainer überzeugt, «sieht alles nochmal ein bisschen anders aus».

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