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Kommunalwahl
Florian Freund holt Augsburger Rathaus für SPD zurück
Stichwahl Oberbürgermeister Augsburg
SPD-Kandidat Florian Freund wird neuer Oberbürgermeister in Augsburg. // Stefan Puchner/dpa
Rathaus Augsburg
Das Augsburger Rathaus wird künftig wieder von einem Sozialdemokraten regiert. (Archivbild) // Stefan Puchner/dpa
Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber
Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber verlor die Stichwahl. (Archivbild) // Christian Kolbert/dpa
Stichwahl Oberbürgermeister Augsburg
CSU-Amtsinhaberin Eva Weber wurde abgewählt. // Stefan Puchner/dpa
von dpa
Augsburg – Nach 18 Jahren verliert die CSU den OB-Posten in Augsburg – Florian Freund von der SPD holt sich den Sieg. Was das für die Stadt und die zukünftigen Bündnisse bedeutet.
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In Augsburg muss die CSU nach 18 Jahren wieder den OB-Posten abgeben. Amtsinhaberin Eva Weber (CSU) verlor bei der Stichwahl deutlich gegen SPD-Herausforderer Florian Freund. Der Sozialdemokrat kam laut vorläufigem Endergebnis auf rund 56,6 Prozent, die Oberbürgermeisterin nur auf 43,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 37 Prozent, wie die Stadt mitteilte.

Im ersten Wahlgang lag Weber im Feld der zehn OB-Bewerber mit 34,0 Prozent der Stimmen noch deutlich vorn, Freund kam auf 19,9 Prozent. «Am Schluss war es die Mobilisierung», sagte Weber zu ihrer Niederlage im BR Fernsehen. Nach dem ersten Wahlgang hätten viele ihrer Wählerinnen und Wähler vielleicht gedacht, dass 14 Prozentpunkte Vorsprung ausreichten. «Aber bei einer Stichwahl ist einfach schlicht und ergreifend der Zeiger wieder auf null.»

Weber ist seit 2020 Rathauschefin. Sie hatte den Posten von Parteifreund Kurt Gribl übernommen, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr angetreten war. Der CSU-Mann hatte sich 2008 gegen den SPD-Oberbürgermeister Paul Wengert durchgesetzt. In der Vergangenheit gab an der Augsburger Rathausspitze mehrfach einen Wechsel zwischen Sozialdemokraten und Christsozialen.

CSU hat auch im Stadtrat verloren

Bei der Augsburger Stadtratswahl hatte die CSU ebenfalls deutliche Einbußen hinnehmen müssen. Sie kam nur noch auf 25,3 Prozent der Stimmen (minus 7 Prozentpunkte im Vergleich zu 2020). Die bisherige schwarz-grüne Koalition hatte ihre Mehrheit verloren. Möglicherweise wird nun ein Bündnis von CSU, Grünen und SPD gebildet. Er werde versuchen, ein möglichst breites Regierungsbündnis hinzubekommen, sagte Wahlsieger Freund im BR Fernsehen.

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