Hilfe, die Italiener kommen! Am Wochenende verschärft sich der Ausnahmezustand in München: Traditionell stehen zur Oktoberfest-Halbzeit mit dem Italiener-Wochenende die traditionell besucherstärksten Tage an. Aber wie kam es überhaupt dazu?
Die enttäuschende Antwort: So genau weiß das nach Angaben der Oktoberfest-Pressestelle niemand. «Das sogenannte "Italiener-Wochenende" ist kein offizieller Begriff, sondern eine historisch gewachsene Bezeichnung für einen besonders hohen Zustrom italienischer Gäste», sagt ein Sprecher. «Ein konkretes Jahr, in dem sich der Begriff etabliert hat, lässt sich von unserer Seite nicht belegen.»
Unterwegs mit dem «Espresso Monaco»
Dass es ein besonderes Wochenende ist, zeigt auch die Party-Ausgabe des «Espresso Monaco», einer Sonderzugverbindung zwischen Rom und München, die Feierfreudige im vergangenen Jahr zum ersten Mal per Direktzug zum Italiener-Wochenende brachte und - wenn man denn rechtzeitig wieder am Bahnhof war - auch zurück in die italienische Hauptstadt.
Wie viele italienische Gäste an diesem Wochenende genau nach München kommen, wird nach Angaben der Stadt nicht separat erfasst. Die offiziellen Beherbergungszahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik weisen die Herkunft der Gäste demzufolge nicht nach einzelnen Tagen oder Wochenenden aus.
Unterstützung von der «Polizia»
Dass sich am zweiten Wiesn-Wochenende (und am letzten auch) besonders viele Menschen aus dem europäischen Ausland auf dem Oktoberfest aufhalten, weiß die Stadt von den Daten der Mobilfunkanbieter. «Dabei sind die Gäste aus Italien eine der stärksten Gruppen», heißt es von der Stadt.
Und weil das so ist, bekommen die Behörden in München Unterstützung aus dem Süden: Die Bozener Feuerwehr schickt Einsatzkräfte auf die Wiesn, außerdem kommen Beamte der Polizia di Stato und der Carabinieri, die gemeinsam mit der Münchner Polizei auf Streife gehen und bei der Kommunikation - insbesondere mit italienischen Gästen - helfen.
Insgesamt sind Italiener und Italienerinnen allerdings nur die zweitgrößte Gruppe internationaler Gäste - nach Touristen aus den USA.










