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Coronapandemie
Wucher-Vorwürfe gegen Schweizer Maskenfirma fallen
FFP2-Masken
Die teuren FFP2-Masken waren kein Wucher, so die Staatsanwaltschaft Zürich. // Daniel Karmann/dpa
von dpa
Zürich – Die Wucher-Vorwürfe gegen eine Schweizer Maskenfirma nach Geschäften mit Bayern sind vom Tisch. Die Staatsanwaltschaft sieht keinen Nachweis dafür, dass eine Notlage ausgenutzt wurde.
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Das Strafverfahren wegen Wucher gegen eine Schweizer Firma, die teure Coronamasken verkauft hatte, ist eingestellt worden. Die Firma Emix Trading hatte unter anderem auch Geschäfte mit dem bayerischen Gesundheitsministerium gemacht, das FFP2-Masken für 8,90 Euro das Stück gekauft haben soll. «Der anfangs bestehende Tatverdacht ließ sich trotz umfangreicher Ermittlungen nicht ausreichend erhärten», teilte die Staatsanwaltschaft Zürich mit. Den drei Beschuldigten habe «kein vorsätzliches Ausnutzen einer Notlage zur Erlangung von übermäßigen Vermögensvorteilen» nachgewiesen werden können. 

Ermittlungen in Bayern wegen des Bezugs überteuerter Masken und anderer Schutzausrüstung waren schon 2021 eingestellt worden. Die Tochter des früheren CSU-Generalsekretärs Gerold Tandler, Andrea Tandler, wurde aber im Zusammenhang mit Geschäften, die sie zwischen Emix und bayerischen Behörden vermittelte, 2023 wegen Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Sie hatte kassierte Provisionen nicht angegeben. Sie hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.

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