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Stadtratswahlen
Würzburgs Ex-OB wird Stimmenkönig seiner CSU-Fraktion
Christian Schuchardt
Christian Schuchardt kann sich weiter in Würzburg engagieren. (Archivbild) // Martin Schutt/dpa
Daniel Halemba
Daniel Halemba wird wohl nicht im Stadtrat von Würzburg vertreten sein. (Archivbild) // Daniel Löb/dpa
von dpa
Würzburg – Trotz seines Wechsels zum Deutschen Städtetag kann Würzburgs Ex-OB Schuchardt weiter Kommunalpolitik in Würzburg machen. Für den AfD-Politiker Halemba hingegen wird die Wahl anders als erhofft.
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Mehr als ein halbes Jahr nach dem Wechsel des früheren Würzburger Oberbürgermeisters Christian Schuchardt zum Deutschen Städtetag zieht der Politiker als Stimmenkönig der CSU-Fraktion in den Stadtrat ein. 22.169 Stimmen erreichte der gebürtige Frankfurter bei der Wahl am Sonntag laut Zwischenergebnis. Vor sechs Jahren waren es allerdings noch 44.642.

Die Grünen werden auch künftig die größte Fraktion in der Mainstadt stellen - sie kamen auf 31,3 Prozent. Das sind 1,2 Punkte weniger als bei der vergangenen Stadtratswahl. Die CSU erreichte 23,4 Prozent (-5,8 Punkte). Danach kommen die Partei Die Linke (8,9 Prozent, +3,6 Punkte), die SPD (8,8 Prozent, -0,4) und die AfD mit 7,1 Prozent (+3,2).

Halemba schafft es nicht

AfD-Spitzenkandidat Daniel Halemba erzielte allerdings nur das viertbeste Ergebnis seiner Partei und wird damit voraussichtlich nicht im Stadtrat vertreten sein, weil die AfD nur drei Sitze erobern konnte. 

Das Amtsgericht Würzburg hatte den 24-Jährigen Anfang Februar wegen Geldwäsche und Nötigung zu einer Geldstrafe verurteilt - die Entscheidung ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Halemba weist die Vorwürfe zurück.

50 Sitze im Stadtrat

Die CSU stellt künftig 12 Stadträtinnen und Stadträte von 50 - bislang waren es 13. Die Grünen werden unverändert bei 16 Sitzen bleiben. 51. Stadtratsmitglied ist ihr grüner Oberbürgermeister Martin Heilig, der im vergangenen Mai nach Schuchardts Weggang gewählt worden war. Daher hatten die Würzburger bei der Kommunalwahl am Sonntag nicht über einen neuen OB abstimmen müssen.

Etwa 97.000 Menschen waren stimmberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag laut Stadt bei 57,2 Prozent.

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