Acht Filme in fünf Jahrzehnten - viel mehr brauchte Jean-Paul Rappeneau nicht für einen festen Platz in der Filmgeschichte. Zu den bekanntesten zählt «Cyrano von Bergerac», ein internationaler Triumph und bis heute ein Klassiker. Im Alter von 94 Jahren ist der Regisseur gestorben, wie französische Medien übereinstimmend unter Berufung auf seine Familie berichteten.
Große Bilder, große Stars
Sein Regiedebüt gab er 1966 mit «Leben im Schloß» mit Catherine Deneuve und Philippe Noiret, einer Komödie über die deutsche Besatzung und den französischen Widerstand. Es folgten «Musketier mit Hieb und Stich» mit Jean-Paul Belmondo und Marlène Jobert sowie «Die schönen Wilden» mit Yves Montand und Catherine Deneuve. 1982 drehte er «Feuer und Flamme» mit Montand und Isabelle Adjani.
Seinen größten internationalen Erfolg hatte Rappeneau mit «Cyrano von Bergerac» von 1990. Gérard Depardieu spielte die Titelrolle in der Verfilmung des Versdramas von Edmond Rostand. Der Film wurde mit zehn Césars - dem wichtigsten französischen Filmpreis - ausgezeichnet, unter anderem als bester Film und für die beste Regie. Fünf Jahre später folgte mit «Der Husar auf dem Dach» sein zweiter großer Erfolg. Juliette Binoche und Olivier Martinez waren in den Hauptrollen des aufwendigen Historienfilms nach dem Roman von Jean Giono zu sehen.
Frühe Jahre im Kino
Rappeneau wurde am 8. April 1932 in Auxerre geboren. Seine Kindheit während des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzung prägte ihn nachhaltig. Seine Vorbilder fand er zunächst vor allem im amerikanischen Kino. Er bewunderte unter anderem Orson Welles, Cecil B. DeMille und die temporeichen Komödien Hollywoods.
Ab 1955 arbeitete Rappeneau als Regieassistent und Drehbuchautor. Er war unter anderem an Filmen von Louis Malle und Philippe de Broca beteiligt und schrieb am Drehbuch von «Abenteuer in Rio» mit.







