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Trend hält an
Erneut mehr neue Wohnungen genehmigt
Wohnungsbau
Neue Wohnungen hatten zuletzt Seltenheitswert. Das könnte sich bald ändern. (Symbolbild) // A3508 Rolf Vennenbernd/dpa
von dpa
Wiesbaden – Wohnraum bleibt vorerst knapp. Doch damit mehr Wohnungen gebaut werden können, braucht es baureife Projekte. Hier steigt die Zahl der Genehmigungen.
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In Deutschland werden wieder mehr neue Wohnungen genehmigt. Auch im Mai hat der Trend aus den Vormonaten angehalten: 21.000 neu genehmigte Einheiten bedeuten einen Zuwachs von 24,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Auf Neubauten entfielen dabei 17.800 Wohnungen, während 3.200 Einheiten in bereits bestehenden Gebäuden entstehen sollen.

Auch im bisherigen Jahresverlauf zeigt der Trend nach einem sehr schwachen Vorjahr nach oben. Von Januar bis Mai wurden bundesweit bereits 104.700 Wohnungen in neuen und bestehenden Gebäuden genehmigt. Das waren 15,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Genehmigt ist noch nicht gebaut

Die Genehmigungen gelten zwar als Frühindikator für die Bautätigkeit, doch zuletzt wurden in Deutschland nur noch sehr wenige Wohnungen tatsächlich fertiggestellt. 206.600 bezugsfertige Einheiten bedeuteten 2025 einen Rückgang um 18 Prozent zum Vorjahr und die geringste Zahl seit 2012.

Verbände sehen Wohnungsbau weiter in der Krise

Die Wohnungsbaukrise bleibe trotz der steigenden Genehmigungszahlen ungelöst, warnen verschiedene Verbände der Bau- und Immobilienwirtschaft. Sie verlangen einfachere Vorschriften und höhere Fördermittel. Das Geschäftsklima kenne nur die Richtung nach unten, klagt beispielsweise der Wohnungswirtschaftsverband GdW. Präsident Axel Gedaschko sagt: «Hohe Bau- und Finanzierungskosten sowie immer neue Anforderungen machen weiterhin viele bereits genehmigte Vorhaben unwirtschaftlich und lassen sie zu Schubladenprojekten werden.» Im laufenden Jahr erwarte er nur noch rund 200.000 fertiggestellte Wohnungen.

Schätzungen zufolge fehlen etwa eine Million Wohnungen in Deutschland. Vor allem in Ballungsräumen ist bezahlbarer Wohnraum knapp. Das liegt auch an gestiegenen Ansprüchen: Die Zahl der Wohnungen ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich stärker gestiegen als die Bevölkerungszahl. Pro Kopf haben die Menschen in den 44,0 Millionen Wohnungen jetzt im Schnitt 49,5 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. 

Die Bundesregierung will mit einem «Bau-Turbo» über schnellere Genehmigungen den Wohnungsbau voranbringen und hat zudem Förderprogramme für energieeffizientes Bauen reaktiviert.

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