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Sorgen wegen Iran-Krieg
Inflation sinkt auf 1,9 Prozent – droht neuer Preisschock?
Spritpreise
Der Iran-Krieg hat die Preise für Benzin und Diesel zuletzt stark steigen lassen. // Katharina Kausche/dpa
Inflation - Lebensmittel
Die Lebensmittelpreise sind seit 2021 um rund ein Drittel gestiegen - mit dem Iran-Krieg droht neuer Preisdruck. // Sebastian Kahnert/dpa
Gas - Gaszähler
Die Gaspreise an den Weltmärkten haben angezogen, kommen aber wegen langfristiger Verträge nur verzögert bei Verbrauchern an. (Archivbild) // Patrick Pleul/dpa
Supermarkt Einkauf
Viele Lebensmittel sind deutlich teurer als noch vor ein paar Jahren. // Hendrik Schmidt/dpa
Inflation - Lebensmittel
Butter war im Februar fast ein Drittel (32,9 Prozent) günstiger als ein Jahr zuvor. Eine Umfrage Deutschen Presse-Agentur unter großen Lebensmittelhändlern Anfang März ergab jedoch, dass Discounter und Supermärkte ihre Preise für Butter wieder erhöhen. // Fernando Gutierrez-Juarez/dpa
von dpa
Wiesbaden – Im Februar hat sich das Leben in Deutschland wieder etwas weniger verteuert. Doch der Iran-Krieg hat die Ölpreise kräftig steigen lassen. Zieht die Inflation in Deutschland wieder an?
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Mit 1,9 Prozent ist die Teuerung in Deutschland im Februar wieder unter die Marke von zwei Prozent gesunken. Doch die Sorge ist groß, dass der Iran-Krieg nicht nur kurzfristig die Öl- und Gaspreise nach oben treibt, sondern auch die Inflation. Dabei spielt nach Einschätzung von Ökonomen die Dauer des Krieges eine entscheidende Rolle. 

Bisher rechneten Volkswirte damit, dass die Inflationsrate in Deutschland im Gesamtjahr knapp über der Zwei-Prozent-Marke liegen wird. Das könnte sich ändern, wenn der Iran-Krieg sich über Monate hinzieht und die Ölpreise längere Zeit erhöht bleiben. Denn das treibt die Kosten für Unternehmen und Verbraucher. Infolge des Iran-Kriegs könnten zudem die Lebensmittelpreise aus Sicht von Handelsforschern zumindest kurzfristig wieder stärker anziehen, weil Logistik und Energie teurer werden.

Lebensmittelpreise im Februar weniger stark gestiegen

Im Februar verteuerten sich Waren und Dienstleistungen in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes insgesamt wieder etwas weniger als im Januar, der eine Inflationsrate von 2,1 Prozent gebracht hatte.

Der Preisauftrieb bei Lebensmitteln ließ im Februar deutlich auf 1,1 Prozent nach. Allerdings haben Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg nachhaltig für Preissteigerungen im Supermarkt gesorgt: Nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) sind die Preise für Nahrungsmittel in Deutschland zwischen 2021 und 2025 um fast 32 Prozent gestiegen.

Droht ein neuer Energiepreisschock?

Energie war im Februar sogar 1,9 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Doch längst ist der Krieg im Nahen Osten an den Zapfsäulen in Deutschland angekommen: Benzin und Diesel kosteten zuletzt mehr als zwei Euro pro Liter.

Zu Wochenbeginn kostete ein Fass (159 Liter) Rohöl der Nordsee-Marke Brent zeitweise fast 120 Dollar. Damit kletterte der Preis auf den höchsten Stand seit dem Sommer 2022, gab dann aber wieder etwas nach.

Dienstleistungen bleiben Preistreiber

Ein Preistreiber in Deutschland sind seit Monaten Dienstleistungen. Sie verteuerten sich im Februar wie im Januar um 3,2 Prozent überdurchschnittlich. 

Je höher die Inflation, umso geringer die Kaufkraft der Menschen: Sie können sich für einen Euro dann weniger leisten. Von Januar auf Februar des laufenden Jahres stiegen die Verbraucherpreise in Europas größter Volkswirtschaft Deutschland um 0,2 Prozent, wie die Wiesbadener Statistiker bestätigten.

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