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Vattenfall
Vattenfall-Manager: Brauchen ein neues Wort für Energiewende
Vattenfall-Deutschlandchef Robert Zurawski
Vattenfall-Deutschlandchef Robert Zurawski sieht das Wort «Energiewende» kritisch. // Christoph Soeder/dpa
von dpa
Berlin – Trotz politischen Gegenwinds schreitet die Energiewende aus Sicht des Vattenfall-Deutschlandchefs voran. Er ruft zu einer Entideologisierung der Debatte auf.
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Vattenfall-Deutschlandchef Robert Zurawski sieht in der ideologisch aufgeladenen Debatte um die sogenannte Energiewende auch ein Problem mit dem Begriff selbst. «Ich habe manchmal das Gefühl, dass das Wort "Energiewende" bei vielen eher Skepsis als Aufbruch auslöst», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Vielleicht müssen wir uns auch ein anderes Wort dafür überlegen. Wir müssen raus aus dieser Ideologisierung.» 

Gleichwohl sieht der Manager des Energiekonzerns den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland auf einem guten Weg. «In der Realität findet die Transformation trotzdem statt, weil sie eben die wirtschaftlich beste Lösung ist.» Wer übers Land fahre, stelle fest, dass die Energiewende überall Fortschritte mache. «Das sehen Sie selbst in den USA: Gerade in Texas wird viel Onshore-Windenergie zugebaut, aber auch Solar wie in Kalifornien. Photovoltaik, Batteriespeicher oder Onshore, das boomt auch in den Staaten.» 

Dekarbonisierung ist der Weg zu sicherer Energie 

Keine politische Partei komme an der Realität vorbei, dass die Wirtschaft bezahlbare und sichere Energie brauche. «Und die Dekarbonisierung ist der Weg dahin», betonte Zurawski. «Die jüngsten geopolitischen Krisen führen uns deutlich vor Augen, wie verletzlich eine Volkswirtschaft ist, die auf fossile Energieimporte setzt. Das sieht am Ende jeder Bürger an der Tankstelle, zumindest die, die noch einen Verbrenner fahren.» 

Die jüngsten Kabinettsbeschlüsse der Bundesregierung zur deutschen Energiepolitik befürwortet Zurawski. «Da hat die Bundesregierung ihre Hausaufgaben gemacht, da hat die Wirtschaftsministerin auch einen guten Job gemacht.» Allerdings mahnte er insbesondere beim Thema Netzausbau mehr Tempo an. 

Dabei gehe es auch darum, mit Widerständen in der Bevölkerung gegen Ausbauprojekte umzugehen. «Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, die Leute nicht nur kommunikativ einzubinden und sie vorab transparent zu informieren, sondern darüber hinaus auch die Kommunen oder Gemeinden bei Solar- oder Windparks zu beteiligen», sagte der Manager. «Weil ganz oft kam der Vorwurf: Ihr baut da jetzt was und wir haben nichts davon. Und das können wir aktiv ändern.» 

EEG-Novelle und Netzpaket 

Mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und dem sogenannten Netzpaket will die Bundesregierung den Ausbau der Erneuerbaren eigenen Angaben zufolge stärker an Kosteneffizienz, Versorgungssicherheit und tatsächlicher Netzkapazität ausrichten. Konkret geplant ist eine bessere regionale Steuerung des Zubaus. Außerdem sollen ab 2027 kleine, meist privat installierte Solaranlagen mit unter 25 Kilowatt installierter Leistung keine dauerhafte Förderung mehr bekommen. 

Der Bundesverband Erneuerbare Energie kritisierte nach Bekanntwerden der Kabinettsbeschlüsse im Juli, dass die Ausbauziele bei den erneuerbaren Energien auf Grundlage der Pläne faktisch nicht zu erreichen sein würden.

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