In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Rannungen stellte sich der neue Quartiersmanager Maximilian Koch dem Gremium vor und informierte, dass er unter anderem die Projektleitung von „Jugend meets Dorf“ übernommen hat. Bei Fragen oder Anregungen können sich sowohl die Ratsmitglieder als auch Bürgerinnen und Bürger gerne an ihn wenden. Das geht aus dem Sitzungsprotokoll hervor.
Die Gemeinderäte Tobias Wegner und Michael Sell beantragten die Gründung einer Bürgerstiftung für soziale und gemeinnützige Zwecke. Die Stiftung soll über die Stiftergemeinschaft der Sparkasse Bad Kissingen geführt werden. Voraussetzung dafür sein ein Gründungskapital von 10.000 Euro. Davon übernimmt die Sparkasse die Hälfte als einmaliges Startkapital, den Rest müsste die Gemeinde Rannungen beziehungsweise Privatpersonen oder Firmen tragen.
Das sind die Beweggründe
Als Beweggründe nennen die beiden Antragsteller die Unterstützung sozialer Initiativen (z.B. Seniorenprojekte, private Schicksalsschläge) und von gemeinnützigen Projekte (in Kultur und Bildung). Ferner ermöglicht ein eigenes Stiftungsvermögen, das langfristig Erträge erwirtschaftet, diverse Förderungen ohne Belastung des Gemeindehaushaltes und durch ein dauerhaftes Stiftungsvermögen sind Projekte langfristig gesichert.
Wegner und Sell erläuterten anhand einer PowerPoint-Präsentation die wichtigsten Inhalte. Hauptziel der Bürgerstiftung sei die Möglichkeit, „Vermögen und Spenden dauerhaft für Projekte bereitzustellen, die dem Gemeinwohl dienen und für die der Gemeinde selbst keine finanziellen Mittel zur Verfügung stehen“. Die Verwaltung der Stiftung erfolgt durch einen Stiftungsrat, der über die Verwendung der Spenden und Erträge entscheidet. Für die Gemeindeverwaltung entstehe kaum zusätzlicher Verwaltungsaufwand. Dieser beschränke sich im wesentlichen auf die Bewerbung der Stiftung sowie die Entgegennahme und Übergabe von Spenden und Schecks. Als Beispiel hatten die Initiatoren ein Prospekt der Bürgerstiftung „Unser Strahlungen“ dabei.
Gemeinderat Andreas Wartha regte an, vor einer Entscheidung die Erfahrungen anderer Bürgermeister einzuholen, in deren Gemeinden bereits Stiftungen vorhanden sind.
Demnächst findet ein Treffen der Bürgermeister in der Allianz Schweinfurter Oberland statt. In drei von sechs Mitgliedsgemeinden besteht bereits eine Bürgerstiftung. Ziel ist ein Informations- und Erfahrungsaustausch sowie die Klärung offener Fragen. Bürgermeisterin Bettina Bonengel, Bürgermeister Matthias Klement und Bernhard üger von der VG Maßbach nehmen teil. Tobias Wegner wird hier die Gründung nochmals vorstellen und Fragen beantworten. Die gewonnenen Erkenntnisse wird Bonengel in eine der nächsten Ratssitzungen mitteilen. Dann wird der Tagesordnungspunkt erneut beraten und entschieden.
Darüber hinaus beschäftigte sich der Gemeinderat erneut mit dem Bebauungsplan Johannesberg. Hier galt es die Stellungnahmen der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange abzuwägen. Im Rahmen der förmlichen Bürgerbeteiligung wurden keine Einwendungen zur Aufstellung des Bebauungsplans vorgetragen.
Das Projekt „WIM - wir musizieren“ wird an der Grundschule Poppenlauer sowohl im laufenden als auch im kommenden Schuljahr fortgeführt. Der Marktgemeinderat Maßbach hat in seiner Sitzung am 7. Juli bereits beschlossen, das Projekt mit einem freiwilligen Zuschuss in Höhe von 9450 Euro pro Schuljahr zu unterstützen und die Kosten über die laufende Schulumlage auf die Gemeinden Rannungen und Thundorf umzulegen. Damit erklärte sich das Rannunger Gremium nun einverstanden.
Einstimmig erteilte der Rat auch sein gemeindliches Einvernehmen zur Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Stellplätzen und Geländeveränderung in der Straße Am Stück 3A. vä









