Kreis Haßberge
Das Rote Kreuz ist jetzt geländegängig
Mit zwei Quads und einem agilen Utility Task Vehicle (Mitte) stehen im Kreisverband drei neue, geländegängige Einsatzfahrzeuge zur Verfügung. Michael Will / BRK
Mit zwei Quads und einem agilen Utility Task Vehicle (Mitte) stehen im Kreisverband drei neue, geländegängige Einsatzfahrzeuge zur Verfügung. Michael Will / BRK // 
Kreis Haßberge

Der BRK-Kreisverband Haßberge erweitert sein Einsatzspektrum im Katastrophenschutz und bei Sanitätsdiensten: Mit dem neuen Utility Task Vehicle sowie zwei Quads stehen den Bereitschaften nun drei geländegängige Spezialfahrzeuge zur Verfügung, die dort einsatzfähig bleiben, wo klassische Einsatzfahrzeuge an ihre Grenzen stoßen.

Die Fahrzeuge wurden in den vergangenen Monaten beschafft, ausgebaut und einsatzbereit gemacht. Durch die Spenden von Privatpersonen und Unternehmen konnte die Finanzierung des neuen Utility Task Vehicle (UTV) maßgeblich unterstützt und damit ein wichtiger Beitrag zur Stärkung des Katastrophenschutzes geleistet werden, schreibt das BRK in einer Pressemitteilung.

Das Fahrzeug steht den ehrenamtlichen Einsatzkräften künftig bei Suchaktionen, Unwetterlagen, Großveranstaltungen und anderen herausfordernden Einsatzszenarien zur Verfügung.

Die BRK-Kreisgeschäftsführerin Carina Küfner betont: „Jede Spende trägt dazu bei, dass wir unsere Einsatzkräfte bestmöglich ausstatten und die Sicherheit der Menschen im Landkreis weiter verbessern können. Das neue UTV ist ein sichtbares Beispiel dafür, wie aus der Unterstützung unserer Förderer und Spender ein konkreter Mehrwert für die Bevölkerung entsteht.“

Die neuen Fahrzeuge sind speziell dafür ausgelegt, auch in schwierigstem Gelände zuverlässig zu arbeiten. Damit können sie Fachpersonal und Material schnell an Einsatzorte bringen, die für herkömmliche Fahrzeuge unzugänglich sind. Ein Patiententransport ist bewusst nicht vorgesehen. Die Fahrzeuge dienen der schnellen Erkundung, Materialzuführung und der Unterstützung von Einsatzkräften im Gelände. Sie können mit je zwei Einsatzkräften besetzt werden.

Das UTV mit dem Funkrufnahmen „Rotkreuz Haßberge 17/51“ ist bei der Bereitschaft in Knetzgau stationiert. Es ist das vielseitigste der drei Fahrzeuge und wurde aus Mitteln der Kreisbereitschaft sowie dem Spendenmailing 2025 des BRK-Kreisverbandes finanziert.

Die Ausrüstung des UTV (auf der Ladefläche) umfasst unter anderem eine Klapptrage, zwei Sanitätsrucksäcke, einen automatisierten externen Defibrillator, Thermo- und Löschdecke, zwei wasserdichte Transportboxen, LED-Beleuchtung auf Teleskopmast, eine Starlink-Mini-Anlage und mehr. Damit ist das UTV nicht nur ein Transport- und Erkundungsfahrzeug, sondern auch eine mobile Kommunikations- und Beleuchtungseinheit.

Die beiden Quads mit den Funkrufnamen „Rotkreuz Haßberge 17/52 und 17/53“ sind in Knetzgau (17/52) und Ebern (17/53) stationiert. Alle drei Fahrzeuge können je mit zwei Einsatzkräften besetzt werden. Laut Kreisbereitschaftsleiter Stefan Funck beliefen sich die Gesamtkosten für alle drei Fahrzeuge beliefen sich nach Funcks Worten auf rund 70.000 Euro.

Anfragen bei professionellen Fahrzeugausbauern hätten eine Gesamtsumme von 150.000 Euro ergeben. Durch die Eigenleistung konnten somit über 50 Prozent der Kosten eingespart werden.

Auch die Ausbildung zum Führen der Fahrzeuge ist ein wichtiger Baustein. Die Bereitschaften investieren Zeit in Fahrtraining, Sicherheitseinweisungen und technische Unterweisung.  red

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