Kunreuth
Großer Sanierungsbedarf in Kunreuth
Der Hochbehälter in Weingarts muss teilweise erneuert werden. Thomas Weichert
Der Hochbehälter in Weingarts muss teilweise erneuert werden. Thomas Weichert // 
Kunreuth

Rund 1,6 Millionen Euro müssen kurz- bis mittelfristig in die Sanierung der Eigenwasserversorgung von Kunreuth investiert werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Nürnberger Ingenieurs Alexander Dürrschmidt, die er in der Gemeinderatssitzung vorstellte.

Zur Optimierung der Wassergewinnung sollte der Quellsammelschacht der Schwabachtalquelle mittelfristig saniert oder erneuert werden. Ebenso die Sickerleitungen und Sickerpackungen der Quellfassung. Der Quellsammelschacht ist 80 Jahre alt und liegt in einem sehr schwierigen Gelände, was die Arbeiten erschwert. Dafür schätzt Dürrschmidt Kosten in Höhe von 120.000 Euro. Kurz- bis mittelfristig sollte zudem der Fremdwasserbezug über die Leithenberggruppe aus dem Hochbehälter Pommer optimiert werden. Mit der Leithenberggruppe sollte auch der Wasserliefervertrag angepasst werden. Denn Kunreuth bezieht von dort regelmäßig mehr Wasser, als im Vertrag steht. Es geht aber vor allem um die Erneuerung von zwei Pumpen im Hochbehälter Pommer. Den Anteil der Gemeinde Kunreuth schätzt Dürrschmidt dabei auf 10.000 Euro.

Die Verbindungsleitung vom Quellsammelschacht zum Hochbehälter Weingarts, die im Zuge des Straßenbaus beim Hochbehälter schon saniert wurde, sollte mittelfristig auf gesamter Länge erneuert werden. Geschätzte Kosten: 190.000 Euro. Kurz- bis mittelfristig müssen die Ortsnetzleitungen in den Bereichen hoher Rohrbruchanfälligkeit saniert werden. Geschätzte Kosten: 400.000 Euro.

Ebenfalls erneuert werden sollte die UV-Anlage, die nicht mehr auf dem Stand der Technik ist. Kosten rund 300.000 Euro.

Im Hochbehälter Weingarts erfolgt in Kürze die Teilerneuerung der hydraulischen Installation mit Einbau eines Wasserzählers. Die bauliche Erneuerung mit Abdichtung der Wasserkammer am Hochbehälter Regensberg ist bereits erfolgt. Was hier noch gemacht werden muss, ist die Erneuerung der kompletten hydraulischen Installation und der Einbau eines Wasserzählers. Kosten insgesamt rund 100.000 Euro.

Der Hochbehälter Regensberg hat aktuell noch keinen Stromanschluss. Kurzfristig muss auch das Pumpwerk zum Hochbehälter Regensberg erneuert werden. Dafür schätzt Dürrschmidt insgesamt Kosten in Höhe von 20.000 Euro. Kurzfristig sollte eine Regel- und Steuertechnik, also ein Leitsystem (EMSR-Technik) für die Gesamtanlage zur Steuerung der wasserstandsabhängigen Anlagentechnik mit Überwachung und Dokumentation erfolgen. Kosten dafür: 200.000 Euro.

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