Hirschaid
Neujahrsschwimmen der DLRG Hirschaid
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 9. Neujahrsschwimmen in Hirschaid.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 9. Neujahrsschwimmen in Hirschaid. // DLRG Hirschaid
Hirschaid

44 Frauen, Männer und Kinder gingen beim 9. Neujahrsschwimmen der DLRG Hirschaid zum Schwimmen in den Main-Donau-Kanal und bewältigten eine 1,2 Kilometer lange Strecke bis zum Ziel an der Frankenlagune. Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer säumten den Kanaldamm und feuerten die Schwimmer an.

Begleitet und abgesichert wurde die Veranstaltung von rund 50 Einsatzkräften aus Hirschaid, Bamberg-Gaustadt, Forchheim, Oberkotzau und Weißenstadt. Trotz der extremen Bedingungen mit drei Grad Wasser- und minus drei Grad Lufttemperatur gab es keine Verletzten.

Der älteste Teilnehmer war mit 64 Jahren Udo Schenkendorf aus Kulmbach und der jüngste Starter der erst neunjährige Tim Hofmann aus Kronach.

Die größte Gruppe stellte die DLRG Hirschaid mit neun Schwimmenden, die aber auf den Pokal zugunsten der zweitstärksten Gruppe von der DLRG Kronach mit sieben Teilnehmenden verzichtete.

Auch Bürgermeisterkandidat Stefan Endres wagte den Sprung ins eiskalte Wasser. Er bedankte sich bei den Organisatoren Horst Auer und Daniel Brunnhuber sowie bei Corbinian Krug, der ihn während der ganzen Strecke begleitete. Für ihn war es das erste Neujahrsschwimmen und ihm ist dadurch erst richtig bewusst geworden, welche Leistung die Einsatzkräfte beziehungsweise Rettungsschwimmer für die Allgemeinheit erbringen.

Der Hirschaider Marktgemeinderat Andreas Göller brachte das Empfinden vieler Teilnehmer auf den Punkt: „Am Anfang ist es furchtbar. Das kalte Wasser zieht in den Anzug, alles fühlt sich eiskalt an. Aber nach kurzer Zeit geht es und am Ende ist man einfach froh, es geschafft zu haben“.

DLRG-Bezirksvorsitzender Christian Döres sprach in seinem Grußwort von „einer Leistung, die Respekt verdient“ und dankte den anwesenden DLRG-Ortsgruppen aus ganz Oberfranken für ihren Einsatz und die Zusammenarbeit vor Ort.

Warum das Neujahrsschwimmen nur mit Neoprenanzügen möglich ist, erklärte Horst Auer, der 1. Vorsitzende der DLRG Hirschaid. In so kaltem Wasser verliere der Körper sehr schnell seine Bewegungsfähigkeit. „Die Muskulatur macht zu und Selbstrettung wird schwierig“. Gerade deshalb sei schnelle Hilfe entscheidend, wenn jemand im Eis einbricht.

Einsatzleiter Daniel Brunnhuber zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf der Veranstaltung, denn alles lief geordnet und reibungslos. Besonders freute ihn der Einsatz des Jugend-Einsatz-Teams (JET), in dem Jugendliche von zwölf bis 17 Jahren an den Wasserrettungsdienst herangeführt werden. „Die kontinuierliche Ausbildung der letzten Jahre zahlt sich aus“, so die Bilanz von Brunnhuber.

Sein Dank galt auch der Wasserschutzpolizei, mit der man in enger Abstimmung ist. Im Vorfeld hatte man befürchtet, dass treibende Eisschollen das Schwimmen unmöglich machen würden. Doch bei strahlendem Sonnenschein herrschten am Sonntag ideale Bedingungen.

In Hirschaid hat sich der Wintertermin mittlerweile etabliert und die Verantwortlichen der DLRG wollen das Neujahrsschwimmen 2027 wieder organisieren – dann bereits zum 10. Mal.

Andrea Spörlein

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