Zur ihrer konstituierenden Sitzung trafen sich die Mitglieder des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Gärtenrother Gruppe im Sitzungssaal des Rathauses von Burgkunstadt. Zu Beginn entbot Verbandsvorsitzende Christine Frieß allen einen herzlichen Willkommensgruß, wobei sie auch die Vertreter der Rechtsaufsicht, zahlreiche interessierte Bürger und die neuen Mandatsträger willkommen hieß.
Eingangs informierte die Vorsitzende die Verbandsmitglieder darüber, dass eine dringliche Anordnung von ihr getroffen werden musste, nachdem sich herausgestellt hatte, dass noch Ingenieurleistungen für die Wasserversorgungsanlage aus 2025 zu begleichen waren, wobei die Vorsitzende hervorhob, dass diese zwar angefallen, aber entgegenkommenderweise vom Ingenieurbüro noch nicht in Rechnung gestellt wurden. Um diese begleichen zu können, wurde ein Kredit mit 180.000 Euro beantragt. Entsprechende Kreditaufnahmen hatte es in den vorangegangenen Haushaltsjahren 2024 und 2025 nicht gegeben. Da gegenwärtig kein genehmigter Haushalt vorliege, so Frieß, habe die Zweckverbandsversammlung diese dringliche Maßnahme zu genehmigen. Was dann auch erfolgte.
Neuer Vorstand
Danach leite man zur Tagesordnung über und hatte zunächst einen Wahlausschuss zu bilden, wofür René Waldmann von der Rechtsaufsichtsbehörde, Erste Bürgermeisterin Susanne Bock von Wülfingen und Bürgermeister Robert Bosch benannt wurden. Es ging um die Neuwahl der Verbandsvorsitzenden und nach einem entsprechenden Vorschlag von Bosch wurde dafür Bock von Wülfingen benannt. Auch ihr anschließender Vorschlag, als stellvertretenden Vorsitzenden Bosch zu wählen, fand ebenfalls Zustimmung. In beiden Wahlgängen gab es einstimmige Entscheidungen der sechs stimmberechtigten Verbandsmitglieder.
Auch die weitere Tagesordnung wurde zügig abgewickelt. Man entschied sich, beim Erlass einer Geschäftsordnung auf die bisher geltende Satzung zurückzugreifen und diese in der vorliegenden Fassung zu übernehmen.
Außerdem benannte man für den Rechnungsprüfungsausschuss die Verbandsmitglieder Marcel Bär, Michael Foltes und Manfred Stark.
Danach wurden die Ergebnisse der Jahresrechnung 2025 der Verbandsversammlung von der Vorsitzenden Bock von Wülfingen zur Kenntnisnahme vorgelegt. Demnach beliefen sich die Soll-Einnahmen-/Ausgaben des Verwaltungshaushaltes auf 331.637,45 Euro, während der Vermögenshaushalt, ebenfalls in den Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen, mit 48.782,73 Euro verzeichnet war. Zuführungen hatte es vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt mit 2731,07 Euro gegeben.
Den allgemeinen Rücklagen im Jahr 2025 konnten 29.570,21 Euro zugeführten werden, wurden jedoch als Deckungsmittel benötigt, sodass der Betrag mit der Zuführung zur allgemeinen Rücklage 2025 im Gegenzug als Entnahme aus der allgemeinen Rücklage veranschlagt und gebucht wurde. Zugleich wurde der Schuldenstand genannt, der zum Beginn des Haushaltsjahres 507.929,71 Euro betragen hat und mit 35.647,55 Euro abgebaut wurde und sich damit am 31. Dezember 2025 auf 472.282,16 Euro belaufen hat.
Die Verbandsversammlung nahm diesen Rechenschaftsbericht zur Kenntnis und beauftragte gleichzeitig den Rechnungsprüfungsausschuss mit der örtlichen Prüfung der Jahresrechnung beziehungsweise der Jahresabschlüsse der Haushaltjahre 2024 und 2025.
Nachdem mit der Sitzung des Zweckverbandes auch die Zeit als Vorsitzende zu Ende gegangen war, gab man Altbürgermeisterin Christine Frieß nochmals Gelegenheit zu einem kurzen Rückblick, wobei sie nochmals verdeutlichte, dass sie in den vergangenen Jahren die Aufgaben als Zweckverbandsvorsitzende mit großem Engagement wahrgenommen habe und es immer ein Anliegen von ihr war, verantwortungsvolle Lösungen zu finden, die auch die Versorgungssicherheit für die Bürger aus beiden beteiligen Kommunen im Blickfeld hatte. Nicht jede Diskussion sei dabei einfach gewesen, gestand die vormalige Verbandsvorsitzende ein, dies gehöre aber zum Wesen eines Zweckverbandes. Umso mehr wusste es sie zu schätzen, wenn man trotz unterschiedlicher Auffassung stets sachlich, respektvoll und lösungsorientiert miteinander umgegangen sei, wofür sie sich ausdrücklich bedankte.
Eine glückliche Hand
Christine Frieß sagte in ihrem Schlusswort: „Ich wünsche der neuen Vorsitzenden Susanne Bock von Wülfingen, allen Mitgliedern und damit dem gesamten Zweckverband für die kommenden Aufgaben eine glückliche Hand, Weitsicht und den nötigen Zusammenhalt, damit die anstehenden Entscheidungen im Sinne der Beteiligen gut gelingen.“
Auch die neu gewählte Verbandsvorsitzende Susanne Bock von Wülfingen bedankte sich bei allen vormaligen Mitgliedern des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Gärtenroth Gruppe nochmals und überreichte Blumen an die scheidende Vorsitzende Christine Frieß. Sie wünsche sich ebenfalls eine angenehme Zusammenarbeit, wobei sie dafür die einstimmigen Ergebnisse der vorgegangenen Wahlen zugleich auch als gute Basis für die künftige Zusammenarbeit empfand.










