An der bereits mit dem Signet „Schule ohne Rassismus“ ausgezeichneten Mittelschule Ebersdorf wurde in diesem Schuljahr ein besonderes Kunst- und Werteprojekt umgesetzt. Die Klassenlehrerin der fünften Klasse, Manuela Reinhard, rief gemeinsam mit engagierten Kolleginnen und Kollegen das Projekt „Rassismusfreie Schule – Wir zeigen Haltung. Graffiti gegen Rassismus“ ins Leben. Unterstützt wurde das Vorhaben durch den Graffiti-Künstler Norman „Anpy“ Pfitzner sowie finanziell durch das Förderprogramm „Demokratie leben!“
Ziel des Projekts war es, gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus, Ausgrenzung und Intoleranz zu setzen. Im Unterricht beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit Themen wie Vielfalt, Zusammenhalt, Respekt und Zivilcourage.
In Gesprächen und Workshops diskutierten die Klassen darüber, warum gegenseitige Achtung und ein friedliches Miteinander für die Schulgemeinschaft von großer Bedeutung sind. Im kreativen Teil des Projekts lernten die Jugendlichen anschließend die Grundlagen der Graffiti-Kunst kennen. Sie experimentierten mit verschiedenen Schriftarten, entwickelten eigene Motive und entwarfen kreative Vorlagen für die beiden Wände auf dem Schulgelände. Dabei arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mit großer Begeisterung und brachten zahlreiche eigene Ideen ein. Eine Schülerin berichtete: „Wir haben gelernt, wie man Graffiti zeichnet, verschiedene Schriftarten ausprobiert und eigene Vorlagen für die Wand gestaltet.“ Ein Schüler erklärte: „Norman hat uns gezeigt, warum Zusammenhalt und Respekt wichtig sind.“
Zwei Gesamtkunstwerke
Aus den vielen kreativen Schülerideen entwickelte Graffiti-Künstler Norman „Anpy“ Pfitzner schließlich zwei große Gesamtkunstwerke, die anschließend gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern an den Wänden umgesetzt wurden. Zusätzlich hinterließen noch einige Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Ebersdorf farbige Handabdrücke auf einer der Wände. Dadurch wird sichtbar gemacht, dass die gesamte Schulgemeinschaft Teil dieses Projekts ist und gemeinsam Haltung zeigt.
Die beiden Kunstwerke bleiben dauerhaft auf dem Schulgelände erhalten und sollen täglich daran erinnern, dass die Mittelschule Ebersdorf für Vielfalt, Toleranz und Courage steht, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit dem Projekt will die Schule ein klares und dauerhaft sichtbares Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung setzen.
„Vielfalt ist unsere Stärke – Rassismus hat hier keinen Platz“, sagte Bürgermeister Tom Schultheiß. Er und Schulleiter Max Lachner dankten bei der offiziellen Einweihung den Organisatoren, dem Künstler, Sebastian Stamm von „Demokratie Leben“ und den Schülerinnen und Schülern. red










