„Für jede Blutentnahme und jeden Verbandswechsel mussten wir damals 260 Kilometer fahren – bis zu fünfmal in der Woche“, erinnert sich Ursula Schneider, Mutter eines inzwischen genesenen krebskranken Kindes. „Dass das Brückenteam den Familien von Kindern mit onkologischen Erkrankungen diese langwierigen, kostspieligen und emotional anstrengenden Fahrten ersparen kann, ist einfach großartig“, sagt die Hoferin. Sie engagiert sich seit einigen Jahren als Geschäftsführerin der Amal-Stiftung/Kinderkrebshilfe Hochfranken und überreichte nun gemeinsam mit dem Stiftungsgründer und Vorstandsvorsitzenden Marwan Khoury einen Spendenscheck in Höhe von 15.000 Euro an Chara Gravou-Apostolatou, Leiterin des Brückenteams der Kinder- und Jugendklinik des Uniklinikums Erlangen.
Das Brückenteam besucht krebskranke Patientinnen und Patienten zu Hause, versorgt Katheter, wechselt Verbände, unterstützt beim Umgang mit Medikamenten, berät und vermittelt. „Wir schlagen eine Brücke zwischen dem stationären und dem ambulanten Bereich“, erläutert Gravou-Apostolatou. „Da das Brückenteam ausschließlich durch Spenden finanziert wird, freuen wir uns außerordentlich über den großzügigen Betrag der Amal-Stiftung.“
Bei der aktuellen Spende handelt es sich um die größte Einzelspende der noch jungen Stiftung, die sich für krebs- und schwer chronisch kranke Kinder und Jugendliche in ganz Hochfranken engagiert. „Das Brückenteam der Kinderklinik des Uniklinikums Erlangen ist einzigartig in unserer Region“, weiß Ursula Schneider, „es schenkt den betroffenen Familien unglaublich viel Lebenszeit und Lebensqualität.“ Statt stundenlang im Auto zu sitzen, können die Kinder und ihre Eltern die Zeit gemeinsam zu Hause verbringen.
„Moderne Medizin bedeutet für die meisten krebskranken Kinder die Chance auf komplette Genesung, aber die Behandlung dauert viele Monate“, ergänzt Khoury, „ein Teil der Therapie erfolgt stationär, und in den ambulanten Behandlungsabschnitten sind oft mehrere Fahrten pro Woche in die Tagesklinik nötig.“
Dass die Zahl dieser Fahrten dank des Brückenteams reduziert werden kann, sei eine enorme Entlastung für die Familien.
Barbara Mestel, Uniklinikum Erlangen
Es ging uns immer darum, die hausärztliche Versorgung in Fuchsstadt zu sichern.“









