Seit der Corona-Pandemie hatte es das vorher Weißen-Käs- und Fisch-Essen nicht mehr gegeben, sagte die Vorsitzende der Altenkunstadter Frauen-Union, Melita Braun. Neben der grundsätzlichen Ausrichtung sei in der vergangenen Zeit eines wichtig geblieben: Frauen in der Politik. Neben den aktuellen Wahlkampfveranstaltungen zur Kommunalwahl im März sei es nötig, dies wieder einmal herauszustreichen.
So stand im Mittelpunkt nicht die Kommunalwahl, sondern ein besonderer Vortrag über das „Frauenwahlrecht und Frauen in der Politik“. Melita Braun sagte, in der Union sei es so, dass die Zusammenarbeit zwischen Alt, Jung, Frauen und Männern gut aufgestellt ist. Dennoch wäre es schön, wenn sich noch mehr Frauen politisch engagierten. So war der Vortrag über die Geschichte von Frauen in der Politik auch sehr geschichtlich geprägt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg sei es im Kampf zur Gleichberechtigung der Frauen wieder losgegangen. Dies habe sich bei den ersten Wahlen niedergeschlagen. So trat das Engagement der Frauen, obwohl noch oft belächelt, einen historischen Satz im neuen Grundgesetz zu Tage in: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Dr. Elisabeth Selbert (SPD), Friederike Nadig (SPD), Helene Weber (CDU) und Helene Wessel (Zentrumspartei) seien die ersten Frauen im Parlament gewesen – neben 61 männlichen Abgeordneten. Dies war Grundlage zahlreicher Errungenschaften, Reformen und der Selbstbestimmung der Frau. Der Satz war damals revolutionär. 1995 sei dies im Grundgesetz ergänzt worden. Der Staat werde dadurch nun explizit verpflichtet, die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung zu fördern und bestehende Nachteile zu beseitigen. Die Zahl von Frauen in den Parlamenten in Deutschland sei ca. 35 Prozent. Dennoch gebe es heute Unterschiede, der Weg sei noch nicht abgeschlossen. Oft seien Frauen bei gleicher Arbeit schlechter entlohnt. Die Rednerin macht deutlich, wie wichtig dieser Weg noch ist.
Dann folgten die Ehrungen langjähriger Mitglieder der Frauen-Union. Johanna Schwarzmann wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Zusammen mit CSU-Kreisvorsitzender Emmi Zeulner wurden weiter geehrt: Für zehn Jahre Tanja Beier, Brigitte Eichner-Grünbeck, Silke Groß und Sandra Kellner, für 15 Jahre Alexandra Mantel, für 20 Jahre Gabi Hümmer, Katja Jungkunz und Lorien Zabel. Für 25 Jahre Brigitte Höh. Für 30 Jahre Maritta Kunstmann. Roland Dietz









