Betrüger haben im Landkreis Bamberg mehr als 120.000 Euro erbeutet. Mit gefälschten Bankbriefen hätten sie ihre Opfer in zwei Fällen dazu gebracht, Bankdaten und Transaktionsnummern (TAN) preiszugeben, teilte die Polizei mit. Sie warnt vor der Masche.
Den Angaben zufolge bekam eine Frau aus dem Landkreis Anfang Oktober 2026 einen Brief, der scheinbar von ihrer Hausbank stammte. Darin hieß es, ihr Konto sei gehackt worden. Über einen abgedruckten QR-Code gelangte sie auf eine Internetseite und gab dort ihre Bankdaten ein.
Betrug im Kreis Bamberg. Wie konnten die Täter eine Verbindung herstellen?
Wenige Tage später rief ein angeblicher Sicherheitsmitarbeiter der Bank an. Er behauptete, unberechtigte Überweisungen stoppen zu können, und forderte die Frau auf, mehrere Transaktionsnummern durchzugeben. Die Betrüger nutzten diese Angaben, um über mehrere Tage Überweisungen auszulösen. Der Schaden liegt bei über 80.000 Euro.
Ein Mann aus dem Landkreis erlebte laut Polizei Ende September einen ähnlichen Fall. Auch er erhielt einen vermeintlichen Bankbrief mit einem QR-Code. Anfang Oktober meldete sich ein angeblicher Bankmitarbeiter bei ihm. Nachdem ihm der Mann zwei TANs genannt hatte, wurden rund 40.000 Euro von seinem Konto abgebucht. Der Brief trug den Namen einer anderen Bank als im ersten Fall.
Wie die Täter die Verbindung zu den Betroffenen und ihren Banken herstellten, war zunächst unklar. Die Ermittlungen laufen.
Polizei gibt Tipps zum Schutz
Die Polizei rät zum Schutz vor Betrug mit gefälschten Bankbriefen zu folgenden Verhaltensweisen:
- QR-Codes in Briefen nicht ungeprüft scannen. Ein QR-Code kann auf eine gefälschte Internetseite führen, die der echten Bankseite täuschend ähnlich sieht (Phishing-Website).
- Internetadresse genau prüfen. Kontrolliere die Adresse im Browser, insbesondere den vollständigen Domainnamen. Nutze im Zweifel die dir bekannte Internetadresse deiner Bank oder deren offizielle App.
- Keine TAN am Telefon weitergeben. Banken fordern Kunden nicht dazu auf, TAN telefonisch durchzugeben, um angebliche Überweisungen zu stoppen oder rückgängig zu machen. Eine TAN kann eine Zahlung oder andere sicherheitsrelevante Aktionen freigeben.
- Im Zweifel selbst Kontakt aufnehmen. Ruf deine Bank über die dir bekannte Telefonnummer an, etwa von deiner Bankkarte oder einem offiziellen Schreiben. Verwende dafür keine Kontaktdaten aus dem verdächtigen Brief oder Anruf.
- Bei verdächtigen Anrufen auflegen. Lass dich nicht unter Druck setzen und beende das Gespräch, wenn du Zweifel hast.
Wer bereits Bankdaten oder TAN weitergegeben hat, sollte sofort seine Bank über einen offiziellen Weg kontaktieren, den Zugang und betroffene Karten sowie Konten sperren lassen und Anzeige bei der Polizei erstatten.









