0
Polizei mit Ratschlag
Oberfränkin verlor Wohnmobil an dreisten Betrüger - so hat sie es zurückbekommen
Wohnmobil, Wohnmobil absperren
Eine Oberfränkin wurde Opfer eines Betrugs. Zum Glück war auf die Polizei Verlass. // Julia/AdobeStock
Signet des Fränkischen Tags
Burgkunstadt – Eine 65-Jährige aus Oberfranken fällt einer dreisten Betrugsmasche zum Opfer. Die Polizei nimmt die Ermittlungen auf - und hat schnell Erfolg.
Artikel anhören

Im September verlor eine Frau aus dem oberfränkischen Kreis Lichtenfels ihr Wohnmobil an einen Betrüger. Der finanzielle Schaden war enorm - doch zu ihrem Glück hat sie ihren Camper nun zurück! Die Polizei berichtet in einer Mitteilung vom Mittwoch (14. Oktober 2026), wie der Täter überführt wurde.

Laut den Ermittlern hatte die Geschädigte, eine 65-jährige Frau aus Burgkunstadt, ihr Wohnmobil im Mai 2026 auf einer Verkaufsplattform im Internet angeboten und mit einem Preisschild von 60.000 Euro versehen. Einige Zeit später meldete sich schließlich ein Interessent bei ihr.

Frau aus Burgkunstadt wird Opfer von Betrug - Polizei überführt 70-Jährigen

Für den September wurde ein Treffen sowie eine Probefahrt in Bad Staffelstein ausgemacht, anschließend willigten beide Parteien in den Kauf ein. Wie sich jedoch herausstellte, wurde die Oberfränkin von ihrem vermeintlichen Geschäftspartner hintergangen, denn dieser brach den Kontakt nach der Übergabe des Wohnmobiles kurzerhand ab. Die vereinbarte fünfstellige Ablösesumme ging niemals auf ihrem Konto ein.

Am Ende des Monats erstattete sie Anzeige bei der Polizei. Da sich herausstellte, dass der vermeintliche Käufer einen falschen Namen angegeben hatte, ermittelte die Kriminalpolizei Coburg erst einmal gegen unbekannt. Das sollte sich jedoch schnell ändern, denn schon bald erhärtete sich der Tatverdacht gegen einen 70-jährigen Deutschen. 

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Coburg erließ das Amtsgericht Coburg bereits Anfang Oktober einen Durchsuchungsbeschluss für das in Baden-Württemberg liegende Wohnanwesen des Verdächtigen. Polizeibeamte aus dem Nachbarbundesland fanden das Wohnmobil der Geschädigten und stellten es sicher - sodass es am vergangenen Wochenende wieder zurück in die Obhut der rechtmäßigen Besitzerin kam. Der Tatverdächtige muss sich wegen des Verdachts des Betruges strafrechtlich verantworten.

Polizei erteilt Ratschlag

In ihrem Bericht zu dem Fall mahnt die Polizei zur Vorsicht: "Seien Sie bei Fahrzeugverkäufen besonders aufmerksam. Schließen Sie einen Kaufvertrag ab und prüfen Sie die Identität von Kaufinteressenten sorgfältig. Übergeben Sie Fahrzeug und Fahrzeugpapiere erst, wenn Sie die vereinbarte Summe in Bargeld erhalten haben oder die Überweisung von Ihrer Bank bestätigt wurde", so die Beamten.

Inhalt teilen
  • kopiert!