Die kleine Klara hatte weder einen leichten Start in diese Welt, noch war ihr ein langes Leben vergönnt. Nachdem das Mädchen im Oktober 2024 in einer Pflegefamilie im Landkreis Bamberg untergebracht worden war, starb sie am 10. Dezember 2024 im Alter von fast zwei Jahren. Ihr Tod hat zahlreiche Fragen darüber aufgeworfen, was Klara wirklich passiert ist. Am Landgericht Bamberg wird versucht, Antworten darauf zu finden.
Prozess um totes Pflegekind Klara in Bamberg
Hier ein chronologischer Überblick über die Ereignisse und den Prozessablauf:
Dezember 2024
Ein fast zweijähriges Mädchen stirbt in der Obhut ihrer Pflegefamilie. Es steht der Verdacht des Totschlags im Raum:
Der Rechtsanwalt der leiblichen Mutter von Klara, Franz-Josef Schick, erhebt Vorwürfe gegen das Kreisjugendamt Bamberg. Das Kleinkind war gegen den Willen der leiblichen Mutter in Obhut genommen worden:
Januar 2025
Klaras leibliche Mutter versucht, mit dem Verlust ihres Kindes umzugehen. Sie kündigt an, für Gerechtigkeit für ihre Tochter kämpfen zu wollen:
Februar 2025
Hätte Klaras Tod vermieden werden können? Die Pflegeeltern stehen im Verdacht, die eindreivierteljährige Klara am 8. Dezember 2024 durch äußere Gewalteinwirkung so sehr verletzt zu haben, dass das Mädchen zwei Tage später im Klinikum Bamberg an den Folgen starb. Die Staatsanwaltschaft ermittelt:
Juni 2025
Die Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen abgeschlossen und nun Anklage gegen die Pflegemutter erhoben:
Der Termin für den Prozessbeginn gegen die Pflegemutter von Klara wird bekannt gegeben. Das medizinische Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Jena stützt den Anklagevorwurf des Totschlags:
Nach dem tragischen Tod ihrer Tochter Klara in einer Pflegefamilie im Landkreis Bamberg versucht die leibliche Mutter (21), sich wieder ein normales Leben aufzubauen:
November 2025
Der Prozess gegen Klaras Pflegemutter hat am 18. November 2025 am Landgericht Bamberg begonnen:
Die Pflegemutter der verstorbenen Klara weist vor Gericht den Vorwurf des Totschlags von sich:
Prozesstag Nummer zwei: Die Aussagen und Einschätzungen von Ärzten werden vor Gericht gehört. Vor allem das große Hämatom an Klaras Stirn steht im Mittelpunkt dieses Verhandlungstages:
Was passierte mit der kleinen Klara? Am Gericht bemüht man sich um Antworten. Doch im Prozessverlauf widersprechen sich zwei Sachverständige:
Ein neuer Prozesstag: Mehrere Zeugen sagen vor Gericht aus und beschreiben das Verhalten der Pflegemutter:
Dezember 2025
Im Prozess gegen Klaras Pflegemutter aus dem Landkreis Bamberg sagen vor Gericht zwei weitere Gutachter aus. Sie kommen zu folgendem Urteil, woran das fast zweijährige Mädchen wirklich starb:
Ein Jahr nach dem Tod der kleinen Klara spricht die leibliche Mutter darüber, wie sie den ersten Todestag erlebt hatte:
Der Prozess wird fortgesetzt. Am 8. Januar 2026 sollen die Plädoyers gehalten sowie im Anschluss das Urteil gesprochen werden.



















