Mit einer perfiden Masche haben Callcenterbetrüger eine Seniorin aus Bamberg am Freitag, 27. März 2026, um ihre Ersparnisse gebracht. Nach Angaben der Polizei verlor die 84-Jährige durch einen sogenannten Schockanruf einen mittleren fünfstelligen Betrag.
Ein Anrufer kontaktierte die Seniorin aus dem Stadtteil Wunderburg zunächst telefonisch und täuschte vor, eine nahe Angehörige befinde sich in einer Notsituation. Sie benötige dringend viel Geld. Wie bei diesen Maschen üblich, setzten die Täter die Frau fortlaufend unter Druck, bis diese schließlich an der Haustür ihr Erspartes an einen Abholer übergab.
Kriminalpolizei Bamberg fahndet nach Abholer
Die Kriminalpolizei Bamberg fahndet nun nach dem Abholer. Nach ersten Hinweisen fuhr dieser am Freitag zwischen 17 bis 17.30 Uhr mit einem Auto oder Fahrrad die Hans-Böckler-Straße entlang. Die Polizei beschreibt ihn wie folgt:
- männlich
- circa 40 Jahre alt
- 175 cm groß
- kräftige Statur
- runde Gesichtsform
- glatt rasiert
- schwarze Wollmütze
- grau-schwarze Jacke und blaue Jeans
Zeugen, die in den Bamberger Stadtteilen Wunderburg oder Gereuth Verdächtiges beobachtet haben, werden gebeten, sich an die Kriminalpolizei zu wenden: 0951/9129491
Perfide Masche: Darum funktioniert der Enkeltrick immer wieder
Ein Schockanruf bringt Betroffene in Sekunden aus dem seelischen Gleichgewicht – mit gefälschten Stimmen und Lügen. „Ein klares Denken ist in diesen Minuten schwer möglich“, so die Bayerische Polizei. „Die Stimme erscheint erstaunlich nah an der echten Stimme Ihrer Liebsten – deswegen wird am Telefon geschluchzt, weil das die Stimme verzerrt und die Angerufenen die echte Stimme nicht erkennen. Ihr Puls steigt, Ihr Verstand setzt aus.“
Tipps gegen Schockanrufe und den Enkeltrick finden Sie auf dieser Webseite der Polizei Bayern.













