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Bamberg zaubert 2026: Künstler lassen in ihren Hut blicken
Bamberg zaubert 2026: Hutgeld
Das Hutgeld ist die einzige Gage der auftretenden Künstler bei Bamberg zaubert. // Christian Martin
Bamberg – Statt fester Gage: Die Künstler bei Bamberg zaubert leben von ihrem Hutgeld. Wie spendabel ist also das Publikum?

„Bevor ich zum großen Finale komme: Bitte lauft am Ende nicht weg. Diese Straßenkunst ist meine Arbeit“, sagt Ian Deadly. Der Künstler aus Großbritannien fügt hinzu: „Wenn Euch meine Show gefallen hat, dann werft mir bitte Geld in den Hut.“

Bamberg zaubert 2026: Ian Deadly
Der britische Straßenkünstler Ian Deadly begeisterte sein Publikum bei Bamberg zaubert mit einer Mischung aus Comedy, Improvisation, Jonglage, Hula-Hoop und Spontaneität. // Christian Martin

Hutgeld bei Bamberg zaubert 2026: So viel verdienen die Künstler

Mit ganz ähnlichen Worten bitten seine rund 100 Kollegen bei Bamberg zaubert im Verlauf des Wochenendes (24.–26.7.) am Ende ihres Programms um Geldgaben vom Publikum. Denn die vielen Feuerspucker, Magier, Jongleure und Akrobaten erhalten bei diesem Straßenfest keine feste Gage. Sondern sie leben vom sogenannten Hutgeld.

„Dieses Modell spiegelt den unmittelbaren, direkten Kontakt zwischen Künstler und Publikum wider und unterstreicht zugleich, dass die Magie des Moments durch spontane, publikumsbezogene Anerkennung getragen wird“, lässt das Stadtmarketing Bamberg im Vorfeld dazu verlauten. Der Veranstalter von Bamberg zaubert übernimmt die Reise-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten der Teilnehmer.

Ian Deadly schwärmt von Bamberg zaubert

Ian Deadly ist mit diesem Konzept bestens vertraut. Als professioneller Künstler tritt er seit vielen Jahren auf den Straßen dieser Welt auf. Auch bei Bamberg zaubert war er schon mehrere Male. „Es ist immer wieder toll hier. Das Publikum, ihre Energie, die Organisation des Festivals – einfach großartig“, schwärmt er.

Bamberg zaubert 2026: Ian Deadly

Seine Gage kommt jedes Mal vom Publikum. „Das ist ein guter Gegenwert zu meiner Show“, verrät der Engländer über den Inhalt seines Hutes und beschreibt seine Zuschauer bei Bamberg zaubert als sehr großzügig. Auch wenn die Leute im Allgemeinen aufgrund der überall gestiegenen Preise zurückhaltender geworden sind, „nicht so bei Bamberg zaubert“, betont Deadly. „Hier sind die Leute sehr spendabel.“

Sein irischer Kollege Murray Molloy kann dies bestätigen. „Ich weiß, alles ist teurer geworden, aber die Menschen geben uns Künstlern trotzdem etwas.“ Er freut sich ebenfalls jedes Mal, wenn er wieder zu Bamberg zaubert kommen darf. „Ich liebe es hier, das Publikum ist großartig!“

Bamberg zaubert 2026: Der Auftakt am FreitagDie schönsten Bilder vom Auftakt von Bamberg zaubert 2026
Magie, Akrobatik und mehr: Gleich zum Auftakt von Bamberg zaubert zogen die Künstler ihr Publikum in ihren Bann. // Christian Martin

Seit ungefähr 20 Jahren ist Molloy schon als Straßenkünstler unterwegs. Einen anderen Beruf kann er sich nicht vorstellen. Auch wenn sein Gehalt abhängig vom Publikum ist. Doch genau das gefällt ihm. Denn was seiner Meinung nach die Preise in allen Bereichen nach oben treibt, ist die Tatsache, dass das Geld nicht direkt an den Erzeuger geht, sondern erst über einen Mittelsmann läuft. „Bei mir gibt es einen direkten Kontakt zwischen meiner Show und den Zuschauern“, erklärt er.

Als „direkter, ehrlicher und menschlicher“ beschreibt Molloy das Prinzip des Hutgeldes, und die Besucher von Bamberg zaubert als „sehr großzügig“.

Die schönsten Bilder vom Samstag bei Bamberg zaubert 2026:

Zum ersten Mal bei Bamberg zaubert: Chien Hung Kuo

Die Worte „freundliches Publikum“, „schöne Stadt“ und „tolle Organisation“ verwendet auch Chien Hung Kuo. Der Taiwaner hat vermutlich die weiteste Anreise für Bamberg zaubert hinter sich und feiert bei diesem Straßenfest seine Premiere. „Ich wollte schon immer mal hierherkommen und freue mich, dass es nun endlich geklappt hat.“

Bamberg zaubert 2026: Der Auftakt am FreitagDie schönsten Bilder vom Auftakt von Bamberg zaubert 2026
Er zieht die Zuschauer mit der Manipulation eines Circus-Würfels in seinen Bann: Chien Hung Kuo aus Taiwan. // Christian Martin

Den Zuschauern bietet er eine Show, die das Ergebnis „von 13 Jahren Arbeit“ ist. Sein vorläufiges Fazit? „Ich lebe von der Energie, die ich vom Publikum bekomme, und hier ist sie besonders groß“, sagt Chien Hung Kuo. Das spiegle sich auch in der Freizügigkeit der Zuschauer wider. 

Bamberg zaubert findet auch 2027 wieder statt

Das Prinzip des Hutgeldes ist, so Ian Deadly, vermutlich auch ein Grund, warum die Veranstalter Bamberg zaubert seit 25 Jahren immer wieder auf die Beine stellen. „Dieses Festival gehört zu Bamberg dazu und es wäre schön, wenn es das auch in Zukunft gibt“, sagt der Künstler.

Für nächstes Jahr muss sich Deadly jedenfalls keine Sorgen machen. „Wir planen bereits Bamberg zaubert 2027“, bestätigt Stadtmarketing-Chef Klaus Stieringer. 

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