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Bamberger Symphoniker
Das sind die Pläne für die neue Saison
Lassen sich von der Pandemie nicht beirren: Chefdirigent Jakub Hru?ša (l). und Intendant Markus Rudolf Axt
Lassen sich von der Pandemie nicht beirren: Chefdirigent Jakub Hru?ša (l). und Intendant Markus Rudolf Axt // Barbara Herbs
Signet des Fränkischen Tags von Martin Köhl
Bamberg – In der Spielzeit verbinden die Bamberger Symphoniker Vertrautes mit Neuem. Über allem steht ihre Vorfreude auf Konzerte vor Publikum.

„Neugier ist Geist in Bewegung“, so lautet ein Spruch auf dem Banner der Bamberger Symphoniker. Er soll ihnen als Devise für die neue Saison dienen. Und Neugier erfasst einen automatisch, wenn es gilt, das brandneue Programmbuch zu öffnen. In einer kunstvollen Verschachtelung verbirgt es sich.

Dahinter öffnet sich jene Welt, die pandemiebedingt so lange stark eingeschränkt oder gar verschlossen war: der analoge Zugang zur klassischen Musik. Das Bedürfnis nach Live-Erlebnissen sei unzerstörbar und nach dem langen Entzug sogar noch gewachsen, meinte Intendant Markus Rudolf Axt neulich im Gespräch und zerstreute Bedenken bezüglich der nachpandemischen Zeiten.

Zuversicht ist also angesagt, und die spricht aus vielen Programmideen und Projekten der kommenden Saison, zumal in jenem Bereich, der quasi zum Genpool der Symphoniker gehört, sich aber immer wieder als besonders heikel in der Planung erweist.

Ohne Mut geht es nicht

Wenn es um die Gastkonzerte in Europa und in Übersee geht, also um die Reisen, die das Orchester als Bayerns und Deutschlands Botschafter in die Welt führt, muss man derzeit planungstechnisch mehr Mut denn je aufbringen. Konzertreisen zu internationalen Festivals in Luzern, Hongkong und Prag sind geplant, Gastauftritte in Deutschlands renommierten Musiktempeln und Europas Metropolen sowieso.

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Chefdirigent Jakub Hruša verwies mit unverhohlenem Stolz auf die enormen Leistungen der Bamberger Symphoniker während des Lockdowns. Unter anderem hat man ihn intensiv für allerlei Tonaufnahmen genutzt. Darunter befindet sich neben der Vollendung des Dvorák/Brahms-Zyklus auch die interessante Idee, alle drei Versionen der 4. Symphonie von Anton Bruckner einzuspielen.

Die Musik dieses Komponisten, so bekennt der Chefdirigent, habe er erst durch die Zusammenarbeit mit „seinem“ Orchester wirklich durchdrungen. Besonders freut sich Hruša über Entdeckungen abseits der großen Namen, beispielsweise aus dem Umfeld Gustav Mahlers. Wer kennt schon Hans Rott, dessen 1. Symphonie E-Dur den Mahlerschen Genius vorwegnimmt? Oder die Musik von Mahlers Freund Josef Bohuslav Foerster, dessen vierte Symphonie zur Aufführung ansteht?

Jonathan Nott kehrt zurück

Die Liste der Solistinnen und Dirigenten vereint wie stets Vertrautes mit Neuem. Dass die Ehrendirigenten Herbert Blomstedt und Christoph Eschenbach wieder den Stab führen, ist quasi selbstverständlich, doch wer kennt beispielsweise die Chinesin Lin Liao?

Die so lange ersehnte Rückkehr von Ex-Chefdirigent Jonathan Nott ans Bamberger Pult war längst fällig und wird seine treuen Fans erfreuen. Auch die Wiederkehr der beiden letzten „Mahler Competition“-Gewinner ist erwähnenswert. Unter den Solisten zählen Pierre-Laurent Aimard, Rudolf Buchbinder und Frank Peter Zimmermann zu den renommiertesten „Wiederholungstätern“, unter den Solistinnen stechen die Namen von Hélène Grimaud, Juliane Banse und Sol Gabetta hervor.

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Wenn die Saison am 16. September in Bamberg beginnt, stehen die Werke von 60 Komponisten auf dem Programm, darunter ein „Ring ohne Worte“. Damit ist die rein instrumentale Version Lorin Maazels von der Tetralogie gemeint, die das Opus Magnum Richard Wagners auf zweieinhalb Stunden schmelzt. Da werden die Bayreuther schauen!

Orchestervorstand Markus Mayers wies bezüglich der personellen Situation darauf hin, dass aufgrund einer ungleichmäßigen Altersstruktur zurzeit eine rege Fluktuation herrsche.

Die neuen Gesichter an den Pulten kann man sich schon am diesem Samstag bei „Bamberg klingt“ anschauen, dem Open Air auf der Jahnwiese, für dessen zwei Konzerte es noch Karten gibt.

 

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