Basketball
Nächster Brose-Neuzugang ist kein Unbekannter
Der US-Amerikaner Omar Prewitt erhält bei Brose Bamberg einen Einjahresvertrag.
Der US-Amerikaner Omar Prewitt erhält bei Brose Bamberg einen Einjahresvertrag.
Foto: imago/CTK Photo
Bamberg – Der US-Amerikaner Omar Prewitt kommt von ERA Nymburk zu den Bambergern. Der Bundesligist sucht jetzt noch zwei Center.

Einen Tag nach Jamel Morris hat Brose Bamberg mit Omar Prewitt einen weiteren US-Amerikaner verpflichtet. Der 26 Jahre alte und 2,01 Meter große Small Forward kommt vom tschechischen Serienmeister ERA Nymburk und erhält beim fränkischen Basketball-Bundesligisten einen Einjahresvertrag.

Prewitt ist für die Bamberger kein Unbekannter, denn in der vergangenen Saison traf die Mannschaft von Trainer Johan Roijakkers in der Top-16-Runde der Champions League zweimal auf die Tschechen. Anfang März führte der aus Kentucky stammende 26-Jährige sein Team als Topscorer mit 21 Punkten zum 91:87-Heimsieg. Im Rückspiel steuerte er beim 91:80-Erfolg 13 Punkte bei.

„Omar Prewitt ist genau der Spieler, den wir für den Flügel noch gesucht haben: groß, sehr guter Basketballsachverstand, kann mit und ohne Ball Akzente setzen. Er passt sehr gut in unser offensives System“, sagt Roijakkers.

Lesen Sie auch:

Topspieler in Polen

Seine Profikarriere begann Prewitt 2017 in Siauliai (Litauen) und wechselte dann zu Aris Thessaloniki nach Griechenland. Zur Saison 2018/19 heuerte er bei Legia Warschau an und avancierte dort mit 18 Punkten und sechs Rebounds pro Partie zu einem der Topspieler der polnischen Liga. Es folgte der Wechsel ins türkische Bandirma und damit erstmals in die Champions League. In Nymburk kam der Forward im Schnitt auf über 13 Punkte pro Spiel und holte dazu vier Rebounds. Seine Dreierquote betrug in der tschechischen Liga 31 Prozent und in der Champions League 39 Prozent (14,9 Punkte im Schnitt).

Omar Prewitt, der sich hier dem Bamberger Center David Kravish gegenüber sieht, führte ERA Nymburk Anfang März mit 21 Punkten zum 91:87-Heimsieg über die Brose-Basketballer.
Omar Prewitt, der sich hier dem Bamberger Center David Kravish gegenüber sieht, führte ERA Nymburk Anfang März mit 21 Punkten zum 91:87-Heimsieg über die Brose-Basketballer.
Foto: championsleague.basketball

„Ich bin ein Spieler, der ein bisschen was von allem kann. In erster Linie bin ich ein Teamplayer, aber ich kann die Dinge auch selbst in die Hand nehmen, wenn es nötig ist“, sagt Prewitt.

Mit der Verpflichtung des US-Amerikaners ist das Brose-Team laut Vereinsmitteilung auf den kleinen Positionen komplett. „Wir richten unsere Suche noch auf zwei Fünfer“, meint Roijakkers. Damit dürfte auch ein Wechsel von Robin Amaize, dessen Vertrag bei Bayern München vorzeitig aufgelöst wurde, zu den Bambergern vom Tisch sein. Dieses Gerücht machte in der vergangenen Woche die Runde.

Beim Bamberger „Heimspiel“ im bosnischen Lakatsi erzielte Omar Prewitt, hier im Duell mit Michele Vitali, 13 Punkte.  Die Tschechen durften aus Corona-Gründen nicht nach Deutschland einreisen.
Beim Bamberger „Heimspiel“ im bosnischen Lakatsi erzielte Omar Prewitt, hier im Duell mit Michele Vitali, 13 Punkte. Die Tschechen durften aus Corona-Gründen nicht nach Deutschland einreisen.
Foto: championsleague.basketball

Das Team von Brose Bamberg 2021/22

Es bleiben: Christian Sengfelder (Vertrag bis 2023), Kenny Ogbe (2022), Dominic Lockhart (2022), Elias Baggette (2024)

Neuzugänge: Joel Aminu (Phoenix Hagen, 2022), Marvin Omuvwie (BG Göttingen, 2023), Patrick Heckmann (Ratiopharm Ulm, 2022), Justin Robinson (Pesaro, 2022), Trevis Simpson (Gaziantep Basketbol, 2022), Jamel Morris (Orléans Loiret Basket, 2022), Omar Prewitt (ERA Nymburk, 2022)

Abgänge: Devon Hall (Armani Mailand), Mateo Seric, Joanic Grüttner Bacoul (beide Tigers Tübingen), Bennet Hundt, (EWE Baskets Oldenburg), Michele Vitali (Reyer Venezia), Moritz Plescher (Science City Jena), David Kravish, Chase Fieler, Shevon Thompson, Alex Ruoff, Tyler Larson (alle Ziel unbekannt)

Lesen Sie auch:

Lesen Sie mehr zu folgenden Themen: