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FT beim DFB-Länderspiel
Rückkehr nach Franken: Gündoğan als DFB-Kapitän in Nürnberg
Deutschland - Ukraine
Zurück an alter Wirkungsstätte: Ilkay Gündoğan als DFB-Kapitän beim Länderspiel gegen die Ukraine in Nürnberg. // Sportfoto Zink
Nürnberg – Es hätte das Fußball-Fest Frankens werden können. Doch das Remis gegen die Ukraine lässt die deutschen Fans ratlos zurück. Wie das fränkische Spiel war. Und die Gündoğan-Rückkehr in die alte Heimat.

Ilkay Gündogan steigt hoch. Höher als sein Gegner, den Ball drückt er mit dem Kopf Richtung Tor. Das mit über 42. 000 Zuschauern ausverkaufte Max-Morlock-Stadion jubelt. Doch der Ball ist nicht drin. Es wäre die Comeback-Geschichte des Abends gewesen.

Fast auf den Tag genau sieben Jahre nach dem letzten Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Nürnberg war sie am Montagabend zurück: Vorletztes Spiel vor der Heim-EM 2024. Der DFB testete gegen die Ukraine im Max-Morlock-Stadion. Kapitän des Teams? Ilkay Gündoğan!

Fußball-Länderspiel

Deutschland – Ukraine 0:0

Vom Februar 2009 bis Juli 2011 kickte er im Trikot des 1. FC Nürnberg, hat sein Abitur in der Stadt gemacht und ist noch vielen Menschen in Franken verbunden. Am Montagabend, 20:52 Ortszeit, war es so weit: Gündoğan war zurück auf Nürnberger Rasen.

Rückkehr mit dem DFB: Gündoğan in Nürnberg

Und das wohl nicht das letzte Mal. Bekommt Franken Gündoğan wieder? Vielleicht. 2022 hatte er im Podcast „Frasenmäher“ gesagt: „Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, eines Tages zum 1. FC Nürnberg zurückzukehren – in welcher Funktion auch immer.“

Am Freitag war er erstmal als Kapitän der Nationalmannschaft da. Und fiel immer wieder mit Ballaktionen in der Schaltzentrale des Mittelfeldes auf. Nach 15 Minuten hatte Gündoğan die bis dato beste Gelegenheit der Partie. Eben jener Kopfball aus rund fünf Metern landete direkt in den Armen von Ukraine-Keeper Anatoliy Trubin.

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Ebenfalls Ex-FCN-Spieler ist Niclas Füllkrug. Er war zwar mit im Stadion, aber nicht Teil des Kaders. Der einzige gebürtige Franke im deutschen Team, David Raum, musste von Beginn an erstmal zusehen. Er war die Tage zuvor noch angeschlagen und ohnehin nicht für viel Einsatzzeit vorgesehen. Auch Robin Koch, der Sohn des Bambergers Harry Koch, nahm zunächst auf der Bank Platz. Vor der Pause war er aber einer der Spieler, die sich schonmal warmmachten.

Deutschland gegen Ukraine zur Pause ohne Treffer

Und bis zu dieser Pause blieb das fränkische Länderspiel auch torlos. Die deutsche Elf hatte sich zwar weitgehend in der ukrainischen Hälfte festgespielt, Gündoğan und Co. blieben bei ihren Abschlüssen aber zu ungefährlich.

Für den Ex-Clubberer war dann Schluss. Bundestrainer Julian Nagelsmann brachte für den Kapitän Chris Führich. 45 Minuten Fußball-Nostalgie für die FCN-Herzen in Franken.

Und die feierten beim Länderspiel immer wieder. „Hier regiert der FCN“ oder „Wer nicht hüpft der ist ein Fürther“ schallte es aus der Nordkurve durch das Max-Morlock-Stadion.

Franken und die EM 2024: Fangesänge für den FCN

Aber natürlich stimmte sich Franken auch auf die EM ein. Deutsche und ukrainische Fahnen waren zu sehen. Die Fans sangen gemeinsam, feuerten ihre Teams an – auch wenn Franken doch noch etwas braucht, um so richtig in EM-Stimmung zu verfallen. Die ukrainischen Fan-Chöre übertönten doch häufiger die der deutschen Fans.

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So richtig laut wurde es auf Seiten derer nur, wenn Deutschland im Angriff war. Der EM-Gastgeber tat sich schwer. Spielerisch und in Sachen Euphorie. Obwohl das gerade Fußball-Franken von Spielen in Nürnberg doch gewohnt sein sollte. "Wie beim Glubb" war ein treffend gesagter Satz an diesem Abend.

Und das bei einem Spiel, dass richtungsweisend für die Stimmung im deutschen Team sein kann, hat Joshua Kimmich zwei Tage vorher in Herzogenaurach verraten.

Rückkehrer Nummer 2: Robin Koch wieder dabei

Nach 59. Minuten wechselte Bundestrainer Julian Nagelsmann wieder. Die 24 leuchtete am Feldrand auf. Die Nummer von Robin Koch! Er kam für den deutschen Meister Jonathan Tah.

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Koch hatte hinten in der Folge wenig zu tun, war aber zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Dass hinten die Null blieb, hat die DFB-Elf auch ihm zu verdanken.

Dass sie vorne auch blieb, war nicht die Schuld von Koch. Ilkay Gündoğan hatte seinen Anteil daran. Das Nürnberger Publikum war bedient.

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