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Fußball-Bayernliga Nord
„Trauriger Auftritt“: Quo vadis, FC Eintracht Bamberg?
Der Bamberger Paul Kraußold scheitert an Torwart Sebastian Vogel vom SC Großschwarzenlohe.
Der Bamberger Paul Kraußold scheitert an Torwart Sebastian Vogel vom SC Großschwarzenlohe. // Sportpress
Bamberg – Pünktlich zur Sandkerwa hat der FC Eintracht Bamberg endlich wieder ein Spiel gewonnen. Der Vortrag gegen den SC Großschwarzenlohe war spielerisch allerdings äußerst magere Kost. Was meint Trainer Jan Gernlein dazu?

Der Großschwarzenloher Spielertrainer Florian Bauer war nach der 0:2-Niederlage seiner Schützlinge beim FC Eintracht Bamberg angefressen und kurz angebunden, hatte dafür aber auch die passenden Worte parat. „Das war ein trauriger Auftritt vom Gegner“, sagt er. „Ich bin enttäuscht von dieser Bamberger Mannschaft, dass sie als Absteiger so einen dünnen Fußball anbieten.“

Tatsächlich agierten beide Teams auf Augenhöhe. Dass in der vergangenen Spielzeit noch zwei Klassen zwischen den Domreitern und dem SCG lagen, war kaum ersichtlich. Und auch in Überzahl – Philipp Schwarz sah in der 41. Minute nach einem Foul am Mittelkreis die rote Karte – schafften es die Bamberger nicht, die kompakte Abwehr der Großschwarzenloher in Verlegenheit zu bringen.

Zwar verlagerte sich das Spiel in der zweiten Halbzeit phasenweise in die Hälfte des SCG, doch es musste erst ein Geschenk her, um die Mannschaft von Trainer Jan Gernlein auf die Siegerstraße zu bringen. Dieses kam in Form eines Handelfmeters in der 77. Minute, den Andreas Pfahlmann verwandelte. Ein Konter in der Nachspielzeit besiegelte den 2:0-Endstand.

Jan Gernlein: Die Verunsicherung hat man gemerkt

Gernlein stellt sich hinter seine Mannschaft und erklärt, dass sie aufgrund des Abstiegs aus der Regionalliga und der ausbleibenden Erfolge in den letzten Spielen „natürlich verunsichert“ sei. Das 2:0 gegen den SCG war für den Absteiger aus der Regionalliga im siebten Spiel erst der zweite Sieg nach dem 3:1 beim FC Coburg. Am Dienstag gab es ein 1:1 gegen den TSV Neudrossenfeld.

„Diese Verunsicherung hat man, glaube ich, auch gemerkt. Vor allem wenn man die Jungs kennt. Jetzt haben wir uns mit dem Sieg auf jeden Fall etwas Gutes getan und hoffen, dass das etwas freisetzen kann“, so der FCE-Trainer weiter. Er wünscht sich eine Initialzündung, die zumindest für das bevorstehende Spiel am Freitag beim FSV Stadeln ihre Wirkung zeigt. Danach hat der FCE spielfrei.  

Eintracht Bambergs Trainer Jan Gernlein hofft auf eine Signalwirkung durch den 2:0-Erfolg gegen Großschwarzenlohe.
Eintracht Bambergs Trainer Jan Gernlein hofft auf eine Signalwirkung durch den 2:0-Erfolg gegen Großschwarzenlohe. // Sportpress

Vielleicht gehen den Domreitern dann auch spielerische Elemente leichter von der Hand. In dieser Hinsicht war der Auftritt gegen Großschwarzenlohe äußerst dürftig. Gernlein will das nicht ganz so stehen lassen: „Trotzdem hatten wir immer wieder den Ball gut bewegt und sind dann auch belohnt worden mit Räumen, die uns der Gegner gegeben hat“, merkt er an.

Großschwarzenlohe verliert einen Spieler mit Rot und einen durch Verletzung

„Es war dann für uns auch ganz gut, dass der Gegner in Unterzahl war. Da konnten wir den Ball vielleicht nochmal etwas besser bewegen und dadurch nochmal etwas mehr Sicherheit gewinnen. Deswegen haben wir das dann irgendwann auch genutzt, und uns am Ende mit Toren, null Gegentoren und deshalb auch mit den drei Punkten belohnt“, gibt der FCE-Trainer zu Protokoll.

Für Großschwarzenlohe hielt die Begegnung allerdings noch einen weiteren, bitteren Rückschlag parat: Justin Opcin knickte nach gut einer Stunde um und musste nach einem Einsatz des Rettungspersonals ausgewechselt werden; für ihn kam Dominik Egerer ins Spiel. Spielertrainer Bauer nannte nach dem Schlusspfiff eine schwere Knieverletzung als erste inoffizielle Diagnose.

Und mit Blick auf den Schiedsrichter sagte er: „Es sind verrückte Entscheidungen passiert. Das habe ich so in der Art selten erlebt.“ Stellvertretend dafür steht der angesprochene Platzverweis gegen Schwarz, eine harte Entscheidung von Schiedsrichter Hannes Hemrich. „Das ist schon eine verrückte Phase. Aber wir werden nicht aufhören“, kündigte Bauer bereits an. Seine Mannschaft ist jetzt mit gerade einmal zwei Punkten das Schlusslicht in der Bayernliga Nord.

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