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Aufsteiger verstärkt sich
TSV Burgebrach: Mit fünf Neuen in den Nordosten
"Die Nordoststaffel wird eine Hausnummer", sagt Burgebrachs Teammanager Christian Trunk. Fünf Neue nimmt der TSV mit in die Saison.
"Die Nordoststaffel wird eine Hausnummer", sagt Burgebrachs Teammanager Christian Trunk. Fünf Neue nimmt der TSV mit in die Saison. // Archiv/Sascha Dorsch
Burgebrach – Überraschend wird Burgebrach in die Landesliga Nordost eingeteilt. Dort warten keine Derbys, aber große Namen auf den TSV, der sich mit einem Quintett rüstet. Christian Trunk stellt die Neuen vor - und verkündet einen (Teil)-Rücktritt.

Die Spielzeit 2024/25 wird beim TSV Burgebrach lange in Erinnerung bleiben. Die Erste Mannschaft krönte sich nach einer bärenstarken Saison zum Bezirksligameister. Der ewige Manuel Schwarm sorgte am 11. Mai mit dem Siegtor in der 97. Minute beim SC Kemmern für wilde Szenen im TSV-Lager.

Eine Woche später wurde in der Marktgemeinde wieder gefeiert, diesmal wurde die Zweite Mannschaft Meister, stieg am letzten Spieltag der A-Klasse 4 beim FSV Weingartsgreuth in die Kreisklasse auf. 

Seitdem basteln die Verantwortlichen im Osten des Steigerwalds am Kader der neuen Saison, die den TSV erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in die Landesliga führt. Allerdings nicht in den Nordwesten zur DJK Bamberg und den Vereinen aus dem unterfränkischen Raum. Sondern in die Nordoststaffel, wie die Einteilung der fünf Landesligen des Bayerischen Fußballverbands ergab.

Fußball-Landesliga: Burgebrach im Nordosten

"Wir haben mit dem Nordwesten gerechnet, weil die Bamberger Aufsteiger dort meistens eingruppiert wurden. Allerdings informierte uns der BFV, dass eine Mannschaft in den Osten wechseln muss. Sie wollten die Teams der Oberpfalz nicht auseinanderreißen, dann blieben der TSV Abtswind oder wir", erklärt Christian Trunk.

Der frühere Meistertrainer und heutige Teammanager führt aus, dass die Nordoststaffel für den TSV kein Problem sei. Im Gegenteil: "Wir haben nun zwar kein Derby gegen Don Bosco oder Abtswind. Dafür aber attraktive Gegner aus dem Erlanger Raum, große Namen. Dazu den Nürnberger Ballungsraum mit Feucht, Mögeldorf. Die Nordost-Staffel ist eine echte Hausnummer", sagt der 42-Jährige.

Pflichtspiele gegen Jahn Forchheim, Weisendorf oder Schwabach hatte Burgebrach noch nie. "Aber wir hatten Buch schon in der Vorbereitung, Buckenhofen ebenso. Gegen den Jahn haben wir im Winter auf Kunstrasen getestet. Wir kennen schon ein paar Mannschaften, deshalb wird es für uns sehr interessant", sagt Trunk.

Das Entgegenkommen bei der Einteilung könnte sich für Burgebrach derweil auszahlen. Vom BFV gab es erste Signale, dass der TSV das Eröffnungsspiel der neuen Saisonbekommt, dann wahrscheinlich am Freitagabend, 18. Juli. "Am 27. Juni ist die Tagung in Feucht, dann wissen wir es. Das Eröffnungsspiel wäre schon cool", so Trunk.

TSV Burgebrach: Florian Dörnbrack tritt kürzer

Dass der Klassenerhalt in der Landesliga Nordost alles andere als einfach wird, weiß man beim TSV. Die weiteren Strecken, zudem vier Spieltage mehr als bisher in der Bezirksliga werden dem Team alles abverlangen.

"Auch deshalb ist es wichtig, dass wir uns breiter aufstellen. Es gibt viele Wochenspieltage, da können weite Fahrten dabei sein. Zudem ist die Qualität stets hoch. Darauf müssen wir vorbereitet sein", erklärt der Teammanager.

Vom Aufstiegskader geht nur ein Spieler, Jonas Pfeiffer geht zu Don Bosco. Bei der JFG Steigerwald spielte der Innenverteidiger unter Carsten Nüßlein, will in Wildensorg  unter dem Coach den nächsten Schritt gehen.

Weh tut Burgebrach jedoch der Teil-Rücktritt eines echten Urgesteins: Florian Dörnbrack, in mehr als 400 Spielen für den TSV der Rückhalt zwischen den Pfosten, tritt als Spieler kürzer. "Er bleibt als Torwarttrainer erhalten. Wenn Not am Mann ist, kann er bestimmt auch mal aushelfen", sagt Trunk über den 34-Jährigen.

Wie hier den Ebersdorfer Paul Klose bringt Florian Dörnbrack seit Jahren die gegnerischen Stürmer im Burgebracher Tor zum verzweifeln.
Wie hier den Ebersdorfer Paul Klose bringt Florian Dörnbrack seit Jahren die gegnerischen Stürmer im Burgebracher Tor zum verzweifeln. // sportpress

Fünf Neuzugänge für die Mission Klassenerhalt

Trainieren wird Dörnbrack mit Jakob Voran künftig ein Eigengewächs, das nach der Ausbildung in der JFG und vier Jahren bei der Zweiten aufrückt. Moritz Fels spielt dafür künftig mehr beim Kreisklassen-Team.

Der 23-jährige Voran soll sich mit Marco Ochs ein Duell um die Nummer Eins liefern: Der 36-Jährige kommt von der SG Tütschengereuth/Viereth, wo er seit seinem Wechsel aus Hirschaid im Februar neunmal das Tor hütete. "Marco und Jakob werden sich nichts schenken, das wird ein offenes Rennen", prognostiziert Trunk.

Der Defensive um Bastian Bogensperger und Luca Hörnes soll künftig Matthias Heimbach helfen. Beim SV Frensdorf spielte er meist als Linksverteidiger, seinen Heimatverein verlässt der 23-Jährige nun für die Chance, sich auf Landesebene zu beweisen.

Zurück in die Heimat kommt derweil Jannik Schmid. Bei der JFG Steigerwald ausgebildet, absolvierte der Flügelspieler seine ersten Herrenminuten beim TSV Burgebrach. Den Durchbruch schaffte der 21-Jährige beim SV Pettstadt, wo er in zwei Kreisliga-Spielzeiten am Stück elfmal traf.

Merkendorfer Topscorer kommt nach Burgebrach

Ebenfalls für die Abteilung Attacke kommt Jannik Endres von der DJK Bamberg, für deren Zweite Mannschaft er mehrheitlich auflief. In drei Kurzeinsätzen für die Landesliga-Erste traf er zweimal, vier Treffer gelangen dem Flügelspieler in der Bezirksliga West.

Viel Potenzial birgt der letzte Neue, der ebenfalls bei der JFG ausgebildet wurde: Simon Jörg schoss in seinem ersten Herrenjahr 14 Tore für den SV Merkendorf. Nach dem Abstieg aus der Kreisliga wagt der 19-Jährige, der in Waizendorf wohnt, den Sprung in die Landesliga.

Fehlen wird Daniel Baier, der sich kurz vor dem Saisonende das Kreuzband riss. Der Kapitän und Taktgeber im Zentrum hofft, zur Rückrunde wieder dabei zu sein. Bis Oktober fehlt Christopher Romaus studiumsbedingt. Aufstiegsheld Schwarm bleibt als Standby-Spieler erhalten.

Zurückkehren sollen dafür Moritz Ludwig von einem Studiums-Aufenthalt in Salzburg - und der höherklassig erfahrene Philipp Hörnes: "Er hat zehn Monate fast nichts gemacht, hatte immer wieder Leistenprobleme. Nun trainiert er langsam wieder und ist zum Punktspielstart hoffentlich dabei", erklärt Trunk.

An diesem Montag stiegen die Burgebracher ins Training ein, das erste Testspiel steigt am Sonntag, 22. Juni, beim TSV Neudrossenfeld. "Die lange Pause tat uns allen gut, gerade nach der Relegation im Vorjahr. Ich bin gespannt, wie sich unsere Jungs entwickeln und an die Herausforderungen anpassen", blickt Trunk voraus.

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