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Regionalliga Bayern
Aubstadt feiert Klassenerhalt bei Bamberger Abschied
Lukas Mrozek (Mitte) bejubelt das zwischenzeitliche 2:0 für Aubstadt. Der TSV hatte im letzten Saisonspiel beim FC Eintracht Bamberg leichtes Spiel.
Lukas Mrozek (Mitte) bejubelt das zwischenzeitliche 2:0 für Aubstadt. Der TSV hatte im letzten Saisonspiel beim FC Eintracht Bamberg leichtes Spiel. // sportpress
Bamberg – Knapp über 600 Zuschauer, darunter Hunderte aus Aubstadt, sehen einen souveränen TSV-Sieg im Fuchsparkstadion. Der FC Eintracht verabschiedet sieben Spieler, eine bittere Saison - und sich selbst von der Regionalliga.

Mit einer deutlichen Heimniederlage verabschiedet sich der FC Eintracht Bamberg aus der Regionalliga Bayern. Das Team von Jan Gernlein unterlag dem TSV Aubstadt mit 0:3 (0:2), war in 90 einseitigen Minuten überfordert.

612 Zuschauer, darunter der Großteil aus dem Grabfeld angereist, sah dominante Gäste. Der TSV musste gewinnen, um den direkten Klassenerhalt zu schaffen. Daran ließ das Team von Julian Grell und Josip Francic keine Zweifel.

Die Bamberger verabschiedeten im Vorfeld mit Muiz Alli, Koray Kaiser, Andreas Mahr, Lukasz Jankowiak, Nico Baumgartl, Björn Schönwiesner und Benjamin Desic gleich sieben Spieler.

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FC Eintracht Bamberg - TSV Aubstadt 0:3

Dass es für die Gäste um alles ging, machten sie vom Anstoß weg deutlich. Schon in den ersten zwei Minuten segelten die Flanken an den Bamberger Fünfmeterraum, Christopher Kettler und Co. hatten alle Hände voll zu tun.

Lange konnte das nicht gut gehen, tat es dann auch nicht. Denn mit einem echten Traumtor ging der TSV früh verdient in Führung: Timo Pitters Flanke aus dem rechten Halbfeld nahm Marco Nickel per Fallrückzieher - unten links schlug es zum 1:0 für Aubstadt ein (8.).

Vom FC Eintracht war nichts zu sehen, den Ball hatten die Gäste, die nun aber etwas weniger konstant pressten. Doch gefährlich blieben die Unterfranken, arbeiteten am zweiten Tor.

TSV Aubstadt legt per Freistoßvariante nach

Und lange mussten die mit lautstarker Unterstützung angereisten Gäste aus dem Grabfeld nicht warten. Es lief die 21. Minute, als Severo Sturm einen Freistoß lang auf den zweiten Pfosten zog. Clever legte ein Mitspieler von der Torauslinie zurück an den Fünfmeterraum, wo Lukas Mrozek zum 2:0 einschoss.

Die Gäste hatten das Geschehen in der Folge weiter im Griff, ließen Bamberg laufen, kamen aber nur sporadisch zu Abschlüssen. Von denen hatte der FC Eintracht bis zur Pause nur einen einzigen. Radzivon Hushcha kam per Flachschuss aber nicht an Vladiyslav Vertiei vorbei (45.).

FC Eintracht Bamberg bleibt zu harmlos

Kurz nach dem Seitenwechsel beseitigte Aubstadt dann die letzten Zweifel am Klassenerhalt. Luke Hemmerich wurde schön über die links geschickt. Seine Flanke schien Fabian Dellermann im Fünfmeterraum fangen zu können, doch die Kugel rutschte Bambergs Schlussmann durch die Hände - und Timo Pitter staubte aus wenigen Zentimetern zum 3:0 für den TSV ab (49.).

So ging es für die Domreiter in ihren letzten Regionalligaminuten nur noch um Schadensbegrenzung. Und um verdiente Abschiede: Den erhielt Björn Schönwiesner, der mit der Auswechslung in der 56. Minute seine aktive Fußballkarriere beendete, von Akteuren beider Teams entsprechenden Applaus erhielt. Vom TSV kam Schönwiesner 2022 zum FC Eintracht.

Viel mehr passierte anschließend nicht mehr. Die Unterfranken waren mit dem Drei-Tore-Vorsprung zufrieden. Bamberg schien zu passen, dass das Spiel nicht höher ausging. Den ersten Torschuss des FC Eintracht im Schlussabschnitt setzte Luca Auer aus 23 Metern deutlich am Kasten vorbei (67.). David Lang hatte die gefährliche Torannäherung der Gastgeber, wieder war Vertiei zur Stelle (83.).

Der TSV hätte durchaus noch erhöhen können, Dellermanns rechte Hand war aber schnell genug unten, um Max Grimms Flachschuss um den Pfosten zu lenken (77.). Weitere Gegenstöße nach Bamberger Ballverlusten spielte Aubstadt unsauber aus.

Jan Gernlein: "Symptomatisch für die Saison"

Für den FC Eintracht endet damit eine schwierige Saison, der Abstieg ist verdient. Aus Gernleins Sicht birgt die Bayernliga für einige Spieler aber auch Gutes: "Vielleicht wird es einigen gut tun, wenn wir nächste Saison wieder mehr Tore schießen", sagte der FCE-Coach.

Das Spiel habe die Saison in Teilen widergespiegelt. "Wir verteidigen zwei Standards nicht sauber zu Ende, liegen dann 0:2 hinten. Das letzte Drittel war wie schon die ganze Spielzeit über nicht unser Freund. Trotzdem haben wir uns nicht schlecht verkauft und uns anständig verabschiedet."

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