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Heiterer Neujahrsempfang
Geld für Schlachthof Bamberg? OB Starke neckt Landrat Kalb
Bamberg – Mehr als 2000 Gäste haben den Neujahrsempfang der Stadt Bamberg am 20. Januar miterlebt. Was 2024 in der Stadt ansteht, warum die Universität eine echte Bambergerin ist und was Oberbürgermeister Andreas Starke Landrat Kalb zum 64. Geburtstag überreicht hat.

Menschen brauchen Rituale. Sie schmieden Gemeinschaft und stiften Identität, bilden den Kitt, der den gesellschaftlichen Laden zusammenhält. Besonders wichtig sind sie zu Beginn eines Jahres - denn dann blicken Menschen noch auf das abgeschlossene Annum und lassen sich zugleich, noch mit guten Vorsätzen im Gepäck, federleicht auf neue Ziele und Pläne einschwören.

Beim Neujahrsempfang der Stadt Bamberg, neben dem des Erzbischofs der größte der Region, oblag diese Aufgabe neben Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) und Zweitem Bürgermeister Jonas Glüsenkamp (Grüne) auch Universitätspräsident Kai Fischbach und Bamberg-Brose-Geschäftsführer Philipp Höhne. Über 2000 Gäste füllten dabei am Samstag den Joseph-Keilberth-Saal in der Kongresshalle, weitere verfolgten die Veranstaltung per Videoübertragung im benachbarten Hegelsaal.

Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) erinnerte in seiner Rede beim Neujahrsempfang 2024 der Stadt Bamberg an das 75-jährige Bestehen des Grundgesetzes und mahnte, die Demokratie sei viel mehr als ein Abstimmungssystem, sondern ein Wertesystem.
Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) erinnerte in seiner Rede beim Neujahrsempfang 2024 der Stadt Bamberg an das 75-jährige Bestehen des Grundgesetzes und mahnte, die Demokratie sei viel mehr als ein Abstimmungssystem, sondern ein Wertesystem. // Christian Martin

2024 soll ein hartes Jahr werden. Das sagten Meinungsforschungsinstitute, die regelmäßig Leute anrufen und diese fragen, was sie bei der nächsten Wahl zu wählen gedenken und welche Ereignisse für besonders wichtig gehalten werden. Favorit sei für ihn, so Oberbürgermeister Andreas Starke, das bevorstehende 75. Jubiläum des Grundgesetzes. Bei seiner Verabschiedung 1949 war es als Provisorium bis zur Wiedervereinigung gedacht und enthalte die klare Botschaft „Nie wieder”. „Deswegen stehen die Menschenwürde und die freie Entfaltung der Persönlichkeit an der Spitze dieser Verfassung”, sagte er. „Wenn eine Partei und ihre Politiker diese Werte massiv bekämpfen, dann müssen sich die demokratischen Kräfte erheben und mobilmachen”, mahnte Starke in Anspielung auf die in diesem Jahr Umfragen zufolge in drei ostdeutschen Bundesländern vor großen Wahlerfolgen stehende rechtsradikale AfD. Mit den Worten, „Demokratie ist viel mehr als ein Abstimmungssystem, sie ist ein Wertesystem” appellierte er an das Publikum, an der am selben Tag stattfindenden Demonstration „Demokratie verteidigen!” teilzunehmen.

Die Suzuki-Querflöten-Gruppe der städtischen Musikschule begeisterte die Gäste des Neujahrsempfangs 2024 der Stadt Bamberg mit ihrem Auftritt.
Die Suzuki-Querflöten-Gruppe der städtischen Musikschule begeisterte die Gäste des Neujahrsempfangs 2024 der Stadt Bamberg mit ihrem Auftritt. // Christian Martin

Als weitere wichtige Jubiläen 2024 nannte Starke den Fall der Mauer vor 35 Jahren, den 1000. Todestag von Bambergs Bistumsgründer Kaiser Heinrich II. und das 155-jährige Bestehen seiner Partei, der SPD. Außerdem wurde die städtische Musikschule vor 75 Jahren gegründet, wurde von 40 Jahren das Klinikum am Bruderwald eröffnet „und wir bekommen mit Weihbischof Herwig Gössl einen neuen Erzbischof”, stimmte Starke die Bamberger und Bambergerinnen auf das neue Jahr ein. Auch erinnerte er daran, dass Florian Luderschmid am 1. September 2023 als Nachfolger von Heidrun Piwernetz Regierungspräsident von Oberfranken wurde und die gebürtige Würzburgerin Karin Angerer als Präsidentin des Oberlandesgerichts Bamberg den Aufstieg von einer Unterfränkin zu einer Oberfränkin geschafft habe. „Das nenne ich eine echte Beförderung”, scherzte Starke.

Landrat Kalb und das besondere Geburtstagsgeschenk

Landrat Johann Kalb (CSU) schenkte Starke zu dessen 64. Geburtstag ein Stoff-Kalb und versicherte ihm: „Glaube nicht, dass es etwas mit Deinem Namen zu tun hat.” Vielmehr sei es eine Anspielung auf den Bamberger Schlachthof, der eine „gemeinsame Kraftanstrengung von Stadt und Land vertragen könnte”. 

Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD, rechts) schenkte Landrat Johann Kalb (CSU) beim Neujahrsempfang der Stadt Bamberg 2024 ein Stoffkalb als Anspielung auf den möglicherweise entstehenden Zweckverband zur gemeinsamen Trägerschaft für den Schlachthof Bamberg.
Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD, rechts) schenkte Landrat Johann Kalb (CSU) beim Neujahrsempfang der Stadt Bamberg 2024 ein Stoffkalb als Anspielung auf den möglicherweise entstehenden Zweckverband zur gemeinsamen Trägerschaft für den Schlachthof Bamberg. // Christian Martin

Atrium, Muna, Lagarde, Kitas und Schulen

Zu den wichtigsten Projekten der Stadtverwaltung, die in diesem Jahr anstehen, zählte Starke die Neugestaltung des Atrium-Geländes am Bahnhof, wo es gelungen sei, „nach über zwei Jahren Stillstands eine erfolgversprechende Zukunft mit einer soliden Investorenfamilie einzuläuten”. In Bamberg-Ost sei die Stadt bei der Wertermittlung des Muna-Geländes auf der Zielgeraden, um das Areal von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zu kaufen und anschließend zu einem Gewerbegebiet zu entwickeln. Auf dem Lagarde-Campus entstünden im Gesundheitszentrum Sancura-Park unter der Federführung der Sozialstiftung 120 Demenzpflegeplätze und weitere medizinische Einrichtungen. Außerdem gingen die Kita- und die Schulsanierungsoffensive weiter. Am Dientzenhofer-Gymnasium beginne der Wettbewerb für den Ersatzneubau und am E.T.A-Hoffmann-Gymnasium habe man mit 16 zusätzlichen Klassenzimmern auf die große Nachfrage reagiert.

Bamberg Zentrum der Künstlichen Intelligenz

Universitätspräsident Kai Fischbach , der die Festansprache hielt, nannte die 1647 als Academia Bambergensis gegründete Otto-Friedrich-Universität „eine echte Bambergerin”. „Es ist ein Privileg, in einer der schönsten Städte Europas zu residieren”, sagte der gebürtige Siegener. Die Hochschuleinrichtungen sind ihm zufolge mittlerweile auf 60 Gebäude im Stadtgebiet verteilt. Nach einem Peak im Wintersemester 2020/21 mit fast 13.000 Studierenden sind im aktuellen Semester 10.768 junge Menschen in knapp 100 Studiengängen eingeschrieben. Fischbach verwies auf den Boom in seiner, der Wirtschaftsinformatik-Fakultät. Denn nachdem die Universität Bamberg im KI-Wettbewerb des Freistaats 2020 gleich sieben neue Professuren bewilligt bekam, wuchs die Zahl der Lehrstühle und Professuren seither auf rund 30 an - damit habe sich Bamberg zu einem neuen Zentrum für Künstliche Intelligenz entwickelt.

Fischbach: Habe Verständnis für Gefühle der Hilflosigkeit

Doch der Mathematiker und Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Soziale Netzwerke, schlug auch weniger optimistische Töne an. Angesichts der sich derzeit überlagernden Krisen und Kriege sorge er sich um den Zusammenhalt in der Gesellschaft. „Ich vermute, nein ich bin sicher, dass auch in diesem Jahr der Nahostkonflikt nicht zu einer guten, für all die Menschen dort friedlichen und sicheren Lösung geführt werden wird. Ich weiß, die Klimakrise wird auch in diesem Jahr nicht enden, sondern sich vielmehr weiter verschärfen. Und ich ahne, dass der erstarkende Populismus auf der ganzen Welt weiterwachsen wird und auch in unserem Land bereits wieder Ausmaße angenommen hat, die ich nicht für denkbar gehalten hätte. Und dann eben beschleicht mich diese Hilflosigkeit", betonte der Universitätspräsident.

Kaiserdom Bamberg investierte in den vergangenen acht Jahren 25 Millionen Euro in neue Technologien und Anlagen. Unter anderem in ein Niedrigenergie-Sudhaus des Hersteller Krones samt CO2-Rückgewinnungsanlage (Im Bild gelb).
Kaiserdom Bamberg investierte in den vergangenen acht Jahren 25 Millionen Euro in neue Technologien und Anlagen. Unter anderem in ein Niedrigenergie-Sudhaus des Hersteller Krones samt CO2-Rückgewinnungsanlage (Im Bild gelb). // FOTOGALERIE Helmut Ölschlegel
Die 27-jährige Kolumbianerin Carolina Mallama Diaz lernt bei Kaiserdom Bamberg den Beruf der Brauerin und Mälzerin. „Sie hat unheimlich Pep reingebracht“, sagt ihr Chef Felix Wörner.
Die 27-jährige Kolumbianerin Carolina Mallama Diaz lernt bei Kaiserdom Bamberg den Beruf der Brauerin und Mälzerin. „Sie hat unheimlich Pep reingebracht“, sagt ihr Chef Felix Wörner. // FOTOGALERIE Helmut Ölschlegel
Kaiserdom setzt auf Brauerinnen
Die Kaiserdom Specialitäten Brauerei Bamberg besteht seit 1718. Bambergs absatzstärkste Brauerei investierte in den vergangenen acht Jahren 25 Millionen Euro wie diese Abfüllanlage. // FOTOGALERIE Helmut Ölschlegel
Kaiserdom setzt auf Brauerinnen
Kaiserdom setzt auf Brauerinnen // FOTOGALERIE Helmut Ölschlegel
Kaiserdom Bamberg setzt auf Brauerinnen
Kaiserdom Bamberg setzt auf Brauerinnen // FOTOGALERIE Helmut Ölschlegel
Hat sich in ihrer Heimat Kolumbien „in das Thema verliebt“ und lernt in Oberfranken, der Region mit der größten Brauereidichte der Welt, das Brauhandwerk: Carolina Mallama Diaz lernt bei Kaiserdom in Bamberg im zweiten Lehrjahr Brauerin und Mälzerin.
Hat sich in ihrer Heimat Kolumbien „in das Thema verliebt“ und lernt in Oberfranken, der Region mit der größten Brauereidichte der Welt, das Brauhandwerk: Carolina Mallama Diaz lernt bei Kaiserdom in Bamberg im zweiten Lehrjahr Brauerin und Mälzerin. // FOTOGALERIE Helmut Ölschlegel
Mit einem Bierausstoß von rund 250.000 Hektolitern ist Kaiserdom in Gaustadt die mit Abstand größte Brauerei Bambergs.
Mit einem Bierausstoß von rund 250.000 Hektolitern ist Kaiserdom in Gaustadt die mit Abstand größte Brauerei Bambergs. // FOTOGALERIE Helmut Ölschlegel
Carolina Mallama Diaz lernt bei Bambergs größter Brauerei Kaiserdom in Gaustadt den Beruf der Brauerin und Mälzerin.
Carolina Mallama Diaz lernt bei Bambergs größter Brauerei Kaiserdom in Gaustadt den Beruf der Brauerin und Mälzerin. // FOTOGALERIE Helmut Ölschlegel
Bambergs Brauriese Kaiserdom Bamberg setzt auf Brauerinnen: Wie die Kolumbianerin Carolina Mallama Diaz in Gaustadt Brauerin und Mälzerin lernt.
Bambergs Brauriese Kaiserdom Bamberg setzt auf Brauerinnen: Wie die Kolumbianerin Carolina Mallama Diaz in Gaustadt Brauerin und Mälzerin lernt. // FOTOGALERIE Helmut Ölschlegel
Rentner Simon Aepfelbach aus Unteroberndorf: Rentensystem ist menschenunwürdig
Rentner Simon Aepfelbach aus Unteroberndorf: Rentensystem ist menschenunwürdig // FOTOGALERIE Herbert Mackert
Rentner Simon Aepfelbach aus Unteroberndorf: Rentensystem ist menschenunwürdig
Rentner Simon Aepfelbach aus Unteroberndorf: Rentensystem ist menschenunwürdig // FOTOGALERIE Herbert Mackert
Rentner Simon Aepfelbach aus Unteroberndorf: Rentensystem ist menschenunwürdig
Rentner Simon Aepfelbach aus Unteroberndorf: Rentensystem ist menschenunwürdig // FOTOGALERIE Herbert Mackert
Der Joseph-Keilberth-Saal der Kongresshalle war beim Neujahrsempfang der Stadt Bamberg bis auf den letzten Platz besetzt. Wer keinen Platz mehr fand, für den wurde die Veranstaltung in den benachbarten Hegelsaal per Video übertragen.
Der Joseph-Keilberth-Saal der Kongresshalle war beim Neujahrsempfang der Stadt Bamberg bis auf den letzten Platz besetzt. Wer keinen Platz mehr fand, für den wurde die Veranstaltung in den benachbarten Hegelsaal per Video übertragen. // FOTOGALERIE Christian Martin
Besonders wichtig sind Rituale zu Beginn eines Jahres - denn dann blicken Menschen noch auf das abgeschlossene Annum und lassen sich zugleich, noch mit guten Vorsätzen im Gepäck, federleicht auf neue Ziele und Pläne einschwören. Im Bild von links Bambergs ernannter Erzbischof Herwig Gössl, Landtag Johann Kalb mit Gattin Monika, Zweiter Bürgermeister Jonas Glüsenkamp mit Gattin, Oberbürgermeister Andreas Starke mit Gattin und ganz rechts Baskets-Geschäftsführer Philipp Höhne.
Besonders wichtig sind Rituale zu Beginn eines Jahres - denn dann blicken Menschen noch auf das abgeschlossene Annum und lassen sich zugleich, noch mit guten Vorsätzen im Gepäck, federleicht auf neue Ziele und Pläne einschwören. Im Bild von links Bambergs ernannter Erzbischof Herwig Gössl, Landtag Johann Kalb mit Gattin Monika, Zweiter Bürgermeister Jonas Glüsenkamp mit Gattin, Oberbürgermeister Andreas Starke mit Gattin und ganz rechts Baskets-Geschäftsführer Philipp Höhne. // FOTOGALERIE Christian Martin
Universitätspräsident Kai Fischbach gestand sich in seiner Festansprache ein Gefühl der Hilflosigkeit ein angesichts der sich überlagernden Kriege und Krisen, machte den Gästen aber auch Mut, neue Hoffnung zu schöpfen.
Universitätspräsident Kai Fischbach gestand sich in seiner Festansprache ein Gefühl der Hilflosigkeit ein angesichts der sich überlagernden Kriege und Krisen, machte den Gästen aber auch Mut, neue Hoffnung zu schöpfen. // FOTOGALERIE Christian Martin
Oberbürgermeister Andreas Starke schwor die Bambergerinnen und Bamberger mit Blick auf die Gefahr von Rechts auf „ein hartes Jahr 2024“ ein.
Oberbürgermeister Andreas Starke schwor die Bambergerinnen und Bamberger mit Blick auf die Gefahr von Rechts auf „ein hartes Jahr 2024“ ein. // FOTOGALERIE Christian Martin
Die Suzuki-Querflöten-Gruppe der städtischen Musikschule begeisterte das Publikum mit ihrem Auftritt.
Die Suzuki-Querflöten-Gruppe der städtischen Musikschule begeisterte das Publikum mit ihrem Auftritt. // FOTOGALERIE Christian Martin
Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD, rechts) schenkte Landrat Johann Kalb (CSU) zu dessen 64. Geburtstag ein Stoff-Kalb als Anspielung auf den möglicherweise entstehenden Zweckverband zur gemeinsamen Trägerschaft des Schlachthofs Bamberg.
Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD, rechts) schenkte Landrat Johann Kalb (CSU) zu dessen 64. Geburtstag ein Stoff-Kalb als Anspielung auf den möglicherweise entstehenden Zweckverband zur gemeinsamen Trägerschaft des Schlachthofs Bamberg. // FOTOGALERIE Christian Martin
Das Blue Train Orchestra, die Bigband der städtischen Musikschule versetzte die Gäste des Neujahrsempfangs der Stadt Bamberg in Schwingung und gute Laune.
Das Blue Train Orchestra, die Bigband der städtischen Musikschule versetzte die Gäste des Neujahrsempfangs der Stadt Bamberg in Schwingung und gute Laune. // FOTOGALERIE Christian Martin
Gebärdendolmetscherin Carina Thummet übersetzze die Reden beim Neujahresempfang der Stadt Bamberg für gehörlose Menschen.
Gebärdendolmetscherin Carina Thummet übersetzze die Reden beim Neujahresempfang der Stadt Bamberg für gehörlose Menschen. // FOTOGALERIE Christian Martin
Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD, rechts) schenkte Landrat Johann Kalb (CSU) zu dessen 64. Geburtstag ein Stoff-Kalb als Anspielung auf den möglicherweise entstehenden Zweckverband zur gemeinsamen Trägerschaft des Schlachthofs Bamberg.
Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD, rechts) schenkte Landrat Johann Kalb (CSU) zu dessen 64. Geburtstag ein Stoff-Kalb als Anspielung auf den möglicherweise entstehenden Zweckverband zur gemeinsamen Trägerschaft des Schlachthofs Bamberg. // FOTOGALERIE Christian Martin
Bambergs OB Andreas Starke sieht dringenden Handlungsbedarf
Bambergs OB Andreas Starke sieht dringenden Handlungsbedarf // FOTOGALERIE Christian Martin
„Bamberg ist im Basketball in Europa eine Nummer”: Bamberg Baskets-Geschäftsführer Philipp Höhne erinnerte an die Erfolge des Dinos der Basketball-Bundesligisten, etwa dass vier der 2023 Weltmeister gewordenen deutschen Basketballer in Bamberg ausgebildet wurden.
„Bamberg ist im Basketball in Europa eine Nummer”: Bamberg Baskets-Geschäftsführer Philipp Höhne erinnerte an die Erfolge des Dinos der Basketball-Bundesligisten, etwa dass vier der 2023 Weltmeister gewordenen deutschen Basketballer in Bamberg ausgebildet wurden. // FOTOGALERIE Christian Martin
Dieses Streichensemble der städtischen Musikschule umrahmte den Neujahrsempfang der Stadt Bamberg 2024.
Dieses Streichensemble der städtischen Musikschule umrahmte den Neujahrsempfang der Stadt Bamberg 2024. // FOTOGALERIE Christian Martin
Die Suzuki-Querflöten-Gruppe der städtischen Musikschule begeisterte das Publikum mit ihrem Auftritt.
Die Suzuki-Querflöten-Gruppe der städtischen Musikschule begeisterte das Publikum mit ihrem Auftritt. // FOTOGALERIE Christian Martin
Wie man Kochlöffel nicht nur kulinarisch virtuos einsetzen kann, zeigten diese Musiker der städtischen Musikschule Bamberg beim Neujahrsempfang der Stadt 2024.
Wie man Kochlöffel nicht nur kulinarisch virtuos einsetzen kann, zeigten diese Musiker der städtischen Musikschule Bamberg beim Neujahrsempfang der Stadt 2024. // FOTOGALERIE Christian Martin

Fischbach zitierte aus Ingeborgs Bachmann Gedicht „Früher Mittag”. Dieses beschreibe sehr gut die gegenwärtige Stimmung vieler. In der Prosa heißt es unter anderem: „Schon ist Mittag, in der Asche krümmt sich das Eisen, auf den Dorn ist die Fahne gehisst, und auf den Felsen uralten Traums bleibt fortan der Adler geschmiedet. Nur die Hoffnung kauert erblindet im Licht. (…) Das Unsägliche geht, leise gesagt, übers Land: schon ist Mittag.“

Es ist fünf vor zwölf, heiße ein geflügeltes Wort, um auszudrücken, dass so schnell wie möglich auf eine Bedrohung reagiert werden müsse, damit es nicht bald zu spät sein werde. Bei einigen fundamentalen Entwicklungen wie der Erderwärmung sei Mittag möglicherweise schon vorüber, mahnte Fischbach. Dennoch dürfe man nicht aufgeben, sei es wichtig, neue Hoffnung zu schöpfen.

„Bamberg ist im Basketball in Europa eine Nummer”

Zweiter Bürgermeister Jonas Glüsenkamp (Grüne) nannte Fischbachs Worte hernach „inspirierend“. In Zeiten, in denen Falschinformationen gezielt als politische Propaganda nicht nur durch das Internet wabern, bekomme wissenschaftliche Arbeit eine immer stärkere Bedeutung.

Der Geschäftsführer der Bamberg Baskets, Philipp Höhne, sprach beim Neujahrsempfang 2024 der Stadt Bamberg.
Der Geschäftsführer der Bamberg Baskets, Philipp Höhne, sprach beim Neujahrsempfang 2024 der Stadt Bamberg. // Christian Martin

Und der Geschäftsführer der Bamberg Baskets, Philipp Höhne, erinnerte die Zuhörenden daran, dass vier der 2023 Weltmeister gewordenen deutschen Basketballer in Bamberg ausgebildet worden seien und die Baskets ein Dino der Basketball-Bundesliga sind. Auch wenn es zurzeit sportlich Luft nach oben gebe, so sei Bamberg im Basketball in Europa eine Nummer. „Aber leider machen wir uns immer ein bisschen kleiner als wir sind.” 

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