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Historische Wetterrekorde
Die kältesten und schneereichsten Wintertage in Bamberg
Eine Frau steht vor verschneiten Bäumen
Warme, nicht zu enge Kleidung hilft, die Durchblutung zu erhalten und Erfrierungen vorzubeugen – auch bei frostigen Temperaturen. // Frank Rumpenhorst/dpa/dpa-tmn
Bamberg – In den kommenden Nächten werden teilweise zweistellige Minusgrade erwartet. Doch das ist nichts Ungewöhnliches in Bamberg. Ein statistischer Rückblick.

Viel wurde geschrieben über Wintersturm „Elli“ in den letzten Tagen. An diesem Samstag (10. Januar 2026) soll sich laut einer Meldung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die Lage Schritt für Schritt beruhigen. Der Schneefall lässt langsam nach und zieht sich bis zum Abend in die Regionen südlich des Mains zurück. 

Eisige NachtEisnacht im Raum Bamberg
Die Nacht zum Sonntag (23.11.2025) war im Vorjahr eine der kältesten Nächte in Bayern (hier ein Bild aus Königsfeld im Landkreis Bamberg). // NEWS5 / Ferdinand Merzbach (NEWS5)

Kalt und stürmisch bleibt es trotzdem – vor allem in den Nächten. Für Wattendorf im Landkreis Bamberg werden beispielsweise für die Nächte Temperaturen von bis zu minus 13 Grad vorausgesagt.

Dass dies für die Region Bamberg durchaus nichts Ungewöhnliches ist, belegt eine historische Rückschau auf Bamberger Wetterdaten bis 1949. 

Schnee in Bamberg: historischer Rückblick

Beispiel Schnee. Laut den Aufzeichnungen des Diplommeteorologen Michael Theusner gab es in der Vergangenheit in Bamberg durchaus schon Jahre mit lang anhaltenden Schneephasen:

  • Beispielsweise wurden am 5. Januar 1970 in der Domstadt 24 Zentimeter Neuschnee gemessen. 
  • Und ja, es gab sie: die weiße Weihnacht. Am 25. Dezember 1981 fielen in Bamberg insgesamt 38 Zentimeter Neuschnee!
  • Den meisten Neuschnee verteilt auf einen Monat gab es laut den Aufzeichnungen im Dezember 1981. Damals wurden im Monat 69 Zentimeter gemessen. 
  • Im Jahr 1962 gab es im Januar und im Februar jeden Tag eine Schneehöhe von mindestens fünf Zentimetern. Im Jahr 1970 waren es im Januar sogar 20 Tage mit einer Schneehöhe von mindestens 20 Zentimetern.

Lust auf eine Rodeltour? Hier ist das im Raum Bamberg möglich:

Die kältesten Tage in Bamberg

Auch was die Temperaturen betrifft, haben Bambergerinnen und Bamberger in der Vergangenheit durchaus schon frieren müssen.

  • Am 10. Februar 1956 zeigte das Thermometer minus 30,1 Grad Celsius – wohlgemerkt am Tag. 
  • Selbst im März gab es in Bamberg in der Vergangenheit schon heftige Kältephasen. Im März 1963 blieb die Temperaturanzeige an einem Tag nur knapp unter der Minus-20-Grad-Marke.
  • Was die Zahl der Frosttage betrifft – bei einem Frosttag liegt die Tiefsttemperatur des Tages unter null Grad – sind die Jahre 1955 (im Januar) und 1969 (im Dezember) die Rekordhalter. In beiden Monaten war nämlich jeder Tag ein Frosttag.
  • Auch in den vergangenen Jahren gab es immer wieder Frosttage – teilweise sogar noch im Frühling. Im Jahr 2019 waren es beispielsweise im Mai immerhin noch fünf Frosttage.
  • Bei den Eistagen (hier ist auch die Tageshöchsttemperatur immer unter null Grad) muss man in der Historie lange zurückblicken, um das Spitzenreiterjahr zu ermitteln. Der Januar 1962 wies – Frostbeulengefahr – insgesamt 26 Eistage auf. 
  • Aber es geht auch anders: Für das Jahr 1951 weist die Statistik für die Monate Januar, Februar und März insgesamt nur fünf Eistage auf. 
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