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Handtaschen, Schuhe und mehr
Mode-Geheimtipp aus Bamberg: Sie gründete das Label Labeka
Labeka-Gründerin Kathrin Rößner hat das Modeunternehmen, das zunächst eine Nische im Fashionmarkt bediente, im Laufe der Jahre zu einem modischen Geheimtipp entwickelt.
Labeka-Gründerin Kathrin Rößner hat das Modeunternehmen, das zunächst eine Nische im Fashionmarkt bediente, im Laufe der Jahre zu einem modischen Geheimtipp entwickelt. // Helmut Ölschlegel
Bamberg – Ein Accessoire-Label aus Bamberg startet durch: Wie die Modemarke Labeka entstand und welche Pläne die Gründerin Kathrin Rößner für die Zukunft hat.

Es begann alles mit einem Lederschlüsselband. Vor mehr als zehn Jahren gründete Kathrin Rößner gemeinsam mit zwei Freundinnen in Bamberg das Kleinleder-Accessoire-Label Labeka. Das Ziel: modische und stabile Schlüsselbänder für Frauen auf den Markt zu bringen.

Aus dem Unternehmen, das zunächst eine Nische im Fashionmarkt bediente, entwickelte sich im Laufe der Jahre ein modischer Geheimtipp aus Bamberg.

Modeunternehmen Labeka aus Bamberg

Beim Namen Labeka handelt es sich um „ein Fantasiewort“, sagt Rößner, das aus jeweils zwei Buchstaben der Vornamen der Gründerinnen zusammengesetzt wurde.

Aufgrund unterschiedlicher Entwicklungen führte Kathrin Rößner ab dem Jahr 2016 Labeka allein weiter. „Zunächst nebenberuflich, doch ich merkte schnell, dass ich dem Label meine volle Aufmerksamkeit schenken will“, sagt die Bambergerin. Und so betrieb sie Labeka bald hauptberuflich.

Sie hat vor mehr als zehn Jahren das Kleinleder-Accessoire-Label Labeka gegründet: die Bambergerin Kathrin Rößner.
Sie hat vor mehr als zehn Jahren das Kleinleder-Accessoire-Label Labeka gegründet: die Bambergerin Kathrin Rößner. // Helmut Ölschlegel

Denn Rößner hatte viele Visionen. Neben Lederschlüsselbändern stellte sie auch Geldbeutel, kleine Handtaschen und Handyhüllen her, die alle an den Lederbändern befestigt und so Crossbody, also diagonal über die Schulter, getragen werden können. Die Modelle sind dabei, je nach Präferenz der Trägerin, austausch- und miteinander kombinierbar.

„Mich hat es schon immer fasziniert, wenn etwas optisch zusammenpasst und das Outfit aufeinander abgestimmt ist“, sagt Rößner und erklärt damit ihr Bestreben, möglichst klassische und zeitlose Designs zu entwerfen.

„Die Oma ist schuld daran“, sagt die 47-Jährige lachend. Ihre Großmutter habe früher schon immer ihre Handtasche, Handschuhe, Schal und „sogar den Regenschirm“ aufeinander abgestimmt. „Das begeistert mich bis heute.“

Bamberger Label Labeka: Lederware aus Italien

Für Leder als Hauptmaterial ihrer Waren entschied sich Rößner, da sie einen Werkstoff verwenden wollte, der robust, langlebig, strapazierfähig und stabil ist. Einen Anbieter und eine Produktionsstätte zu finden, die einerseits die entsprechende Qualität anbieten, und andererseits auch kleinere Stückzahlen produzieren – „eine Überproduktion gibt es bei mir nicht“ –, war keine leichte Aufgabe. Rößner wurde in Italien fündig. „Das sind teilweise alteingesessene Familienbetriebe“, sagt sie.

Eine hohe Materialqualität war der Bambergerin sehr wichtig. „Um eine Marke am Modemarkt zu etablieren, ist eine gute Qualität vonnöten“, so Rößner, die damit auch die Preise ihrer Waren rechtfertigt. Eine Handtasche kostet laut Angaben auf der Webseite zwischen 130 und 450 Euro, ein Crossbody-Set zwischen 180 und 360 Euro.

„Ich weiß, dass manche meiner Kundinnen ein, zwei Monate darauf sparen“, sagt die 47-Jährige. Sie lege deswegen großen Wert darauf, dass ihre Produkte vielseitig einsetzbar sind und ihre Kundinnen lange etwas davon haben.

Vor rund zwei Jahren hat das Bamberger Modelabel Labeka auch Lederschuhe ins Sortiment mit aufgenommen.
Vor rund zwei Jahren hat das Bamberger Modelabel Labeka auch Lederschuhe ins Sortiment mit aufgenommen. // Helmut Ölschlegel

Im Sortiment von Labeka folgten schon bald größere Handtaschen, wie die Korbtasche, die vor allem „im Sommer immer ein Highlight ist“ sowie vor zwei Jahren auch Lederschuhe. „Das war eine wichtige Maßnahme, um unser Portfolio und somit auch die Zielgruppe zu erweitern und die Marke bekannter zu machen“, sagt Rößner.

 

 

Corona-Pandemie traf auch Bamberger Label

Dieser Schritt war eigentlich schon früher geplant. Doch 2020 traf die Corona-Pandemie die Welt und davon blieb auch das Modeunternehmen Labeka nicht verschont. „Das war keine einfache Zeit“, erinnert sich die Unternehmensgründerin.

Viele große Modelabels, die auf Produktionsstätten in Fernost zurückgegriffen hatten, sind, da die Lieferketten in diesen Ländern wegbrachen, zu europäischen Anbietern gewechselt. „Die größte Herausforderung ist es, eine stabile Lieferkette auf die Beine zu stellen“, erklärt die 47-Jährige.

Labeka: Showroom in der Nähe vom Bamberger ZOB

Vor rund zwei Jahren zog die Bambergerin mit Labeka in Räumlichkeiten in der Promenadestraße ein. Statt einer Boutique, die mit dekorierten Schaufenstern die Kundschaft zum Eintreten zu locken versucht, sind die Räumlichkeiten von Labeka hinter einer normalen Altstadt-Häuserfassade versteckt.

Cosmopolitan, Gala, Bunte oder Harper’s Bazaar: Das Bamberger Label Labeka ist in der Modewelt längst kein Unbekanntes mehr.
Cosmopolitan, Gala, Bunte oder Harper’s Bazaar: Das Bamberger Label Labeka ist in der Modewelt längst kein Unbekanntes mehr. // Helmut Ölschlegel

„Zu Beginn hatte ich die Befürchtung, dass das für die Kundinnen ein Hindernis ist“, so Rößner. Doch das Gegenteil ist eingetroffen. „Viele Kundinnen schätzen es, dass es bei mir ruhiger ist, wenn sie vorbeikommen und dass sie so eine exklusive Beratung erhalten.“ Der Showroom von Labeka habe sich demnach in Bamberg gut eingeführt und zu „einem Geheimtipp“ entwickelt, freut sich die 47-Jährige.

Hinzukommt der Vorteil, dass Rößner neben dem Verkauf auch den Online-Vertrieb und Versand sowie die üblichen Büroarbeiten und das Entwerfen neuer Modelle direkt vor Ort durchführen kann. „Mit einer Boutique, die zu den Öffnungszeiten komplett besetzt sein müsste, wäre das nicht möglich.“

In der Zukunft kann sich Rößner jedoch eine Boutique durchaus vorstellen. „Aber wahrscheinlich muss man dafür in eine Großstadt ziehen.“ Bis dahin genießt die 47-Jährige die kurzen Wege in der Domstadt. Sowie auch die Tatsache, dass ihr immer wieder Frauen mit Labeka-Handtaschen über den Weg laufen. „Das freut mich sehr und macht mich auch stolz.“

 

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