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Gößweinstein
Feuerwehr begeistert Follower auf Tiktok
Jeden Mittwoch nehmen die Gößweinsteiner Feuerwehrleute Beiträge auf.Forchheim & Fränkische Schweiz
Jeden Mittwoch nehmen die Gößweinsteiner Feuerwehrleute Beiträge auf. // Carmen Schwind
Sandra Nägel kam über ihren Mann zur Feuerwehr.Forchheim & Fränkische Schweiz
Sandra Nägel kam über ihren Mann zur Feuerwehr. // Carmen Schwind
Signet des Fränkischen Tags von Carmen Schwind
Gößweinstein – Die FFW Gößweinstein feiert am Pfingstwochenende ihr 150-jähriges Bestehen und hat einen überaus erfolgreichen Tiktok-Account. Mehr als 20.000 Nutzer folgen den originellen Beiträgen.

„Bei Übungen und beim Einsatz muss größte Disziplin herrschen. Aber ansonsten muss die Arbeit bei der Feuerwehr auch Spaß machen“, sagt der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Gößweinstein, Marcel Zweck. Dann zeigt er seinen Account „Florian Brandmeister“ bei Tiktok. Hier hat die FFW Gößweinstein mehr als 20.000 Follower und mehr als 200.000 Likes. Jeden Mittwoch setzen sich die Feuerwehrleute zusammen und überlegen sich einen lustigen Beitrag, den sie dann drehen und posten.

„Da mangelt es nicht an Ideen“, erzählt Zweck. Er zeigt zum Beispiel einen Kollegen, der auf einem Einsatzfahrzeug sitzt und beim Rückwärtsfahren das Warnsignal mit einer Blockflöte gibt. Die Beiträge sind originell. Und in einigen macht auch Bürgermeister Hanngörg Zimmermann mit.

Feuerwehrlied aufgenommen

Marcel Zweck verrät, dass ein Musikproduzent auf ihn zugekommen war und mit ihm ein Feuerwehrlied aufgenommen hat, das ebenfalls auf Tiktok zu finden ist. „Manche finden das alles albern, aber wir haben viel Zustimmung von jungen Leuten, die über diese Plattform auf uns aufmerksam wurden und dann zu uns kamen“, erklärt Zweck. Sie waren wohl an Schulen gegangen, um für die FFW zu werben, aber da kam keine Resonanz. Auch Sandra Nögel kam nicht auf direktem Weg zur FFW Gößweinstein. Sie stammt aus Sachsen-Anhalt und zog mit ihrem Mann 2017 nach Gößweinstein. Eigentlich hatte sie mit dem Thema Feuerwehr nichts am Hut. Doch durch ihren Mann kam sie zum Verein und war sofort begeistert von der außergewöhnlichen Kameradschaft. „Ich bin geblieben und habe dann 2019 die Grundausbildung und 2020 eine Ausbildung Atemschutz gemacht“, erzählt Sandra Nögel.

Corona-Teststation

Während der Corona-Zeit waren sie und ihre Kollegen für die Teststation zuständig. „Da waren die Leute sehr dankbar, dass wir das gemacht haben. Das gibt ein gutes Gefühl“, stellt sie fest und erzählt, dass die Leute auch privat sehr zusammenhalten. Als einer von ihnen verstarb, ehrten sie ihn damit, dass ein neues Fahrzeug seinen Namen bekam. Dann stellten sich die Feuerwehrler am Marktplatz auf und gestalteten einen Wassertunnel, durch den das Auto fuhr. Dabei läuteten auch die Kirchenglocken.

„Uns ist wichtig, dass der Kamerad nie vergessen wird“, fasst Sandra Nögel zusammen. Sie betont, wie eng die Kameradschaft sei und dass man sich auch privat treffe und helfe: „Wenn es ein Problem gibt, stellt man das in die Whatsapp-Gruppe. Dann helfen alle und packen mit an. Wir feiern aber auch gemeinsam und freuen uns über die Erfolge Einzelner.“

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