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Ernstfall geprobt
Einsatz mit Heli: Polizei und Feuerwehr trainieren gemeinsam
Übungsleiter Thomas Glas teilt seine Leute ein.Forchheim & Fränkische Schweiz
Übungsleiter Thomas Glas teilt seine Leute ein. // Carmen Schwind
Signet des Fränkischen Tags von Carmen Schwind
Pretzfeld – Die aktiven Mitglieder der Dürrbrunner Feuerwehr proben mit Kollegen aus Nachbargemeinden einen komplexen Einsatz. Für die Landung des Hubschraubers muss alles genau abgestimmt sein.

Es knistert im Funkgerät des Einsatzfahrzeugs der Flughelfergruppe der Feuerwehr Bayreuth. Dann kommt die Durchsage, dass der Hubschrauber der Polizeihubschrauberstaffel Bayern in zehn Minuten auf einem Feld bei Dürrbrunn zu einer Übung landen wird. Pünktlich setzt Pilot Martin Burkhardt zur Landung an. Er und seine Polizeikollegen werden am Boden von Übungsleiter Thomas Glas begrüßt.

„Die Übung war mal wieder so eine Idee, die ich abends im Bett hatte“, verrät Glas. Der stellvertretende Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Dürrbrunn war vorher im Wald unterwegs gewesen und hatte sich Gedanken wegen der Trockenheit gemacht. „Was wäre, wenn es einen schlimmen Waldbrand gäbe?“ Diese Frage ließ ihn nicht los und er überlegte, wie man wohl wann und wo Hilfe aus der Luft anfordern könnte. Deshalb wandte er sich an die Polizeihubschrauberstaffel Bayern. „Die waren auch gleich bereit mit uns zu üben, damit wir im Notfall gleich wissen, wie die Abläufe sind“, erklärt Glas.

Viele Wehren aus den Nachbargemeinden sind dabei

Eigentlich sollte diese Veranstaltung bereits im vergangenen Jahr stattfinden, doch da kam schlechtes Wetter dazwischen. Am Samstag war es nun soweit. Thomas Glas hatte auch die Feuerwehren aus Ebermannstadt, Pretzfeld, Oberfellendorf, Gößweinstein, Heiligenstadt und Unterleinleiter eingeladen. Die Kollegen aus Heiligenstadt bereiteten ein Wasserbecken vor, aus dem mit dem Hubschrauber Wasser entnommen und über einem imaginären Brandherd abgeworfen wurde.

Tobias Theiler, Kommandant der Feuerwehr Ebermannstadt, teilte seine Leute zur Absicherung ein: „Sollte dem Hubschrauber was passieren, sind wir da.“ Lukas Lauterbach von der Flughelfergruppe hielt Funkkontakt zum Hubschrauber, bereitete mit seinen Kollegen den Landeplatz vor und legte den Einsatzplan fest. Mehrere Bürgermeister und Landrat Hermann Ulm waren ebenfalls gekommen und schauten sich interessiert den Hubschrauber an. Flugtechniker Michael Waldmüller erinnerte die Politiker daran, dass sie bei Waldbränden, die schlecht mit Einsatzfahrzeugen erreichbar sind, an Hilfe aus der Luft denken sollten: „Das ist kostenlos und man sollte das ins Konzept einplanen. Große Waldbrände kann man damit vielleicht nicht löschen, aber das Feuer eindämmen.“

Für die Landung muss alles passen.Forchheim & Fränkische Schweiz
Für die Landung muss alles passen. // Carmen Schwind

Danach gab es eine Besprechung vor dem Hubschrauber und anschließend eine Einweisung durch Waldmüller und Glas für alle anwesenden Einsatzkräfte. Martin Burkhardt berichtete über die Ausbildung zum Piloten und über seine Einsätze im Norden Bayerns: „Bei Bedarf werden wir aber auch im Süden eingesetzt.“

Dann startete er den Hubschrauber und die Übungen begannen. Alle Zuschauer hielten den Atem an, als sich zwei Kollegen von der Flughelfergruppe an der Winde in den am Himmel stehenden Hubschrauber hochziehen ließen und mit ihm davonflogen. Dann wurden noch Wasser und Materialien transportiert.

„Mir war einfach wichtig zu sehen, wo kann ein Hubschrauber bei uns landen, worauf muss man achten und was müssen wir im Vorfeld organisieren“, betont Thomas Glas noch einmal. Er hofft, dass das Wissen nicht zum Einsatz kommen muss. Dennoch wollen er und seine Truppe gewappnet sein, wenn es mal zum Notfall kommt.

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