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Kriminalstatistik 2023
Gegen bayerischen Trend: Weniger Verbrechen in Forchheim
Ein Polizist mit Handschellen und Pistole am Gürtel
Die Polizeiinspektion Forchheim verzeichnete 2023 weniger Straftaten als im Vorjahr. // Oliver Berg/dpa
Forchheim – Obwohl in vielen anderen Regierungsbezirken wieder mehr Straftaten passieren, sind die Zahlen in Forchheim und Oberfranken rückläufig. Ein Überblick.

Während bayernweit seit 2022 die Zahl der Straftaten stetig steigt und sich so sukzessive dem Vor-Corona-Niveau annähert, beziehungsweise dieses sogar überschreitet, widersetzt Forchheim sich dem Trend. Mit 2021 Fällen liegt die Zahl nochmal deutlich unter dem Niveau von 2022 (2.232 Fällen). Im Vor-Corona-Jahr 2019 hatte die Polizeiinspektion Forchheim noch 2379 Straftaten aufgenommen.

Deutschlandweit waren während der Pandemiejahre die Straftaten deutlich gesunken, nur um seit 2022 wieder anzusteigen. Daher ist bei der Analyse der Zahlen auch immer der Blick auf die Zahlen von vor der Pandemie wichtig.

Forchheim widersetzt sich dem Trend: sinkende Zahlen

Dieser negativen Entwicklung widersetzt sich allerdings nicht nur Forchheim, sondern der ganze Regierungsbezirk: Auf ganz Oberfranken verteilt gab es 2023 44.758 Straftaten, das sind 2444 weniger als im Jahr 2022 (ausländerrechtliche Fälle werden hierbei nicht mitgezählt).

Auffällig ist jedoch, dass die Aufklärungsquote, die oberfrankenweit bei 71,5 Prozent liegt und somit die bayerische Spitze darstellt, in Forchheim auf knapp 70 Prozent gesunken ist. 

Bei den meisten Arten von Straftaten ist laut der Polizei Forchheim von 2022 auf 2023 ein Rückgang zu beobachten – wenn auch manchmal nur ein kleiner. Zum Beispiel ist die Zahl der Diebstähle von 575 auf 566 gesunken. Auch bei den Sachbeschädigungen hat die Behörde deutlich weniger Fälle aufgenommen als noch im Vorjahr.

Insgesamt lebe man in Oberfranken sehr sicher, auch im bayerischen Vergleich, teilt die Polizei mit. Erkennen könne man dies unter anderem an der sogenannten Häufigkeitszahl. Diese gibt an, wie viele Straftaten in einer Region pro hunderttausend Einwohner passieren. In Oberfranken liegt diese Zahl für das vergangene Jahr bei 4168. Damit liegt sie unter dem bayerischen Durchschnitt von 4361.

Zuwachs bei Fahrraddiebstählen: Tipps für den Diebstahlschutz

Manche Delikte nahmen trotz des allgemeinen Trends aber zu, so zum Beispiel die Körperverletzungen. „Während bei der gefährlichen und schweren Körperverletzung nur ein leichter Zuwachs zu verzeichnen war, nahm die Zahl der 'einfachen', vorsätzlichen Körperverletzung deutlich zu“, teilt die Polizei Forchheim mit. Das könnte mitunter auch daran liegen, dass seit dem Ende der Pandemie wieder mehr Feste gefeiert werden, wie zum Beispiel das Annafest in Forchheim. Wo viele Menschen zusammenkommen und Alkohol im Spiel ist, kommt es tendenziell öfter auch zu Auseinandersetzungen.

Den größten Zuwachs verzeichnete die Polizei im Bereich der Fahrraddiebstähle. Dies könne zum einen am zunehmenden Wert moderner Fahrräder und E-Bikes liegen. Gleichzeitig seien geparkte Fahrräder aber oft viel zu nachlässig gesichert. 

Erst vergangene Woche hat die bayerische Polizei übrigens zum Start der Fahrradsaison Tipps veröffentlicht, wie man E-Bikes besser schützen kann. Die Profis empfehlen „Stahlketten-, Bügel- oder Panzerkabelschlösser mit „geprüfter Qualität“ aus hochwertigem Material“. Außerdem sollte man ein Fahrrad immer an einem Gegenstand festmachen, der im Boden verankert ist – beispielsweise ein Laternenpfosten oder ein Fahrradständer. So kann das Rad nicht mitsamt dem Gegenstand weggetragen werden. Das Schloss sollte also groß genug sein, um einen Reifen und einen weiteren Gegenstand zu passen. 

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